MdL Josef Dötsch (CDU) nimmt Stellung zum Flughafen Hahn
„Wir haben kein Vertrauen mehr in die Ministerpräsidentin“
Mülheim-Kärlich. Nach täglich neuen Schreckensmeldungen hat die Landesregierung unter massivem Druck den Hahn-Verkauf an einen chinesischen Investor gestoppt. Jetzt fand auf Antrag der CDU-Landtagsfraktion eine Sondersitzung des Landtags statt. Titel: das Scheitern des Hahn-Verkaufs und die Verantwortung der Ministerpräsidentin.
Dazu erklärt der örtliche Abgeordnete Josef Dötsch: „Wir sind entsetzt über die intransparente Vorgehensweise der Landesregierung beim Hahn-Verkauf. Die Ministerpräsidentin hatte den Hahn und damit das größte und teuerste Konversionsprojekt des Landes zur Chefsache gemacht und dies nun in der Sondersitzung noch einmal bestätigt. Damit trägt sie die Verantwortung für die skandalöse Entwicklung des von ihr beförderten Verkaufsverfahrens. Dessen Scheitern ist schlimm für die vielen tausend Menschen, die vom Betrieb des Flughafens abhängig sind.“
Trotz hartnäckiger Nachfragen habe Malu Dreyer vor der Landtagswahl keine Auskunft über den Stand des Verkaufsverfahrens geben wollen. „Nach der Wahl wollte sie dann den Hahn so schnell wie möglich loswerden. Dafür hat sie in Kauf genommen, dass derselbe chinesische Investor zum Zug kam, dem sie jetzt kriminelle Absichten vorwirft.“
Dreyer habe bei ihrem Amtsantritt „maximale Transparenz“ angekündigt - nun müsse sie sich an diesem Anspruch messen lassen. „Wir haben zu große Zweifel da-ran, dass das Land Rheinland-Pfalz bei Dreyer noch in guten Händen ist. Wir können kein Vertrauen mehr in diese Ministerpräsidentin setzen. Deshalb hat die CDU-Fraktion einen Misstrauensantrag gestellt, der in dieser Woche beraten wird.“
Zudem müsse im weiteren Verlauf Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehen. „Für die Menschen in Rheinland-Pfalz muss klar sein, ob sie Zutrauen in einen möglichen neuen Bieter haben können, das größte Konversionsprojekt des Landes langfristig zum Erfolg zu führen.“
Pressemitteilung des
Wahlkreisbüros
Josef Dötsch, CDU (MdL)

Dass die Opposition im Landtag ihre Kontrollpflicht der Landesregierung über einen möglichen Untersuchungsausschuss und auch über ein Misstrauensvotum nachkommt zeigt, wie parlamentarisches Arbeiten sein soll.
Aber meiner Meinung nach sollten die Personen, welche das Drama am Flughafen Hahn nun zu Verantworten haben, solange in "Amt und Würden" bleiben, bis sie eine tragfähige Lösung, wie diese auch immer Aussehen mag, geschaffen haben.