Gemeinsamer Antrag von CDU und SPD im Kreistag
Unterstützung schutzbedürftiger Frauen im Kreis Neuwied
Kreis Neuwied. Ein wichtiges Zeichen zur Weiterentwicklung der Unterstützung schutzbedürftiger Frauen im Kreis Neuwied setzten die Fraktionen von CDU und SPD in der November-Sitzung des Kreistags mit einem gemeinsamen Antrag. Leitgedanke für diesen Antrag war: „Was können wir konkret und im Rahmen unserer kommunalen Möglichkeiten tun?“ Ausführliche Beratungen in den Fraktionen führten abschließend zum Antrag, der große Zustimmung im Kreistag fand.
Drei wichtige Aspekte umfasst der Antrag inhaltlich:
1. Die Einrichtung eines hauptamtlichen Frauennotrufangebots im Kreis Neuwied.
2. Ständige Kommunikation mit dem Land Rheinland-Pfalz als Planungsträger für die Errichtung von Frauenhäusern betreffend auch den Kreis Neuwied.
3. Die Verdopplung der bisher geleisteten jährlichen Förderbeträge für Frauenprojekte.
In der Antragsbegründung führte Sven Lefkowitz (SPD) aus, warum ein hauptamtlicher Frauennotruf in unserem Kreis so wichtig ist: „Bisher hat der Frauennotruf Koblenz den Kreis Neuwied mitbetreut. Das wird allerdings nur noch im kommenden Jahr fortgeführt. Deshalb müssen wir im Kreis Neuwied neben der ehrenamtlichen (z. B. in Puderbach) zeitnah eine neue Struktur schaffen. Damit können wir für die Zukunft eine nachhaltige Verbesserung errei-chen. Also eine direkte Ansprechmöglichkeit vor Ort im Kreisgebiet mit umfangreicher Beratungsmöglichkeit und auch mit einer Vernetzung zu anderen Hilfsangeboten.“
Weiter führte Lefkowitz aus: „Zum Thema Frauenhaus sei nochmal deutlich gesagt, dass der Träger der Planung das Land Rheinland-Pfalz ist. Hier hoffen wir auf Unterstützung durch Ministerin Katharina Binz (Grüne), damit der Ausbau von Plätzen in Frauenhäusern auch für unsere Region den Bedarfen entspricht. Nur so wird es möglich sein, dass keine betroffenen Frauen in Not unversorgt bleiben.“
Jörg Röder (CDU) verwies auf die drängende Bedeutung des Themas: „Jeden Tag erfahren Frauen in Deutschland Gewalt in der Partnerschaft oder von einem Ex-Partner. Wir müssen über dieses Phänomen mitten in unserer Gesellschaft reden, das sich oft im Verborgenen abspielt.“ Vor allem aber brauchten die Opfer und ihre Kinder Hilfe und Unterstützung, die sie in zahlreichen Einrichtungen und Initiativen im Kreis Neuwied bekämen. „Eine Verdoppelung der Förderbeträge des Kreises ist daher ein erstes wichtiges Zeichen, das wir vor Ort setzen können. Allen, die sich in den oft ehrenamtlichen Initiativen im Kreis für die Opfer von Gewalt einsetzen, gilt unser großer Dank! Ihre Arbeit ist unverzichtbar,“ so Jörg Röder.
Pressemitteilung CDU-
Fraktion im Kreistag Neuwied
