Politik | 03.11.2026, 08:04 Uhr

Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler stimmt Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für 2025 einstimmig zu

Wiederaufbau der Infrastruktur prägte Arbeit des Unternehmens

Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten. Ferner wird der Jahresüberschuss in Höhe 2,2 Millionen Euro auf neue Rechnung vorzutragen, wodurch sich der Bilanzgewinn in Höhe von rund einer Million Euro zu einem Bilanzgewinn in Höhe knapp 3,2 Millionen Euro erhöht.

„Die Bilanzsumme der Ahrtal-Werke betrug im Berichtsjahr 85,4 Millionen Euro, das Umsatzvolumen 40 Millionen Euro“, berichtete der sichtlich gutgelaunte Dominik Neswadba dem Rat. Die Vermögenslage war im Berichtsjahr durch die Fertigstellung und Aktivierung von Investitionsmaßnahmen sowie die planmäßige Rückführung von Verbindlichkeiten geprägt. Das Eigenkapital lag zum Jahresende 2025 bei 20,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr mit 18,3 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 24 Prozent, im Vorjahr waren es 21 Prozent.

Investitionen in Infrastruktur

Laut dem Jahresbericht prägten die Auswirkungen der Flutkatastrophe die Tätigkeiten der Gesellschaft im Infrastrukturbereich auch 2025, denn die Stadt stand unverändert vor erheblichen Wiederaufbaumaßnahmen. Dementsprechend lag ein wesentlicher Schwerpunkt auf der Fortsetzung des Wiederaufbaus der flutgeschädigten Netze und Anlagen. Der Wiederaufbau wurde zugleich genutzt, um die Infrastruktur schrittweise an zukünftige Anforderungen hinsichtlich Resilienz, Belastbarkeit und Versorgungssicherheit anzupassen.

Ein Blick in die Sparten des Unternehmens, das zu 51 Prozent der Kreisstadt und zu 49 Prozent Schwäbisch-Hall gehört. Im Stromnetz kann die Gesellschaft erneut ein positives Ergebnis ausweisen. Zwar unterschreitet sie den Wirtschaftsplanansatz für 2025, diese Abweichung ist jedoch auf die Bildung von Rückstellungen anlässlich zu erwartender regulatorischer Anforderungen zurückzuführen. Die Integration des Netzbetriebes zum 1. Januar 2025 prägte die Entwicklung der Sparte Gasnetz maßgeblich. Trotz Ingangsetzungsinvestitionen konnte ein leicht über dem Plan liegendes Ergebnis erzielt werden. Die Sparte Fernwärme schloss im Geschäftsjahr 2025 erstmals mit einem positiven Ergebnis ab. Die Geschäftsführung begründet das Ergebnis mit dem kontinuierlichen Ausbau des Fernwärmenetzes sowie den daraus resultierenden Zuwächsen bei Kunden und Absatzmengen. Auch die Sparte Kraftwerke zeigt ein positives Ergebnis. Die Ahrtal-Werke GmbH nutzte erzeugungsseitig die Chancen der Preisentwicklung an den Energiemärkten.

Als Gesamtaussage gehen die Ahrtal-Werke davon aus, ihren positiven Geschäftsverlauf auch in den kommenden Jahren fortsetzen zu können. Vor dem Hintergrund der bisherigen Geschäftsentwicklung, der geplanten Investitionen sowie der Erwartungen für die einzelnen Geschäftsfelder rechnet die Gesellschaft auch für 2026 mit einer weiterhin positiven Ertragsentwicklung. Für das Jahr 2026 wird ein Jahresergebnis von rund 1,7 Millionen Euro erwartet. Insgesamt sieht sich die Gesellschaft gut aufgestellt, um die sich aus den Veränderungen des Energiemarktes ergebenden Chancen zu nutz und ihre wirtschaftlich erfolgreiche Entwicklung nachhaltig fortzuführen.

Lob und Anerkennung

Das Rezept dafür: Die Gesellschaft prüft fortlaufend die Einführung neuer Angebote, um den sich verändernden Kundenanforderungen sowie den Entwicklungen auf den Energiemärkten Rechnung zu tragen.

Durch die Bank waren die Stellungnahmen der Ratsfraktionen geprägt von Anerkennung und Lob. Als Zusammenfassung könnte dabei das Statement von SPD-Fraktionschef Werner Kasel stehen: „Wir können heute mit Anerkennung und Stolz das absolut beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte der Ahrtal-Werke zur Kenntnis nehmen.“ Anerkennung, weil es der Geschäftsführung und dem ganzen Team trotz schwieriger Rahmenbedingungen gelungen ist, ein derart positives Ergebnis zu erzielen. Stolz, weil auch wir als städtischer Mehrheitsgesellschafter die Richtigkeit unserer zurückliegenden Entscheidungen bescheinigt bekommen.“ GS

Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor. Foto: GS

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