Politik | 19.12.2016

Stadtrat zeigt sich spendabel - 10 Jahre lang 60.000 Euro

Zuschuss zur Sanierung privater Trockenmauern

Walporzheimer Weinbergen sind kulturland- schaftlich, kulturhistorisch und touristisch von Bedeutung

Walporzheim. Die Sanierung der Trockenmauern im Bereich der Steillage von Walporzheim sollen über einen Zeitraum von zehn Jahren mit jährlich 60.000 Euro bezuschusst werden. Das beschloss der Stadtrat einstimmig in seiner jüngsten Sitzung. Begründet wird das mit der kulturlandschaftlichen, kulturhistorischen und touristischen Bedeutung der pittoresken Weinberge, deren Fotos auf fast jedem Werbeprospekt für das Ahrtal zu finden seien. Aus diesem Grunde habe das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Mayen (DLR) zusammen mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft schon vor einigen Jahren verschiedene Fördermöglichkeiten zur Sanierung der prägenden Trockenmauern, die allesamt in privatem Eigentum verschiedener Weinbaubetriebe stehen, herausgearbeitet. Aussichtsreich schien damals eine Förderung über das „LIFE Biodiversitätsprogramm“ der Europäischen Union mit einer gleichzeitigen Kostenbeteiligung von Land Rheinland-Pfalz, Kreis Ahrweiler und der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Land, Kreis und Stadt hatten damals schon ihre Kostenbeteiligung zugesagt. Doch leider sei ein entsprechender Antrag von der Europäische Kommission im Jahre 2012 abgelehnt worden, so die Stadtverwaltung in der Sitzungsvorlage.

Ministerium zeigt möglichen Förderweg auf

Doch auch danach hätten sich DLR und Teilnehmergemeinschaft kämpferisch gegeben und sich weiterhin um Finanzmittel zur Erhaltung der einzigartigen Terrassenlandschaft in Walporzheim bemüht. Leider sei die Suche nach einer praktikablen Fördermöglichkeit bislang erfolglos geblieben. Bis jetzt das Mainzer Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten einen denkbaren Förderweg aufgezeigt habe, der Zusammenarbeit mit dem DLR und der Teilnehmergemeinschaft möglichst bald umgesetzt werden solle. Dafür sollen einerseits Kompensationsgeldern verwandt werden, die aus der Verpflichtung zum ökologischen Ausgleich bei verschiedenen Bauleitplanverfahren entstehen. Diese könnten für eine landespflegerische Maßnahme zum Erhalt von Trockenmauern als ökologischem Lebensraum eingesetzt werden. Des Weiteren sollen die schon für das einstige „LIFE-Projekt“ zugesagten Finanzmittel des Kreises Ahrweiler und der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler in dieses Förderungsprogramm einfließen. Der Kreis Ahrweiler habe bereits signalisiert, an der damaligen Förderungszusage festzuhalten.

Arbeitsplätze der heimischen Winzer sichern

Andreas Geschier (CDU) freute sich, dass dadurch die ortsbildprägenden Weinbergsmauern nachhaltig saniert und dauerhaft gesichert werden könnten, zumal daran auch eine Reihe von Arbeitsplätzen für die heimischen Winzerbetriebe hingen. Gregor Sebastian (FWG) sah darin ebenfalls „eine sehr positive Entscheidung für den Tourismus, die auch wichtig ist für die Existenz unserer Winzer.“ Auch Jörn Kampmann (SPD) konnte es kaum erwarten, dass die Förderung endlich anfange, „die erst durch eine Kraftanstrengung von vielen Beteiligten ermöglicht worden ist.“ Bürgermeister Guido Orthen (CDU) hoffte, dass auch noch andere Partner mit ins Boot steigen werden, wenn die Kreisstadt vorangehe.

JOST

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Koblenz blüht 2026
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
26

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Blütenkönigin Antonia Augenstein, Bürgermeister Sven Schnieber (Mitte) sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Stationen, Vereine und Sponsoren freuen sich auf das Blütenfest am 19. April. Fotos: DU
8

Traditionsveranstaltung geht am 19. April in die 16. Runde

Blütenfest verbindet Natur, Kultur und Gemeinschaft

Meckenheim. „Das Blütenfest hat eine Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen hinausgeht. Deswegen ist es für uns sehr wichtig und wir freuen uns wieder auf eine schöne Veranstaltung“, hob Bürgermeister Sven Schnieber kürzlich die Bedeutung des Blütenfestes für Meckenheim hervor. Der Obsthof Dahlhausen war dabei zweifellos eine überaus passende Location, um auf die inzwischen 16. Auflage des am 19. April stattfindenden Traditionsevents vorauszublicken.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Holz Loth-Entsorgung
Anzeige "Rund ums Haus"
Rund ums Haus
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Tag der offenen Tür
Innovatives rund um Andernach
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in