Politik | 22.11.2023

IHK-Regionalbeirat Neuwied diskutiert Fachkräfteeinwanderungsgesetz und Konjunkturumfrage

Verbesserte Rahmenbedingungen gefordert

Die Mitglieder des IHK-Regionalbeirats Neuwied trafen sich Mitte November zu ihrer Herbstsitzung.  Foto: IHK

Kreis Neuwied. Die Mitglieder des IHK-Regionalbeirats Neuwied trafen sich Mitte November zu ihrer Herbstsitzung in den Räumlichkeiten der Holzwerke van Roje GmbH & Co. KG in Oberhonnefeld-Gierend. Im Fokus der Diskussion standen die Weiterentwicklungen im Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) sowie die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen im Landkreis Neuwied.

Eine zentrale Neuerung im Fachkräfteeinwanderungsgesetz ist die Einführung der Chancenkarte, die ausländischen Fachkräften erlaubt, mit anerkannten Abschlüssen aus ihren Herkunftsländern in Deutschland nach Stellen zu suchen. Des Weiteren ermöglicht die Anerkennungspartnerschaft Fachkräften bereits während des Anerkennungsprozesses, in Deutschland zu arbeiten. Die Regelungen für Engpassberufe werden erweitert und erfahrene Fachkräfte können ohne Anerkennung in Deutschland tätig werden, sofern ein festgelegtes Bruttomindestgehalt (40.000 Euro) nachgewiesen wird. Kleine Änderungen wie die vereinfachte Zugangsmöglichkeit zur Blauen Karte EU und die Entfristung der Westbalkan-Regelung sind ebenfalls Bestandteil der Gesetzesnovelle. Diese Maßnahmen treten schrittweise ab dem Frühjahr 2024 in Kraft.

„Die Weiterentwicklung des Fachkräftegesetzes eröffnet den Unternehmen zahlreiche Chancen. Die Einführung der Chancenkarte und Anerkennungspartnerschaft schaffen ein attraktives Umfeld für ausländische Fachkräfte, während die Erweiterung der Engpassberufe und die Möglichkeit für erfahrene Fachkräfte, ohne Anerkennung zu arbeiten, die Flexibilität der Unternehmen stärken. Diese Gesetzesänderungen sind ein wichtiger Schritt, um den Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu steigern“, kommentiert die IHK-Vizepräsidentin Maren Hassel-Kirsche.

Kristina Kutting, IHK-Regionalgeschäftsführerin für die Landkreise Altenkirchen und Neuwied, fasste die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage aus dem Herbst 2023 und die Details aus dem Landkreis Neuwied zusammen: „Der deutliche Rückgang des Konjunkturklimas im Landkreis Neuwied im Herbst 2023 zeigt die dynamische Natur der Wirtschaftslage. Dennoch ist es ermutigend zu sehen, dass die Unternehmen in dieser Region eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber den externen Herausforderungen zeigen.“

Mit Blick auf den Wirtschaftsstandort Deutschland mahnte der Beiratsvorsitzende Dr. Kai Rinklake: „Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland an Attraktivität verliert, während die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Ausland deutlich günstiger sind. Diese Diskrepanz führt dazu, dass viele Unternehmen ihre Produktionsstätten oder sogar ihre gesamten Standorte ins Ausland verlagern. In Anbetracht dieser Situation ist ein dringender Handlungsbedarf seitens der Politik erforderlich, um verbesserte Rahmenbedingungen zu schaffen. Es ist an der Zeit, Maßnahmen zu ergreifen, die den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder wettbewerbsfähiger machen.“

Seinerseits blickt der Beirat erwartungsvoll auf kommende gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen. Geplant sind unter anderem Kooperationen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Neuwied im Rahmen der IHK-Unternehmergespräche, der Beteiligung an der Neuwieder AusbildungsmessePlus in der David-Röntgen-Schule in Neuwied sowie regelmäßige Netzwerktreffen des Jungen Unternehmernetzwerks Neuwied.

Informationen zu den Weiterentwicklungen im Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) finden sich auf www.ihk.de/koblenz unter Eingabe der Nr. 4731716 im Suchfeld. Pressemitteilung

IHK-Regionalgeschäftsstelle Neuwied

Die Mitglieder des IHK-Regionalbeirats Neuwied trafen sich Mitte November zu ihrer Herbstsitzung. Foto: IHK

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Innovatives rund um Andernach
Angebotsanzeige (April)
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
21

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2284

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Anzeige "Rund ums Haus"
Kleinanzeigen
Oster-Anzeige
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anlagenmechaniker
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft
Stellenanzeige mehrere Stellen
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Ostergrußanzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern