Politik | 29.01.2020

Bürgerstiftung Remagen

Unbürokratische Hilfe im Vordergrund

Der momentane Vorstand besteht aus Björn Ingendahl, Herbert Georgi und Klaus Gansen

Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Remagen, Herbert Georgi, war bei der Frauenunion zu Gast.Foto: privat

Remagen. Da unbürokratisch helfen, wo öffentliche Hilfen nicht gewährt werden können: Dieser Wunsch endete letztendlich in der Gründung der Bürgerstiftung Remagen. Mehr darüber wissen wollten die Damen der CDU-Frauenunion Remagen. So waren alle sehr erfreut, zum ersten Treffen im Jahr 2020 den ehemaligen Bürgermeister der Stadt Remagen, Herbert Georgi, begrüßen zu können, dessen Herz immer noch mit Begeisterung für die Bürgerstiftung schlägt, obwohl sein Nachfolger, Bürgermeister Björn Ingendahl, inzwischen den Vorsitz übernommen hat, den Georgi von 2005 bis 2018 innehatte. Durch die Änderung der Sozialgesetze des Bundes mit Einführung der Grundsicherung im Jahr 2003 waren die Möglichkeiten der Sozialämter weggefallen, in Härtefällen zusätzliche Hilfe leisten zu können.

Es kam hier zu einer neuen Form von Armut. Eine Lösung hierfür wurde gesucht und in der Gründung einer Bürgerstiftung gefunden. Nur wenige hiervon gibt es bis heute in Deutschland. So manche Gründungsidee ist letztendlich daran gescheitert, Spender für das erforderliche Stiftungskapital von 25.000 Euro zusammenzubekommen. So war Georgi seinerzeit positiv überrascht, wie viele Remagener Bürger und Betriebe sich spontan zu einer Beteiligung bereit erklärten. Das notwendige Stiftungskapital wurde so nicht nur erreicht, sondern sogar bei Weitem übertroffen. Die Bürgerstiftung wurde mit Urkunde vom 12. Juli 2005 von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) als rechtsfähige öffentliche Stiftung des Bürgerlichen Rechts anerkannt. Der momentane Vorstand besteht aus Bürgermeister Ingendahl, Georgi und Klaus Gansen. Geschäftsführer sind Anton Wypior und Andreas Weck. Darüber hinaus gehören dem Stifterforum automatisch alle Bürger an, die mindestens 1000 Euro für das Stiftungskapital aufgebracht haben.

Durch die derzeitige Zinssituation ist es der Bürgerstiftung trotz des hohen Stiftungskapitals nicht möglich, hieraus ihre Aufgaben zu finanzieren. Sie „lebt“ durch die Spenden, die sie aus der Bevölkerung erhält und hat hierdurch vermehrt die Möglichkeit, in Notsituationen helfend zu unterstützen. Hierbei ist das Spektrum weit gefächert, von der Hilfe bei fehlendem Geld für die Klassenfahrt eines Kindes, einer Weihnachtsbeihilfe für Bedürftige, der Hilfe bei der Zahlung von notwendigen Medikamenten bis hin zur Übernahme der Kosten für eine notwendige Zahnsanierung, ohne die eine Nierentransplantation nicht möglich gewesen wäre.

Wer in Not ist, kann sich selbst an die Stiftung wenden. Alternativ kann ein Bedürftiger auch von anderen Personen benannt werden. Die Stiftung prüft dann die Gegebenheiten und entscheidet in der Regel schnell und unbürokratisch. Eine tolle Sache für die Bürger von Remagen und eine tolle Leistung der Menschen in der Stadt, die es erst ermöglicht haben, diese Stiftung ins Leben zu rufen. Das konnten die Damen der CDU-Frauenunion Remagen feststellen. Gern sind sie bereit, hier weiter zu unterstützen. Fragen zur Bürgerstiftung können gestellt werden unter Telefon (0 26 42) 2 01 13.

Pressemitteilung der

CDU-Frauenunion

Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Remagen, Herbert Georgi, war bei der Frauenunion zu Gast.Foto: privat

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