Kommunalwahl 2019 in der Stadt Neuwied
Zahlreiche neue Ortsvorsteher
Neuwied. Schon vor der Kommunalwahl stand fest, dass es neue Gesichter im Kreis der Ortsvorsteher geben wird. Unter anderem Matthias Maxein (CDU) in Gladbach, Gabriele Hartenfels (SPD) in Block, Manfred Keller in Niederbieber und Michael Kahn (CDU) in Neuwieds größten Stadtteil nach Heddesdorf, Heimbach-Weis, traten nicht wieder an. Die Christdemokraten konnten ihre Ämter in den Stadtteilen behalten. In Gladbach setzte sich Guido Hahn mit knapp 60 Prozent vor Henning Peter (WG für Glabbach) durch. Knapper ging es in der CDU Hochburg Heimbach-Weis mit 5.833 Stimmberechtigen zu. Markus Blank lag mit 53,67 Prozent knapp vor Uwe Siebenmorgen. Das SPD Ratsmitglied kam auf 46,33 Prozent der Stimmen. Nach der Auszählung zeigten sich beide im Gasthof Siebenschläfer zufrieden mit ihren Ergebnissen. „Wir werden auch weiterhin zum Wohle unseres Stadtteils zusammenarbeiten“, versicherte Markus Blank. Gemeinsam mit Uwe Siebenmorgen hatte er in der Vergangenheit verschieden Aktionen im Ort angestoßen. Markus Blank beerbt Michael Kahn, der drei Legislaturperioden Heimbach-Weis vorstand. Ein tolles und überraschendes Ergebnis fuhr Karl-Heinz Troß (SPD) in Niederbieber ein. Der ehemalige Ortspolizist erreichte aus dem Stand 54,67 Prozent und ließ seine Herausforderer von CDU (Martin Heinz) und FWG (Tim Rönz) deutlich hinter sich. Oberbieber hat sich von der langjährigen Ortsvorsteherin Ingrid Ely-Herbst verabschiedet. Die SPD Kandidatin unterlag (39 Prozent) FWG Herausforderer Rolf Löhmar (60 Prozent) überreichend deutlich. Große Spannung versprach das Duell in Irlich. Hier forderte Lars Ebert, dieses Mal als Kandidat der FWG, den amtierenden Ortsvorsteher Karl-Heinz Wilhelmy heraus. Immerhin fiel der dritte Versuch besonders knapp aus. 1.055 Irlicher (52,18 Prozent) sprachen sich für den Amtsinhaber und 967 (47,82 Prozent) für Lars Ebert aus. Dass nur ein Kandidat auf dem Wahlzettel stand, gab es in den Stadtteilen Altwied, Block, Feldkirchen und Rodenbach. Während die Kandidaten Liane Herbst (FWG) und Judith Vogel in Neuwieds kleinsten Stadtteilen Altwied und Block jeweils über 80 Prozent Zustimmung erhielten, schied Uwe Preiss (SPD) in Rodenbach relativ schlecht ab. Immerhin sagten 36 Prozent der Rodenbacher „Nein“ zum amtierenden und neuen Ortsvorsteher. Noch einen Ticken schlechter lief es für die Ratsfrau Petra Grabis in Torney. 62 Prozent bestätigten die Sozialdemokratin im Amt, 38 Prozent stimmten gegen sie. Ganz offensichtlich sehr zufrieden dagegen sind die Bürger/innen aus Feldkirchen mit der Arbeit ihrer Ortsvorsteherin. Simone Schuh erreichte fast 90 Prozent der Stimmen und geht in ihre zweite Amtsperiode.
Stichwahl in Engers und Segendorf
Die absolute Mehrheit ist notwendig, um Ortsvorsteher zu werden. Das gelang mit Ausnahme in Niederbieber keinem Bewerber in den Stadtteilen, in denen drei Kandidaten antraten. In Kürze stehen Stichwahlen in Engers und Segendorf an. In Engers muss Amtsinhaber Dieter Neckenig (CDU) die knappste Entscheidung des Abends verdauen. Mit 49,6 Prozent verpasste er denkbar knapp die notwendige absolute Mehrheit. 33 Stimmen fehlten dem Amtsinhaber, der sich demnächst dem SPD Kandidaten Lothar Geburzky in der Stichwahl stellen muss. Werner Johann Keßler schied dagegen aus. Zur Stichwahl kommt es ebenfalls in Segendorf. In der SPD Hochburg verpasste Andrea Welker mit 48,51 Prozent ebenfalls die absolute Mehrheit. Sie muss sich in der Stichwahl Silvana Cremer von der CDU stellen. Die CDU Kandidatin kam auf 26,98 Prozent. FF
Uwe Siebenmorgen (rechts) gratuliert seinem Kontrahenten und neuen Ortsvorsteher Markus Blank (CDU) zum Wahlgewinn.
Der Ortsvorsteher von Gladbach, Guido Hahn (CDU), zählt zu den neuen Gesichtern der Ortsvorsteher.
