Politik | 16.03.2021

Prominenter Besuch bei der FDP im Kreis Ahrweiler

Wolfgang Kubicki: „Bundesregierung hat den Ernst der Lage nicht begriffen“

Daniela Schmitt: „Eklatantes Missmanagement der Regierung in Berlin“

Wolfgang Kubicki (4. von rechts), Daniela Schmitt (3. von links) und Sandra Weeser (links) sprachen mit den FDP-Vertretern aus dem Kreis Ahrweiler (von links) Ulrich van Bebber, Dirk Herminghaus, Christina Steinhausen, Martin Thormann und Doris Herminghaus. Foto: privat

Kreis Ahrweiler. Prominenten Besuch konnten der Vorsitzende der FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber und die Beigeordnete des Kreises, Christina Steinhausen begrüßen. Daniela Schmitt, Spitzenkandidatin der FDP für die Landtagswahl, hatte den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Wolfgang Kubicki und die Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser zu einem kurzen Abstecher in den Kreis Ahrweiler mitgebracht. Zusammen mit dem Landtagskandidaten der FDP, Martin Thormann, und den Bad Breisiger FDP-Vorsitzenden Dirk und Doris Herminghaus tauschten sich die Liberalen über die aktuelle politische Lage aus. Dabei wurde Klartext gesprochen.

So machte der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki aus seinem Ärger über die derzeitige Regierungspolitik keinen Hehl und attackierte die Bundesregierung wegen widersprüchlicher Aussagen zum Umfang der Corona-Schutzimpfungen: „Wer geglaubt hat, dass diese Bundesregierung den Ernst der Lage endlich begriffen hat, der muss sich ein weiteres Mal getäuscht fühlen.“ Erst am Sonntag habe Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) in der Sendung „Berlin direkt“ erklärt, es werde bis zu zehn Millionen Impfungen pro Woche geben. Gerade einmal drei Tage später kassiere Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dies wieder, sagte Kubicki.

Groß war der Ärger auch bei Daniela Schmitt, Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, über die Auszahlung der Corona-Hilfen an die Wirtschaft: „Der Auszahlungsstopp der Corona-Hilfen ist eine alarmierende Nachricht für die Wirtschaft und auch die Beschäftigten in den Unternehmen. Erst verzögert sich die Auszahlung der dringend benötigten Hilfen um Monate, jetzt wird sie vorerst ganz gestoppt. Die schlimme Pannenserie von Peter Altmaier reißt nicht ab. Erneut sind tausende Unternehmen im Land die Leidtragenden. Der Bundeswirtschaftsminister muss die Auszahlung der Hilfen schnellstmöglich wieder in Gang bringen und dafür sorgen, dass Betrugsfälle unterbunden werden. Das Corona-Management der CDU-geführten Bundesregierung ist in den vergangenen Monaten zu einer echten Belastung für ganz Deutschland geworden. Die Betriebe warten händeringend auf die großspurig versprochene finanzielle Hilfe des Bundes. Nun bekommen sie die Nachricht, dass vorerst gar kein Geld mehr fließen wird. Es ist ein handfester politischer Skandal, der sich abzeichnet. Fakt ist: Ohne das eklatante Missmanagement der Regierung in Berlin stünde Deutschland jetzt wesentlich besser da. Dass die Gastronomie immer noch geschlossen hat und Kulturveranstaltungen nicht möglich sind, ist die direkte Folge der komplett verfehlten Beschaffungen des Impfstoffs sowie der Corona-Tests.“

Einig war sie sich in dieser Kritik mit der FDP-Bundestagsabgeordneten Sandra Weeser. „Zu wenig, zu spät und jetzt gar nicht mehr: Die Coronahilfen werden endgültig zur Farce! Schlimm genug, dass Novemberhilfen erst Mitte Februar ausgezahlt wurden. Nun sind sie wegen möglicher Betrugsfälle komplett ausgesetzt! Das Bundeswirtschaftsministerium versagt“, so Weeser abschließend. Pressemitteilung

FDP Kreis Ahrweiler

Wolfgang Kubicki (4. von rechts), Daniela Schmitt (3. von links) und Sandra Weeser (links) sprachen mit den FDP-Vertretern aus dem Kreis Ahrweiler (von links) Ulrich van Bebber, Dirk Herminghaus, Christina Steinhausen, Martin Thormann und Doris Herminghaus. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Anlagenmechaniker
Kreishandwerkerschaft
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
23

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
24

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
11

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
286

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Daueranzeige
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Oster-Anzeige
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Titel
Koblenz blüht
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
fit für`s Alter?
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026