Förderverein Frauenhaus Ahrweiler braucht neue Mitstreiter und finanzielle Unterstützung
Vorstand um Elisabeth Groß bestätigt
Sinzig. „Wir freuen uns, dass wir auch im sechsten Jahr sagen können, dass die Arbeit des Fördervereins wie auch des Trägervereins dafür gesorgt hat, das Frauenhaus zu erhalten“ - mit diesen Worten eröffnete Elisabeth Groß die Mitgliederversammlung des Fördervereins Frauenhaus Ahrweiler in der Westumer Gaststätte „Zur Post“. Aufgabe des Fördervereins ist es, den Trägerverein Frauen für Frauen mit Frauenhaus, Frauenberatungsstelle und Kinderladen Ariadne in Bad Breisig zu unterstützen. 15 der aktuell 43 Fördervereinsmitglieder - vier Gemeinden zählen zum Verein - hatten sich eingefunden, um informiert zu werden und den Vorstand neu zu wählen. Als Gäste waren auch drei Mitglieder des Trägervereins der Einladung zur Versammlung gefolgt. Zuerst vernahmen sie den Rechenschaftsbericht der Vorsitzenden und den Bericht der Schatzmeisterin Hildegard Unger über die Finanzen, welche 2015 einem Überschuss von 15 300 Euro aufwiesen. Kassenprüfer Wolfgang Groß attestierte der Schatzmeisterin eine tadellose Kassenführung. Nach der Entlastung des Vorstandes wurden in der von Wolfgang Groß geleiteten geheimen Wahl die Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt, außer Beisitzerin Bea Böhm, die nicht mehr kandidierte. Georg Tschida nimmt ihren Platz ein. Neben ihm gehören nun wie schon zuvor zum Vorstand die Vorsitzende Elisabeth Groß, die Zweite Vorsitzende Reinhild Kobold, Schatzmeisterin Hildegard Unger, Schriftführer Martin Eggert sowie die Beisitzer Caro von Ostrowski und Andrea Hörsch-Hansen.
„Knappe Ressourcen“
Wie Elisabeth Groß stolz mitteilte, hat der Verein 2015 dem Frauenhaus 25.000 Euro zur Verfügung gestellt; eine hohe Summe, durch die alle finanziellen Defizite ausgeglichen wurden, zugleich eine Spende, die in der Höhe so schnell nicht wieder erreicht werde. Die Vorsitzende beklagte jedoch „knappe Ressourcen“. Vorhandene Mittel reichten weder für die laufenden Kosten, noch für Instandsetzungen. Daher die Bitte: „Werben Sie für den Förderverein, damit wir neue Mitglieder gewinnen und unsere finanzielle Basis für das Frauenhaus größer wird“. Groß legte dar, dass der Förderverein Projekte zugunsten der Frauen und ihrer Kinder im Frauenhaus mitfinanzieren will. Laufende Kosten sollten indes nach Sicht des Vorstands durch Kreis- und Landeszuschüsse sowie Einnahmen des Trägervereins, wie Spenden und Erträge aus dem Kleiderladen „Ladylike“, abgedeckt werden. Derzeit sammeln die Förderer zur Erneuerung der maroden Heizungsanlage, für die sie bereits die 5000-Euro-Spende des Lions Club vom Februar bestimmten. Insgesamt 13.000 Euro ließ der Verein in diesem Jahr dem Trägerverein zukommen, davon 10.000 Euro zur Schuldentilgung des Frauenhaus-Kaufes und 3000 Euro für laufende fixe und variable Kosten. Zur Spende trugen Aktivitäten des Fördervereins in 2015 bei: beim Fest der guten Laune in Bad Neuenahr und beim Remagener Jakobsmarkt sowie Unterstützung des Trägervereins mit selbstgemachten Marmeladen, Kerzen und mehr für den Weihnachtsmarkt in Ahrweiler, Herbstmarkt und Weihnachtsmarkt in Neuwied. Enthalten sind auch Spenden etwa von Kreissparkasse, Volksbank, Katholische Frauen Bengen, Amtsgericht Bonn und Sinzig, Verein „Wir helfen“, Petras Lädchen und Rudi Altig. Bußgelder des Bonner Amtsgerichts blieben wohl künftig aus, da der zuweisende Richter in Pension gegangen sei, erläuterte Groß.
Socken stricken für den Basar
2016 will der Verein wieder am Gute-Laune-Fest teilnehmen und, falls sich genug Helfer melden, auch am Jakobsmarkt und am Dernauer Martinsmarkt. Fest geplant ist die Mithilfe beim Barbarossamarkt des Vereins „Wir helfen“ in Sinzig. „Denn das sichert dem Trägerverein eine große Spende, die er dringend benötigt“, so Groß. Sie teilte der Versammlung mit, dass es eine einvernehmliche erste Besprechung mit dem im November 2015 neu gewählten Vorstand des Trägervereins des Frauenhauses gegeben habe. Die Anwesenden ermunterte sie zu reger Beteiligung an den Aktivitäten des Fördervereins. Mit ihrem Aufruf an Vereinsmitglieder und -Freunde zum Stricken von Socken erntete sie ein Schmunzeln. Doch ist die Fußbekleidung als begehrter Basar-Artikel eine sichere Einnahmequelle.
