Politik | 22.11.2017

Schulausschuss beschäftigt sich mit Museum

Vermietungskonzept Jungholzhalle diskutiert

Meckenheim. Der Schulausschuss der Stadt Meckenheim ist von seiner Größe und seiner Themenvielfalt einer der buntesten. Neben den Schulen mit all ihren Problemen fallen auch die Bereiche Sport und Kultur in dessen Zuständigkeit. Dass sich Meckenheim gerne als sportliche Stadt präsentiert, dürfte sich herumgesprochen haben, aber auch als Kulturstadt. In der Apfelstadt gibt es nämlich dazu das eine oder andere zu entdecken. Ein besonderes Kleinod stellt dabei das Heimatmuseum im ehemaligen Herrenhaus in Altendorf-Ersdorf dar. Museumsleiter Dieter Ohm unterrichtete in der vergangenen Woche die Mitglieder des Ausschusses über den aktuellen Stand der Dinge. So schafft man es mit den ehrenamtlichen Helfern regelmäßig das Museum sonntags zwischen 11 und 17 Uhr zu öffnen und hat im Schnitt rund 20 Besucher. Diese kommen aber nicht nur aus Meckenheim sondern überwiegend von auswärts, insbesondere aus der Grafschaft, Köln oder Bonn. Insgesamt konnte man jetzt den 4000 Besucher begrüßen und man ist stolz darauf, dass man seit fünf Jahren nun eine kleine, aber feine feste Ausstellung über die Stadtgeschichte Meckenheims präsentieren kann. Auch der Trägerverein kann sich über 50 Mitglieder freuen, wobei der Jahresbeitrag von 30 Euro auch noch steuerlich absetzbar ist. Zusätzliche Mitglieder und Förderer sind daher auch gerne gesehen. Regelmäßig nimmt der Museumsverein an Kulturtagen teil und erstmals hat man in diesem Jahr sich ganz bewusst auch am Blütenfest der Stadt Meckenheim beteiligt. Ganz wichtig ist dem Verein auch der gute Kontakt zu Künstlern aus der Apfelstadt und Umgebung, denen hier die Möglichkeit zu einer professionellen Ausstellung ihrer Werke geboten wird. Ebenfalls eine gute Resonanz haben die bisher erschienen vier Bände zur Stadtgeschichte von Meckenheim gefunden. Dabei lässt sich nachweisen, dass Meckenheim auf eine lange historische Vergangenheit zurückblicken kann, denn bereits 6.000 vor Christus waren Ansiedlungen hier vorhanden. Ganz praktisch stellte Dieter Ohm fest, dass die neuen Fahrradständer am Museum hervorragend angenommen werden und würde sich von der Stadt wünschen, wenn das Museum auch in den Stadtplänen als solches erwähnt werden würde und entsprechend gekennzeichnet wäre.

„Fitnessprogramm der besonderen Art“

Mit Problemen ganz anderer Art hatte sich Fachbereichsleiterin Susanne Zwicker mit der neuen Jungholzhalle rumzuschlagen. Denn die Inventarisierung des Mobiliars erwies sich als Fitnessprogramm der ganz besonderen Art. Gemeinsam mit Desiree Bergmann hieß es jeden Stuhl und jeden Tisch in die Hand nehmen und prüfen. Das bedeutet 800 Stühle und 200 Tische überprüfen und gegebenenfalls ausbessern. Auch gilt es die Halle fit zu machen für eine entsprechende Vermarktung. Hierzu hat man den Bonner Agenturinhaber Erwin Ruckes beauftragt, der den Politikern einen bunten Strauß von Möglichkeiten präsentierte. Ziel ist es die Halle zu 80 Prozent zu vollen Kosten zu vermieten und zu 20 Prozent an Vereine und Institutionen der Apfelstadt. Wobei Susanne Zwicker feststellte, dass es auch für die Vereine keine kostenlose Nutzung geben wird, die Selbstkosten für Reinigung, Strom und Wasser werden immer auf den Nutzer umgelegt. Nach den vorläufigen Planungen dürfen sich die Meckenheimer auf einen Schlagerabend, diverse Märkte, Kleinkunst und auch auf Public Viewing anlässlich der Fußball-WM in der neuen Halle freuen.

Kleiner Effekt am Rande, wie die Verwaltung betonte. Für jede neue Art und Form der Bestuhlung muss ein neuer Bauantrag eingereicht und bewilligt werden, der sich vor allem am Thema Brandschutz orientiert. Und es gibt durchaus Nachfrage nach der neuen Halle, und auch für die Verwaltung bedeutet dies vielfaches Lernen. Denn ein Veranstalter interessierte sich in der Anfrage sehr für die Statik und die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion.

Da passte es in die Tagesordnung, dass der Erste Beigeordnete Holger Jung auch noch über die Aktivitäten des Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 berichtete. Der Rhein-Sieg-Kreis will sich hierbei unter dem Motto „Beethoven draußen“ profilieren. Daran wird sich auch die Stadt Meckenheim beteiligen.

STF

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