CDU Frauen-Union Vallendar (FU)
Vallendarer Großprojekten auf der Spur zwischen Rheinufer und B 42
Die zweite Teilnehmergruppe erlebte eine leicht veränderte Führung.
Vallendar. Der eine Woche später angebotene zweite Spaziergang mit Anita Herr, stellvertretende Vorsitzende der FU und Erste Beigeordnete der Stadt, gestaltete sich ein wenig verändert.
Dazu begrüßte wieder Ulrike Kray, die Vorsitzende der CDU Frauen-Union, die interessierten Bürger.
Der leicht veränderte Ablauf begann diesmal in der Tiefgarage der Stadt- und Kongresshalle. Neben den Schranken weisen neuerdings zwei große Tafeln auf das Verbot des unberechtigten Zutritts hin. Anita Herr beschrieb die vielfältigen Probleme mit dem Vandalismus in der Tiefgarage und auf den Stufen zum Eingang der Halle.
Im Gegensatz zur ersten Führung war es diesmal, mangels Belegung, möglich, in das Foyer und in den großen Veranstaltungssaal zu gelangen. Dort begrüßte Frau Flick, die neue Geschäftsführerin der „Stadthallen GmbH“, die Gruppe. Der Duft des Holzparkettbodens begeistert immer wieder. Eine Besichtigung der Seminar-Räume in der obersten Etage ließ einen herrlichen Ausblick über den Bahndamm auf das bebaute Ufer von Niederwerth zu.
Im großen Saal bot sich die Gelegenheit, die gut platzierten Besucherinnen und Besucher zu fragen, ob sie das Logo und den Slogan der Stadt Vallendar kennen. Die Aufklärung erfolgte mit dem Geschenk des Flyers –genau wie bei der ersten Gruppenführung.
Die Entstehungsgeschichte zur Stadt- und Kongresshalle geht zurück auf den Hochschul-Rahmenvertrag aus dem Jahr 2008, mit dem die Standortsicherung für die WHU und die PTHV geschaffen werden sollte. Vorrangig belegt die WHU die Halle, die im Juni 2017 eingeweiht wurde, mit Kongressen, für die Klausuren und Feierlichkeiten. Die PTHV bekam auf Grund des Rahmenvertrages eine neue Zufahrt zur Hochschule gefördert.
Leider konnte die Gruppe nicht die Baustelle „Rheinufer Süd“ betreten, um den offengelegten Leerbach „kennenzulernen“. Die Bauarbeiter hatten die Baustelle mit dem umfangreichen Fuhrpark gut verschlossen. Herr Simon, Koordinator der Baufirma Sauer, war auch nicht mehr da.
Die Fertigstellung des Projektes ist zum Ende des Jahres 2022 geplant. Zum Glück gab das mitgebrachte Kartenmaterial Auskunft über den Bachaustritt in den Rhein. Die drei schon erstellten Mäuerchen gaben Orientierung.
Auch das Rheinufer Nord mit der Planung eines Parkhauses stand im Focus der Informationen zu den geplanten Großprojekten. „Das Parkhaus muss kommen“, wurde allen klar bei den weiteren Ausführungen von Anita Herr. Ein Parkhaus auf dem hochwasserfreien Gelände (ehemaliges Hafengelände) ist das Schlüsselprojekt für viele Folgeprojekte: z.B. zusätzliche Parkflächen für die Stadt- und Kongresshalle (bisher nur 67 Stellplätze), geordnetes Parken zur Entlastung der engen Innenstadt. Insbesondere der Verlust des Parkplatzes zwischen Bahnhof und LIDL Markt, der auch von den Firmen im Büroturm genutzt wird, muss kompensiert werden, wenn die im Eigentum des Investors befindliche Fläche mit dem Business Hub bebaut wird. Geplant sind Büro- und Gewerbeflächen in einem 6-stöckigen Gebäude mit einem Drogeriemarkt. Die zwei Parkdecks in der Tiefgarage decken die Stellplatzverpflichtung nicht ab. Die Verlagerung des Architekturbüros von Herrn Fries an den Ortsausgang von Vallendar Richtung Bendorf wird auch zusätzlichen Parkraum für die Mitarbeiter bedingen. Im Büroturm werden dadurch Flächen frei.
Die Thematisierung der hochwasserfreien Anbindung der Insel Niederwerth, oder, wie der Arbeitstitel bei der Bundesbahn lautet „Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs“, wurde zu einem Life-Event mit Interview: An der Bahnschranke, vor dem Bürogebäude des Schrankenwärters stehend, bot sich die Gelegenheit, den gerade diensthabenden Bahnmitarbeiter zu befragen. Er versicherte, dass rund um die Uhr Personal eingesetzt ist, das die Schranke bei Klingelruf öffnet. Das kann im Katastrophenfall, bei Bussen, die nicht durch das Viadukt passen, sowie insbesondere bei Hochwasser am Rheinufer notwendig sein. Ab 6,50m sind die Niederwerther immer noch auf diese Schranke für den Zugang zum Festland angewiesen. Dieses Personal kann die DB einsparen, wenn Niederwerth mit dem Überführungsbauwerk über die Bahnlinie hochwasserfrei angebunden ist. Der Bahnangestellte wusste, dass sein Job durch das Projekt nicht für die Ewigkeit Bestand hat.
Zum guten Ende der Informationen vor Ort gehörte auch die hoffnungsvolle Vision, dass der Bahnhof im Jahre 2027 barrierefrei sein wird. Durch die Formulierung einer gemeinsamen Resolution von Stadt- und Verbandsgemeinderat, gerichtet an das zuständige Ministerium, erlangte die Stadt die Aufnahme in die Maßnahmenliste zur Umgestaltung des Bahnhofs. In der Folge könnte der beschrankte Bahnübergang zurückgebaut werden, weil das Überführungsbauwerk inzwischen die Insel Niederwerth dann hochwasserfrei angebunden hätte.
Bilder, Skizzen und Pläne ergänzten die aktuellen Informationen.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind nun gespannt, was zuerst fertig oder wenigstens in Angriff genommen wird.
Zum Schluss wies Frau Herr darauf hin, dass Herr Stadtbürgermeister Heitmann weitere Projekte vermutlich im November in einer Einwohnerversammlung vorstellen werde.
Pressemitteilung CDU Frauen-Union Vallendar (FU)
Die Planzeichnungen zur Gestaltung des "Rheinufers Süd" waren diesmal besonders hilfreich, weil die Baustelle abgeschlossen war.
