Politik | 05.07.2016

Wählervereinigung Bürger für Meckenheim nennt Vergleichszahlen

Wieviel Personal braucht eine Stadtverwaltung?

Meckenheim. Angesichts der Tatsache, dass Meckenheim in die Haushaltssicherung gekommen und gezwungen ist, Maßnahmen zum Haushaltsausgleich bis 2026 zu treffen, rückt natürlich der große Ausgabeposten Personal in den Fokus. Für 2016 sind nach den letzten Zahlen der Stadtverwaltung rund 16,7 Millionen Euro dafür vorgesehen, noch ohne Versorgungsaufwendungen. Das ist ein Mehraufwand zu 2015 von rund zwei Millionen Euro. Es leuchtet ein, dass jeder eingesparte Dienstposten bereits eine spürbare Erleichterung für die Finanzen der Stadt darstellt. Als grobe Faustregel kostet jeder Beschäftigte die Stadt 60.000 Euro jährlich.

Bedienstete pro 1000 Einwohner

Dienstposten einzusparen ist in erster Linie Aufgabe des Bürgermeisters. Der Rat muss aber den jährlichen Haushalt und den Stellenplan absegnen, was üblicherweise in sehr pauschalierter Form erfolgt. Zur Beurteilung der Frage, wie viele Stellen für eine Stadtverwaltung angemessen sind, können Vergleichszahlen aus anderen Städten herangezogen werden. Diese Zahlen werden in NRW vom Statistischen Landesamt geliefert. In der Kategorie mit 20.000 bis 30.000 Einwohnern gibt es 71 Städte. Als Kennzahl für diesen Vergleich werden städtische Bedienstete pro 1000 Einwohner herangezogen. Die Stadt mit dem geringsten Personaleinsatz war Xanten mit 3,73 Beschäftigten pro 1000 Einwohner. Für die personalintensivste Stadt Plettenberg wurde ein Wert von 11,42 festgestellt. Meckenheim lag unmittelbar davor mit 11,40. Für Rheinbach galt der Wert 8,52 (Quelle: www.Haushaltssteuerung.de). Natürlich haben viele Städte irgendwelche Besonderheiten, die bei genauerer Betrachtung diese Zahlenwerte etwas nach oben – oder auch nach unten – verändern können, aber ein Vergleich von 71 Städten hat schon eine erhebliche Aussagekraft. Das schlägt sich auch in der Aussage der Gemeindeprüfungsanstalt wieder, die Meckenheim einen zu hohen Personaleinsatz bescheinigt hat.

So wie an diesem Beispiel gezeigt, können Kennziffern den richtigen Kurs beim Sparen zeigen. Für solche Kennziffern für bestimmte städtische Aufgabenfelder, wie sie in der Unternehmensführung üblich sind, hat die BfM sich im Stadtrat eingesetzt, bislang ohne Erfolg.

Die BfM hat von der Stadtverwaltung Angaben verlangt, die eine sozialverträgliche Reduzierung des Personalaufwands ermöglichen sollen: konkrete Angaben zur Altersstruktur, eine Übersicht, welche Dienstkräfte in den jeweils kommenden Jahren altersbedingt aus dem Dienst der Stadt ausscheiden, eine Darstellung, ob der jeweils frei gewordene Dienstposten nachbesetzt werden soll oder ob durch organisatorische Maßnahmen die Stelle eingespart werden kann. Die Stadt hat lediglich eine grafische Übersicht geliefert, aus der hervorgeht, dass bis 2026 insgesamt 76 Personen in den Ruhestand gehen. Die BfM ist der Ansicht, dass eine pauschale Wiederbesetzungssperre dafür erfolgen muss. Über eine Wiederbesetzung sollte dann je nach Begrünung der Rat entscheiden.

83 neue Stellen seit 2007

Nachdem die Stadt ihre Stellen von 2007 bis 2016 um 83 erhöht hat, sind radikale Abbaumaßnahmen nötig und auch sozialverträglich möglich. Es war allgemeiner Konsens, dass im Bereich Kinder, Jugend, Familie nicht gekürzt werden soll. Die genaue Betrachtung der Zahlen dazu ergibt ein interessantes Bild: Von den 83 neuen Dienstposten beziehen sich nur knapp 28 auf den genannten sozialen Bereich; der Rest von 55 ging in die allgemeine Verwaltung.

Dass die Einsicht in den Ernst der Lage nicht sonderlich ausgeprägt ist, zeigt eine Stellenanzeige vom 15. Juni, in der die Stadt eine Kraft „mit dem Schwerpunkt Presse- und Medienarbeit“ sucht. Die BfM kann sich schlecht vorstellen, dass beim Verzicht auf diese Kraft Meckenheim nachhaltige Schäden erlitten hätte.

Pressemitteilung der

Wählervereinigung

Bürger für Meckenheim (BfM)

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Monatliche Anzeige
Image Anzeige
Wir helfen im Trauerfall
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0284#
Brunnenfest Bad Breisig
Brunnenfest Bad Breisig
TdoT FFW Burgbrohl
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen.Foto: Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz
41

Beweidungsprojekt wächst auf fast 30 Hektar

Wasserbüffel erobern neue Flächen in den Thürer Wiesen

Thür. In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen. Damit stehen der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz ab sofort zusätzliche zehn Hektar Feuchtwiesen westlich der L113 als Ökokontofläche zur Verfügung. Insgesamt umfasst die Projektfläche in den Thürer Wiesen nun fast 30 Hektar.

Weiterlesen

Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
30

Stadt Andernach entwickelt innerstädtischen Grünzug ökologisch weiter

500 neue Bäume für die Mayener Hohl

Andernach. Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Entlang des rund 600 Meter langen innerstädtischen historischen Weges standen vor allem zwei Ziele im Fokus: die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit und die nachhaltige Stärkung des gesamten Gehölzbestandes.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dienstleistungen
Anzeige Uhren Vintage
10 Jahre NoWi
10 Jahre NoWi
10 Jahre NoWi
Titelanzeige
10 Jahre Nowi
Gebrauchtwagenanzeige
125 jähriges Jubiläum Moses - Aktionsanzeige
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung
Imageanzeige Löhr Meckenheim
Stellenanzeige City - Dienst - Erzieher
Nachruf-Anzeige Andreas Meyer
Imageanzeige Dauerauftrag 05_2025
Kirmes in Kripp
Brunnenfest in Bad Breisig
Brunnenfest in Bad Breisig
Tag der offenen Tür FFW Burgbrohl
Brunnenfest Bad Breisig