Koblenzer Ratsmitglied Fritz Naumann (SPD)
Wird die Zahlungsmoral besser?
Koblenz. Den Strafzettel beim Einkauf im Supermarkt mal schnell neben Milch, Butter und Kartoffeln mitbezahlen, das ist eine Serviceleistung, die vielleicht sogar die Zahlungsmoral der Falschparker positiv beeinflusst.
Autofahrer, die in Köln ein Knöllchen für ihr Falschparken bekommen, können das Verwarnungsgeld künftig an der Supermarktkasse bezahlen. In rund 12.000 Geschäften können die Kölner Knöllchen bundesweit an der Kasse bezahlen. Das funktioniert so: Wer in Köln falsch geparkt hat, bekommt nun zu seinem Anhörungsschein auch einen Barcode zugestellt, wie man ihn z.B. von Pfandbons kennt. Dieser lässt sich abtrennen und innerhalb von einer Woche bar oder per EC-Karte bezahlen.
In Köln wurden im Jahr 2019 722.000 Strafzettel mit einem Einnahmevolumen von 10 Millionen Euro ausgestellt. SPD-Ratsmitglied Fritz Naumann erklärt: „Das könnte eine Win-Win-Situation für die Stadt und den Betroffenen ergeben, wenn man die Ergebnisse einmal etwas abwartet. Auch die Bereitschaft von Supermärkten, Drogeriehändlern oder Tankstellenbesitzern für ein solches Vorgehen muss natürlich erfragt werden. Ich habe diese Vorgehensweise der Kölner Stadtverwaltung auch unserem Oberbürgermeister mitgeteilt und deutlich gemacht, dass man darüber nachdenken könnte, wenn konkrete Ergebnisse aus Köln vorliegen. Unabhängig von dieser Probephase werde ich die Zeit nutzen, um mit Koblenzer Supermarktbesitzern Gespräche zu führen, wie ihre Bereitschaft an dieser Stelle aussieht.“
Pressemitteilung
Ratsmitglied
Fritz Naumann (SPD)
