Politik | 16.07.2020, 13:26 Uhr

Leserbrief in der Sache der Abwahl des Bürgermeisters Michael Mang

Vertrauensbekundung gegenüber dem Bürgermeister Michael Mang

Ich gebe als wahlberechtigter Bürger dieser Stadt zu Protokoll, dass Michael Mang anhaltend mein Vertrauen auch in seiner Position als Bürgermeister besitzt. Des Weiteren erwarte ich von ihm in dieser Position sogar ausdrücklich, dass er überparteilich handelnd die Realitäten der Mandatsverteilung im Stadtrat höher gewichtet als den Kommunikationsbann der SPD gegenüber der AfD. Eine Wertung deren Missbilligungswürdigkeit sehe ich darin nicht, da hier meines Erachtens schlicht dem Bürgervertrauen in seine Amtsführung der Vorrang vor der Parteiräson zu geben ist.

Was war man bei der Unterbringung der Flüchtlinge vor wenigen Jahren doch noch stolz auf den frischen jungen damaligen Sozialdezernenten Michael Mang. Nun aber werden wir - da die Position des hauptamtlichen Bürgermeisters einer Mittelstadt nicht unbesetzt bleiben kann - noch in diesem Herbst die Antwort auf die „Cui-Bono-Frage“ erhalten, zum Zwecke welcher neuen Hoffnungsträgerkarriere(n) seine schmählich-fadenscheinige Demontage denn wohl so unverzichtbar ist.

Zum einen beklage ich die Missachtung des Rechtsgrundsatzes, dass aus der noch nicht erfolgten gerichtlichen Würdigung des Verhaltens von Bürgermeister Michael Mang in der Sache GSG / Boberg die Konsequenz der anhaltenden Unschuldsvermutung zu ziehen wäre. Und zum anderen beschämt mich das Vergessen der einstigen „Willy wählen“ - SPD gegenüber der Haltung, nicht tragbaren Auffassungen einer politischen Gruppierung nach der Parole „Wandel durch Annäherung“ entgegenzutreten. Eine Verabscheuung der AfD sollte man dann aber zumindest nicht als Instrument benutzen, einen eigenen Kameraden „by friendly fire“ waidwund zu schießen.

Thies Joachim Hoffmann,

Neuwied

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