Politik | 29.01.2019, 14:56 Uhr

Sabine Bätzing-Lichtenthäler zu Gast beim Neujahrsempfang der SPD in Sinzig:

„Wir müssen versuchen, den Megatrend Digitalisierung aktiv mitzugestalten“

Die große SPD-Familie hatte zum Neujahrsempfang im Sinziger Schloss eingeladen.
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Sinzig. Wie wird sich die Gesamtgesellschaft aber vor allen Dingen die Arbeitswelt angesichts des Megatrends Digitalisierung in Zukunft verändern. Unter dem Motto „Arbeit 4.0“ hatte die Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Sabine Bätzing- Lichtenthäler ihren Festvortrag beim gemeinsamen Neujahrsempfang der SPD-Ortsvereine Bad Bodendorf und Sinzig im Sinziger Schloss gestellt.

„Wir können diesen Megatrend in allen Lebensbereichen nicht aufhalten, aber wir können und müssen versuchen in mitzugestalten,“ machte die Frau aus Mainz klar, dass es durchaus eine rheinland-pfälzische Brille beim Blick auf die Arbeitswelt 4.0 gebe. Denn in Rheinland-Pfalz sind fast 90 Prozent der Arbeitsplätze im Klein und Kleinstbetrieben im Angebot. Und für diese kleinen Betriebe ist es oft problematisch, die personellen und finanziellen Ressourcen zu finden, um den neuen Megatrend zu bewältigen. Die Betriebe brauchen laut Bätzing Lichtenthäler Unterstützung. Eines ihrer Rezepte heißt kontinuierliche Weiterbildung.

Hochinteressant waren die Ausführungen der Ministerin im Bereich neuer Beschäftigungsverhältnisse und neuer Arbeitswelt, etwa durch Crowd-Working oder Cloud-Working. Für die möglichen neuen Einzelkämpfer und absoluten Kleinstunternehmen gebe es erhebliche Probleme die Standards des gängigen Arbeitsschutzes zu erreichen. Schutzlosigkeit zum Beispiel in Sachen Arbeitsrecht dürfe sich nach Bätzing Lichtenthäler nicht flächendeckend verbreiten.

Obwohl die Frau aus Mainz sehr viel Arbeit auf die rheinland-pfälzische Politik und auch auf die Kommunalpolitik zu kommen sah, lieferte sie einen mutigen und sehr realistischen Beitrag zur neuen Arbeitswelt beim Neujahrsempfang ab.

Gäste aus allen Parteien

„Die Roten“ blieben dabei im Sinziger Schloss übrigens nicht unter sich, denn Vertreter fast aller anderen Sinziger Parteien waren ebenfalls gekommen. So auch Bürgermeister Andreas Geron. Der lobte die gute Zusammenarbeit mit der SPD auf allen kommunalen Ebenen, ging das Thema aber auch aus seiner Sicht an. Denn die Sinziger Stadtverwaltung steckt auch erhebliche personelle Ressourcen und Geldmittel in die bei ihr stattfindende Digitalisierung.

Den Wertekompass nachdem sich die Sozialdemokraten seit über 100 Jahren richten, brachte Stadtratsmitglied Martin Eggert ins Spiel. Der fand aber auch klare Worte für die gesamtgesellschaftliche Situation nicht nur in der Politik. „Für Vereinfachung, Polemik und Hass sollte uns allen die für das Gemeinwesen geopferte Zeit zu schade sein, auch wenn diese Haltung schon einmal arg auf die Probe gestellt wird“, so Eggert in seinem Redebeitrag.

Zum Neujahrsempfang eingeladen hatten übrigens die beiden SPD-Vorsitzenden, Axel Friedrich und Günter Martin sowie Marcel Hürter als Kreisvorsitzender

BL

Interessiert folgten die Gäste den Ausführungen der Redner.

Interessiert folgten die Gäste den Ausführungen der Redner. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

Die RLP-Landesministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, hatte ihre Festrede unter das Motto „Arbeit 4.0“ gestellt.Fotos: RASCH

Die RLP-Landesministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, hatte ihre Festrede unter das Motto „Arbeit 4.0“ gestellt.Fotos: RASCH Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

Bürgermeister Andreas Geron lobte die gute Zusammenarbeit mit der SPD auf allen kommunalen Ebenen.

Bürgermeister Andreas Geron lobte die gute Zusammenarbeit mit der SPD auf allen kommunalen Ebenen. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

Die große SPD-Familie hatte zum Neujahrsempfang im Sinziger Schloss eingeladen. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

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