Bundestagskandidat Martin Metz war auf Tour in Rheinbach
Vom „Milchbüdchen“ zur Biogasanlage
Rheinbach. Martin Metz, der Direktkandidat der Grünen für die Bundestagswahl, verbrachte einen politischen Tag in Rheinbach. Der Ortsverband Rheinbach der Partei Bündnis 90/Die Grünen mit Vorstandssprecherin Deborah Rupprecht hatte die Tour organisiert. Mit dabei waren auch die Ratsmitglieder Joachim Schollmeyer und Heribert Schiebener sowie weitere Rheinbacher Politiker der Partie Bündnis 90/Die Grünen.
Am „Milchbüdchen“ des Hofs Becker in Flerzheim startete der Tag mit einem Frühstück unter dem Motto „Martin Metz gibt eine Milch aus“. Interessierte Bürger informierten sich bei frisch gezapfter Milch und einem kleinen Frühstück über die Ziele bei der Bundestagswahl. Weitere Politiker der Grünen aus der Region waren ebenfalls gekommen, unter anderem die Fraktionsvorsitzenden aus Alfter, Wilhelm Windhuis, und aus Meckenheim, Anita Orti.
Für Metz war besonders das Gespräch mit der Familie Becker aufschlussreich: „Wir brauchen auch die konventionelle Landwirtschaft als Partner, gerade die kleinen und mittelständischen Betriebe, um Nahrungsmittel in guter Qualität zu produzieren, Tierhaltung zu verbessern und Kulturlandschaft zu pflegen. Die Agrarmärkte müssen wir noch stärker in den Blick zu nehmen. Nur mit auskömmlichen Preisen für Lebensmittel und fairen Wettbewerbsbedingungen in Europa wird sich die gesamte Landwirtschaft besser und nachhaltig aufstellen können. Dass es sich dafür zu kämpfen lohnt, zeigt auch die regionale Vermarktung: Die frische Milch vom Hof Becker schmeckt großartig.“
Eine weitere Station der Tour war Wormersdorf, wo die engagierte sozialdemokratische Kreistagsabgeordnete Ute Krupp über den aktuellen Stand des Lärmschutzes an der A 61 informierte. „Der Landesbetrieb Straßen.NRW darf Lärmschutz nicht als letzte Priorität behandeln. Der Ausbau von Verkehrsinfrastruktur wird nur akzeptiert, wenn die direkten Anwohner nicht leiden. Bald steht an der A 61 die nächste Baumaßnahme an, der Ausbau auf sechs Spuren. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass für den Ausbau der A 61 ein Masterplan mit Kommunen, Verbänden und Bürgerinitiativen gemeinsam erarbeitet wird“, so Metz.
Ein besonderer Gast
An der dritten Station des Tages, dem Rheinbacher Bahnhof, wurde ein besonderer Gast begrüßt: Hans-Werner Ignatowitz, Bundestags-Direktkandidat im Kreis Euskirchen, stieß zur Gruppe dazu. Gemeinsam besprachen die beiden Verkehrspolitiker Ignatowitz und Metz Perspektiven für die Voreifelbahn und sprachen sich für einen Ausbau und eine Elektrifizierung aus, möglichst direkt durch die bundeseigene DB.
Zum Abschluss „entführte“ der Gast aus Euskirchen die Gruppe auf sein heimatliches Terrain. Dort gab es weniger Erfreuliches zu sehen: Direkt hinter der Stadtgrenze von Rheinbach befindet sich seit einigen Jahren eine riesige Puten-Mastanlage, die sich beide aus der Nähe ansehen wollten. Riesige Gebäude, keine Fenster. In Zusammenhang mit einer Biogasanlage und dem Ausbringen von Gärresten könnte es auch zu Gefährdungen des Trinkwassers kommen. Metz: „Wir brauchen einen Wechsel zu einer nachhaltigen und tierfreundlichen Landwirtschaft. Das ist gut für Tiere und für die Umwelt. Das geht nur auf Ebene des Bundes und Europas.“
Nach einem langen Tag zog Deborah Rupprecht Bilanz: „Der Tag mit Martin Metz war spannend und aufschlussreich. Es gibt hier bei uns viele Herausforderungen für gute Landwirtschaft, mehr Umweltschutz und grüne Mobilität. Viel ist möglich, wenn wir diese Herausforderungen annehmen. Und viel ist möglich, wenn wir eine starke und mutige Stimme in Berlin haben. Martin Metz kann das. Ich freue mich, dass er sich Zeit für unsere Aktivitäten in Rheinbach genommen hat.“
Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grünen,
Ortsverband Rheinbach
