Stadtrat Rheinbach plant Ehrung
Ute Krupp und Winfried Weingartz sollen den Ehrenring erhalten
Mit dem Rhein-Sieg-Kreis wurde eine neue Vereinbarung über die Errichtung einer gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle getroffen
Rheinbach. Wie viele Adoptivkinder in den vergangenen Jahren an Eltern in Rheinbach vermittelt wurden, wusste Bürgermeister Stefan Raetz (CDU) auch nicht. Doch dass die gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle des Rhein-Sieg Kreises auch in der Glasstadt schon oft genutzt worden sei, könne er auf jeden Fall bestätigen. „Das wird schon seit vielen Jahren praktiziert, und wir haben gute Erfahrungen damit gemacht.“ So sah der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung keinen Grund, dem Abschluss einer neuen öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit dem Kreis über die Errichtung einer gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle nicht zuzustimmen.
Die neue Vereinbarung war notwendig geworden, weil die Kölner Bezirksregierung die bisherige Finanzierung der Adoptionsvermittlungsstelle beanstandet hatte. In der Vergangenheit seien den beteiligten Städten lediglich jährlich die Personalkosten in Höhe von 125.000 Euro in Rechnung gestellt worden. Dies habe aber die tatsächlichen Personalkosten nicht abgedeckt. Die Differenz sei aus der Kreisjugendamtsumlage finanziert wurden und der komplette Sachaufwand über die allgemeine Kreisumlage. Laut Bezirksregierung entspreche diese Regelung aber nicht dem Gesetz über kommunale Zusammenarbeit. Diese sehe eine Verteilung aller entstehenden Kosten vor. Für die Stadt Rheinbach führt das dazu, dass sich die Kosten für die Adoptionsvermittlungsstelle von 7.300 auf 13.000 Euro pro Jahr fast verdoppeln.
Demnächst hat Rheinbach auch zwei neue Träger des Ehrenringes der Stadt. Einstimmig beschloss der Stadtrat, den beiden Ratsmitgliedern Ute Krupp (SPD) und Winfried Weingartz (CDU) diese Auszeichnung zuteilwerden zu lassen. Neben dem umfangreichen ehrenamtlichen Engagement der beiden soll damit auch die mehr als 20 Jahre andauernde Tätigkeit als Stadtmitglied gewürdigt werden, heißt es in der Begründung. Beide waren am 16. Oktober 1994 in das Gremium gewählt worden, so Raetz. Nun müssen noch die beiden Ringe hergestellt werden, was erfahrungsgemäß etwa sechs Wochen dauere, so dass die gemeinsame Verleihungsveranstaltung Anfang kommenden Jahres stattfinden soll.
JOST
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