Politik | 28.04.2020

Forstamt Adenau bittet um Einhaltung der Regeln zum Schutz vor Waldbrand

Waldbrandgefahr steigt – Vorsicht beim Waldbesuch

Aus einer achtlos weggeworfenen Zigarette kann sich rasch ein Waldbrand entwickeln. Foto: Landesforsten Rheinland-Pfalz / Jonathan Fieber.

Kreis Ahrweiler. Seit fast sechs Wochen fiel kaum ein Tropfen Regen. In der oberen Waldbodenschicht herrscht – nach zwei Dürrejahren in Folge und trotz reichlicher Winterniederschläge – schon wieder akuter Wassermangel. „Mit dem sonnig-warmen Wetter der vergangenen Tage ist die Waldbrandgefahr deutlich angestiegen“, warnt Markus Noack vom Forstamt Adenau. Hinzu kommt ein hoher Anteil von abgestorbenen trockenen Baumteilen, die Stürme und Borkenkäferbefall der vergangenen Monate hinterlassen haben. Die trockenen Blätter und Nadeln bieten für aufflammende Feuer eine ideale Nahrung. Der Deutsche Wetterdienst weist für die Region Ahrgebirge bereits die zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe aus.

„Die Forstleute, die Feuerwehr und die Polizei sind beim Waldschutz auf die Mithilfe der Waldbesuchenden angewiesen“, so der Appell des Forstamtes. Deshalb gilt: Jede, auch kleinere Rauchentwicklung außerhalb der Siedlungsgebiete sollte über den Notruf 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei) gemeldet werden. Die Angabe der im Wald beschilderten Rettungspunkte erleichtert die rasche Bekämpfung. Sie befinden sich häufig an Wegekreuzungen oder markanten Punkten und sind als grüne Tafeln mit weißem Kreuz und einer Rettungspunktnummer gut erkennbar.

Natürlicher Waldbrandschutz durch naturnahe Wälder

Besonders brandgefährdet sind Nadelholzreinbestände mit trockenem Unterholz. Die Forstleute in Rheinland-Pfalz betreiben jedoch seit Jahrzehnten naturnahe Waldbewirtschaftung mit einem hohen Laubholzanteil. Dadurch haben sie einen natürlichen Waldbrandschutz geschaffen. Großflächige Brände wie in Schweden oder Südeuropa sind im Waldgebiet Ahreifel nicht zu befürchten. „Wir setzen auf artenreiche, vielfältige und strukturreiche Mischwälder. Den Laubbaumanteil bauen wir Zug um Zug aus. Dabei nutzen wir die natürliche Ansamung von Bäumen und pflanzen bei Bedarf weitere Mischbaumarten hinzu“, erläutert Noack. Als sogenannte „Vorausverjüngung“ sieht man häufig bereits Buchen unter reinen Fichten wachsen. Gruppenweise anstatt flächiger Pflanzung und die Bewirtschaftung in kleineren, ungleichmäßigen, vielfältigeren Flächeneinheiten sind weitere Maßnahmen der naturnahen Waldbewirtschaftung, die im Forstamt Adenau umgesetzt werden.

Waldbesuchende werden um Vorsicht gebeten

Wälder mit starkem Besucherandrang wie im Gebiet der Mittelahr sind stärker brandgefährdet. Rund 90 Prozent aller Wald- und Flurbrände gehen auf unvorsichtigen Umgang der Menschen mit offenem Feuer im Wald und in Waldesnähe zurück. Deshalb weist das Forstamt Adenau gemeinsam mit den Feuerwehren eindringlich alle Naturfreunde auf folgende Verhaltensregeln beim Waldbesuch hin:

• Das Rauchen im Wald ist strengstens verboten, machen Sie Raucher höflich darauf aufmerksam.

• Das Grillen und Anlegen offener Feuer ist im Wald und in Waldesnähe verboten. Bitte ausschließlich offizielle Grillplätze unter Einhaltung der Maßnahmen zum Schutz vor Corona benutzen und auch hier ist größte Vorsicht wegen Funkenflug geboten. Eine besondere Gefahr geht von den flexiblen Einmalgrills aus.

• Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze; trockene Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren unter den Autos entzünden!

• Auch Glasscherben stellen über den „Lupeneffekt“ eine erhebliche Brandgefahr dar.

• Halten Sie alle Zufahrten zu Wäldern und die Waldwege für die Rettungsfahrzeuge vollständig frei.

Pressemitteilung

Forstamt Adenau

Aus einer achtlos weggeworfenen Zigarette kann sich rasch ein Waldbrand entwickeln. Foto: Landesforsten Rheinland-Pfalz / Jonathan Fieber. Foto: Bei Verwendung, Nennung von Land

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