Politik | 14.06.2022

„KAHR“-Projekt erarbeitet klimaangepasste und zukunftssichere Strukturen

Wiederaufbau: Wissenschaft und Praxis arbeiten Hand in Hand

Beim KAHR-Projekt arbeiten Wissenschaft und Praxis Hand in Hand für den Wiederaufbau im Ahrtal.  Quelle: KAHR-Projekt

Kreis Ahrweiler. Wie kann ein an den Klimawandel angepasster Wiederaufbau gelingen? Antworten auf diese Frage zu finden, ist nicht nur für den schwer von der Flutkatastrophe 2021 getroffenen Kreis Ahrweiler, sondern auch für die weiteren betroffenen Regionen in Rheinland-Pfalz und im benachbarten Nordrhein-Westfalen von großer Bedeutung. Entsprechende Ergebnisse und Lösungsansätze sollen durch die wissenschaftliche Begleitung des Aufbauprozesses im Rahmen des „KAHR“-Projektes gefunden werden.

„KAHR“ – das steht für Klima-Anpassung, Hochwasser und Resilienz. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördert. Ziel ist es, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel und zur Klima-Anpassung zu generieren und den beteiligten Regionen in beiden Bundesländern für die Prozesse des (Wieder-)Aufbaus zur Verfügung zu stellen.

Insgesamt 13 Projektpartner aus verschiedenen Fachdisziplinen – wie der Stadt- und Raumplanung, Hydrologie, Wasserwirtschaft, Gebäudetechnologie sowie der Risiko-, Innovations- und Systemforschung – arbeiten in verschiedenen Bereichen zusammen, um zukunftssichere, resiliente und klimafeste Strukturen zu entwickeln. Dabei steht die Vernetzung der wissenschaftlichen und theoretischen Erkenntnisse mit den Praxispartnern auf Kommunal- und Landkreisebene immer im Fokus.

Die Überarbeitung der Hochwassergefahren- und -risikokarten bildet innerhalb des Projekts einen Schwerpunkt. Darüber hinaus sollen unter Einbeziehung raumplanerischer, sozialwissenschaftlicher und wasserwirtschaftlicher Erkenntnisse Schutz- und Vorsorgekonzepte im Kontext des Wiederaufbaus mitgedacht und weiterentwickelt werden. Dabei werden besonders gefährdete Infrastrukturen einbezogen. Als letzter Schritt wird geprüft, wie die Erkenntnisse in konkrete Wiederaufbau- und Entscheidungsprozesse sowie die Raumplanung eingebracht werden können.

„Wie noch nie zuvor haben wir im vergangenen Juli die Auswirkungen des Klimawandels schmerzlich zu spüren bekommen. Um konkrete Erkenntnisse für den Wiederaufbau des Ahrtals zu gewinnen, hat sich der Kreis als einer der Partner dem ‚KAHR‘-Projekt angeschlossen. Wir erhoffen uns, von der breiten wissenschaftlichen Expertise der unterschiedlichen Akteure für einen innovativen und zukunftssicheren Aufbau zu profitieren“, so Michael Schäfer, Leiter des Aufbaustabs der Kreisverwaltung Ahrweiler.

In den kommenden Wochen und Monaten sind im Rahmen des Projekts verschiedene Termine und Aktionen geplant. So wird es unter anderem eine freiwillige, schriftliche Haushaltsbefragung sowie einen Wissenschaftskongress im Ahrtal geben. Details hierzu folgen in Kürze.

Weitere Informationen zum KAHR-Projekt gibt es online unter https://hochwasser-kahr.de und beim Projektbüro RLP. Ansprechpartnerin ist Simone Schöttmer, IQIB - Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung GmbH, Telefon 02641 / 973-331, E-Mail simone.schoettmer@iqib.de.

Ansprechpartnerin in der Kreisverwaltung Ahrweiler ist Charlotte Burggraf, Telefon 02641 / 975-475, E-Mail charlotte.burggraf@kreis-ahrweiler.de.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

Beim KAHR-Projekt arbeiten Wissenschaft und Praxis Hand in Hand für den Wiederaufbau im Ahrtal. Quelle: KAHR-Projekt

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