Politik | 29.10.2017, 11:58 Uhr

Ortsverbändekonferenz des Sozialverbandes VdK Kreisverband Ahrweiler tagte in Antweiler

VdK startet Unterschriftenaktion

(v.li.) VdK Kreiskassenverwalter Heinz Langer, ERGO Regionaldirektion Patrick Wilbois, Kreisverbandsvorsitzender Heinz-Wilhelm Schaumann, Ortsverbandsvorsitzender Josef Neunzig, Ortsbürgermeister Peter Richrath.UM
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Antweiler. Der Kreisverbandsvorsitzende Sozialverband VdK Kreis Ahrweiler Heinz-Wilhelm Schaumann, hatte die VdK Ortsverbände im Rahmen der Herbstkonferenz der Ortsverbände nach Antweiler ins Gemeindehaus eingeladen. Hier wurden die Konferenzteilnehmer von Ortsbürgermeister Peter Richrath als Hausherr begrüßt sowie vom örtlichen VdK Ortsverbandsvorsitzenden Josef Neunzig. Da der Landesverbandsvorsitzende Willi Jäger nicht persönlich teilnehmen konnte, sendete er sein Grußwort in einer Videobotschaft. Nach den Regularien startete der Kreisverbandsvorsitzende Schaumann offiziell eine Unterschriftenaktion für eine Pflege-Abfalltonne ohne Kosten und Diskriminierung. Zum 1. Januar 2018 soll im Kreis Ahrweiler ein neues Abfallwirtschaftskonzept eingefügt werden, das vorsieht, dass die schwarze Restmülltonne nicht mehr wie bisher alle zwei Wochen geleert wird, sondern künftig nur noch maximal alle vier Wochen. Im Detail sollen sogar in der Jahresgebühr nur noch sechs Leerungen der Restmülltonne pro Jahr inbegriffen sein und ab der siebten Leerung fallen zusätzliche Kosten an. Zudem soll neu eine zusätzliche kostenpflichtige Pflegetonne eingeführt werden. Der VdK-Kreisverbandsvorsitzende wies darauf hin, dass von einem Pflegefall betroffene Haushalte durch dies Änderung doppelt belastet, ja sogar benachteiligt würden. Einerseits werde die Restmülltonne teurer und viel seltener geleert und andererseits müsse man bei größerem Restmüllaufkommen, wie bei einem Pflegefall, der häuslich betreut werde, nochmals für eine Pflegetonne draufzahlen. Zudem sei die Pflegetonne mit ihrem farblich anders als die Restmülltonne gekennzeichneten Deckel ein Element für Diskriminierung, da damit künftig sichtbar vor der Haustür ein Hinweis darauf sei, dass im betroffenen Haushalt ein Pflegefall vorliege. Hier könnten auch schnell Rückschlüsse und Mutmaßungen über eventuelle Sozialtransferleistungen entstehen. Daher bekräftigte der VdK-Kreisverband gemeinsam mit seinen 23 Ortsverbänden bei der Ortsverbändekonferenz die beiden Forderungen nach einer kostenfreien und neutralen Gestaltung der Pflegetonne. Um gegenüber den politischen Entscheidungsträgern im Kreis Ahrweiler diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, wurde die VdK Unterschriftenaktion gestartet, an der sich alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen können.

UM

(v.li.) VdK Kreiskassenverwalter Heinz Langer, ERGO Regionaldirektion Patrick Wilbois, Kreisverbandsvorsitzender Heinz-Wilhelm Schaumann, Ortsverbandsvorsitzender Josef Neunzig, Ortsbürgermeister Peter Richrath.Foto: UM

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