Politik | 09.11.2020

Leserbrief zum Artikel „Vor 50 Jahren entstand die neue Stadt Neuwied“, Ausgabe 45

Warum würdigte die neue Stadt Neuwied ihr 50-jähriges Bestehen lediglich in einer Pressemitteilung?

Am 7. November 1970 wurde die heutige Stadt Neuwied neu gegliedert. Es wurden seinerzeit der neuen Stadt 11 - vorher selbstständige, räumlich angrenzende, Kommunen - zugeordnet. Zuvor waren bereits Heddesdorf ab April 1904 und Irlich seit Juni 1969 Stadtteile von Neuwied geworden.

Per Pressemitteilung vom Anfang November 2020 hat die „neue“ Stadt Neuwied auf ihr 50-jähriges Bestehen nach den letzten Eingemeindungen hingewiesen. Ein solch klassisches Jubiläum einzig und allein in dieser Form darzustellen, halte ich nicht für angemessen und auch nicht dem Anlass entsprechend für würdig und geboten.

In einer Stadt, die 50 Jahre Vergangenheit kennt, sind die Spuren des Lebens und viele schöne und viele weniger schöne Geschichten verborgen. So auch in Neuwied, und dies nicht nur während meiner Zugehörigkeit zum Stadtrat dieser Stadt von 1984 bis 2004.

Mir ist schon bewusst, dass Feierlichkeiten in festlicher Form aufgrund der aktuellen Coronapandemie nicht möglich gewesen wären. Eine Abfrage im Internet hat mir aber schnell gezeigt, dass es sehr wohl viele Kommunen in Deutschland gibt, die zeigen, wie man auch in Corona-Zeiten, unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger alternative Aktivitäten anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums einer Stadt rechtzeitig und vorausschauend entwickelt und auch realisiert. Bei meiner Recherche bin ich diesbezüglich zum Beispiel direkt fündig geworden auf den jeweiligen Homepages der Städte Norderstedt, Viersen, Wetter und Willich. Es ist also zu konstatieren, dass andere Städte ihren 50. Geburtstag weitaus eindrucksvoller öffentlich gestalten, als dies die Stadt Neuwied vornimmt.

Der Tag des Stadtjubiläums ist nicht vom Himmel gefallen. Man (Zum Beispiel: - Stadtvorstand, - Ältestenrat, - Stadtarchiv, - Fraktionen, - Pressebüro, - Amt für Stadtmarketing, - Ausschuss für Kultur, Marketing und Tourismus) hätten meines Erachtens rechtzeitig diesen Termin – schon vor der Coronapandemie beginnend - auf „dem Schirm“ haben müssen, um das goldene Jubiläum innerhalb und außerhalb der Stadt durch verschiedene Maßnahmen und unterschiedliche Aktivitäten gebührend öffentlichkeitswirksam darzustellen.

Dieses Unterlassen/Verhalten drückt meines Erachtens keine oder nur eine geringe Wertschätzung für Personen und Institutionen aus, die sich zum Teil über Jahrzehnte für und um das Wohlbefinden/Wohlempfinden in dieser „neuen“ Stadt Neuwied in unterschiedlichen Funktionen verdient gemacht haben.

Horst Hartstang,

Neuwied-Heimbach-Weis

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