Politik | 07.07.2020

SmartQuart – Reallabor der Energiewende

Wasserstoffquartier Hy-Zell Kaisersesch: Die Zukunft ist hier.

Bürgermeister Albert Jung ( Mitte), Projektleiter Uwe Diederichs-Seidel und Projektassistentin Nicole Sesterhenn sehen in dem Projekt eine zukunftsweisende Entwicklung für alle ländlichen Regionen, denn das Projekt ist übertragbar und gewährleistet, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt. Foto: Verbandsgemeinde Kaisersesch

Kaisersesch. Seit Anfang des Jahres ist das vom Bundministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt SmartQuart mit vielen Kooperationspartnern und drei Stadtquartieren in der ersten Phase der Koordinierung. Ziel des Projektes ist es, den Einsatz fossiler Energieträger (Gas, Kohle und Öl) in den Projektquartieren weitgehend überflüssig zu machen. Es soll zeigen, dass eine klimaneutrale Energieversorgung sowohl technisch als auch wirtschaftlich umsetzbar ist.

In Kaisersesch, Essen und Bedburg werden dafür einzelne Stadtquartiere jeweils in sich und miteinander vernetzt. So sollen sich die unterschiedlich strukturierten Quartiere im systemischen Verbund nachhaltig und wirtschaftlich ergänzen und Energie untereinander austauschen. Die Konzepte sollen Modellcharakter für ganz Deutschland haben.

Projektbeginn für das Wasserstoffquartier Hy-Zell Kaisersesch war der 1. April 2020. Aufgeteilt in drei Phasen – Planung 2020 bis 2021 | Bau 2022 | Testbetrieb/Anwendung 2023 bis 2024 – hat das Projekt eine voraussichtliche Laufzeit von fünf Jahren. Bürgermeister Albert Jung, Projektleiter Uwe Diederichs-Seidel und Projektassistentin Nicole Sesterhenn sehen in dem Projekt eine zukunftsweisende Entwicklung für alle ländlichen Regionen, denn das Projekt ist übertragbar und gewährleistet, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt.

SmartQuart repräsentiert typische Quartiere von niedrig verdichteten ländlichen bis hin zu sehr hoch verdichteten städtischen Räumen. Durch die Abbildung dreier für Deutschland typischer Räume sind die Konzepte auf andere Quartiere übertragbar. In den drei Stadtquartieren beteiligen sich Bewohner, Energieversorger sowie lokale Technologieanbieter an der Umsetzung von SmartQuart.

Die Stadtquartiere

Bedburg - Elektrisches Quartier: Hier wird die erzeugte regenerative Energie effizient genutzt und gespeichert oder anderen Quartieren bilanziell übertragen. Essen- Urbanes Quartier: Hier werden Quartierspeicher, energetisch optimierte Gebäude, eine vernetzte Infrastruktur und innovative Mobilitätskonzepte dargestellt und umgesetzt. Kaisersesch - Wassersstoffquartier Hy-Zell Kaisersesch: In Kaisersesch wird der Wasserstoff mit dem lokal erzeugten Strom (aus Windkraft und Solarenergie) zur Produktion des Wasserstoffs genutzt. Dieser sogenannte grüne Wasserstoff wird dabei über einen Elektrolysator produziert und mit einem LOHC (liquid organic hydrogen carrier = flüssiger organischer Wasserstoffträger) sicher speicherbar gemacht. Dadurch ist der Wasserstoff nicht brennbar und kann gefahrenlos transportiert werden. Der grüne Wasserstoff kann von Unternehmen genutzt werden. Ziel ist auch, die Linie 713 zwischen Cochem und Kaisersesch mit einem durch Wasserstoff betriebenen Bus (ÖPNV) zu bedienen. Der Überschuss des Wasserstoffs soll gespeichert und transportierbar gemacht werden. So erscheint es nicht unrealistisch, wenn auch Zugstrecken der Region, wie von Andernach nach Kaisersesch, in Zukunft mit Brennstoffzellenzügen befahren werden.

Pressemitteilung

Verbandsgemeinde Kaisersesch

Infografik: E.ON SE

Infografik: E.ON SE

Bürgermeister Albert Jung ( Mitte), Projektleiter Uwe Diederichs-Seidel und Projektassistentin Nicole Sesterhenn sehen in dem Projekt eine zukunftsweisende Entwicklung für alle ländlichen Regionen, denn das Projekt ist übertragbar und gewährleistet, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt. Foto: Verbandsgemeinde Kaisersesch

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