Gemeinderat Brohl-Lützing tagte im Bürgerhaus
Zone 30 bald auch in Brohl
Hangsicherung im Lammertal beginnt bald - neue Halle für den Brohler Brunnen
Brohl – Lützing. In seiner jüngsten Sitzung hatte der Gemeinderat Brohl einige Vorhaben auf den Weg bzw. weiterzubringen. Der Ortsteil Lützing ist bereits seit einigen Jahren eine „Zone 30“, d.h. im gesamten Ortskern darf nicht schneller als 30 km/h gefahren werden. Durch die relativ geschlossene Lage des Ortes war die Beschilderung dieser Zone recht einfach, bedeutet also keinen „Schilderwald“ in der Rheingemeinde. Im Ortsteil Brohl soll dies nach dem Willen des Rates auch so sein. Nach gründlicher Prüfung durch den Arbeitskreis Verkehr gab dieser nun die Empfehlung an den Rat, dieses umzusetzen, wobei die Bergstraße und die Straße „Im Siegerborn“ als verkehrsberuhigte Zone ausgenommen sein sollen. Dieser Empfehlung folgte der Rat einstimmig bei einer Enthaltung.
Ein weiterer Punkt behandelte die Ausführungsplanung des Vorhabens „Im Lammertal“. Hier sollen als verkehrsberuhigende Maßnahmen Erhöhungen im Straßenverlauf die allzu schnelle Durchfahrt verhindern. Dies sei vor allem für Radfahrer eine sicherere Lösung, da Erhöhungen besser sichtbar seien als Rinnen, die denselben Zweck erfüllen sollten. Jedoch entschied der Rat sich für eine Maßnahme im unteren Bereich bei der Einfahrt in den Ortsteil Brohl, in Lützing sorgt hierfür ein Baumtor am Ortseingang.
Zunächst muss jedoch die Hangsicherung im unteren Teil der Straße erfolgen. Hierzu sagte Bürgermeister Michael R. Schäfer: „Die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn ist bereits eingetroffen. Leider fehlt noch die Zusage der Förderung. Die Kosten werden sich auf 486.000 Euro belaufen, 241.000 Euro sind für dieses Projekt im Haushalt 2018 veranschlagt. Der Beginn der Maßnahme wird noch in diesem Jahr erfolgen.“
Für den geplanten Hallenbau der Firma Brohler Brunnen muss der Bebauungsplan „Mittelstraße“ geändert werden. Die Firma plant einen Hallenbau, um seine internen Betriebsabläufe zu optimieren. Dies bedeute eine Verbesserung der Situation für die Anwohner, speziell auch der Lärmemissionen. Dem Vorschlag stimmte der Rat nur bedingt zu, denn die Ratsmitglieder forderten eine Rücksetzung der Bauflucht zur B9 und die Einrichtung eines breiteren Begrünungsstreifens, analog zum bereits bestehenden Gebäude. Hierin waren sich beide Fraktionen einig.
Horsterstraße wird ausgebaut
Ein „Sorgenkind“ der Gemeinde ist weiterhin die Horsterstraße im Ortsteil Lützing. Die in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts hergestellte Straße weist starke Beschädigungen und Risse auf, weshalb zunächst, so Bürgermeister Schäfer, eine Baugrunduntersuchung stattfinden müsse. Wenn diese erfolgt sei, könne man mit der Kostenermittlung beginnen. Hierbei seien auch bedingt durch zahlreiche Rohrbrüche in der Vergangenheit die Wasserversorger hinzuzuziehen sei. Auch ein Leerrohr für eine eventuelle Breitbandversorgung sei vorzusehen, sowie die Umstellung der Beleuchtung auf LED. Der Rat beschloss den Vollausbau der Horsterstraße mit frühzeitiger Bürgerbeteiligung durch eine Anliegerversammlung. „Letzteres kann jedoch erst erfolgen, wenn die Kosten ermittelt wurden,“ so Schäfer. Mit einem Baubeginn rechnet er erst im Jahr 2020.
Die Horsterstraße ist „in die Jahre gekommen“ und soll ganz neu ausgebaut werden. Zuvor steht eine Baugrunduntersuchung an.
