Politik | 28.12.2018

Stadtrat beschließt Vergrößerung der Kunostein-Grundschule

Zwei Jahre nach Fertigstellung müssen weitere 1,355 Millionen Euro investiert werden

Nur zwei Jahre nach der Fertigstellung ist die neue Kunostein-Grundschule schon wieder zu klein geworden. FF

Neuwied. Nur zwei Jahre nach der Fertigstellung der neuen Kunostein-Grundschule in Engers stimmte der Neuwieder Stadtrat einer Erweiterung zu. Rund 1.355.000 Euro wird der Hochbau kosten, damit die Schule von zweizügig auf dreizügig umgestellt werden kann. Vom Land Rheinland-Pfalz und dem Kreis Neuwied ist mit Zuschüssen in Höhe von 715.000 Euro beziehungsweise 110.000 Euro, in Summe 825.000 Euro zu rechnen. Weil der Platz jetzt schon nicht mehr ausreicht, da im Schuljahr 2018/2019 drei neue erste Klassen eingeschult wurden und das zweite Schuljahr auf ebenfalls drei Klassen vergrößert wurde, müssen Kinder aktuell im Container unterrichtet werden.

Wieso wurde nicht schon 2016 eine größere Schule gebaut?

Was sich wie Behördenirrsinn liest, relativierte Bürgermeister Michael Mang eingangs der Abstimmung. Er verwies darauf, dass seitens der Stadt schon 2016 gerne größer gebaut worden wäre. Allerdings sei dies nicht genehmigungsfähig gewesen. Dass die Stadt nun einen neuen Anlauf macht, läge daran, dass sich Engers im Wachstum befände und von weiter steigenden Schülerzahlen ausgegangen werden darf. Besonders das Bauprojekt mit über einhundert Reihenhäusern und zwei Mehrparteienhäusern, auf dem ehemaligen Gelände der Wandplattenfabrik, dürfte für Zuzug von Familien sorgen. Das Schulamt rechnet damit, ab dem Schuljahr 2020/21 insgesamt zwölf Klassen bilden zu müssen. Bevor die Verwaltung den Stadtrat über die Erweiterung der Kunostein-Grundschule abstimmen ließ, wurde im Schulamt nach Alternativen gesucht. So könnten beispielsweise die Blocker Kinder in die Margareten-Grundschule geschickt werden. Die Schule in Heimbach hat ausreichend Kapazität an Räumen. Allerdings handelt es sich bei den Blocker Kindern um verhältnismäßig wenige. Weiter wurde in Erwägung gezogen, Jahrgangsstufen in die Carl-Orff-Schule und Christiane-Herzog-Schule auszulagern. Schlussendlich wäre diese Option aus organisatorischen Gründen schwierig gewesen. Unter anderem, weil die Fachlehrer den Unterrichtsort nicht in angemessener Zeit hätten wechseln können. Auch eine neue Raumaufteilung beziehungsweise ein Tausch von Räumen oder Nutzung des Computerraums als Klassenraum hätte in der Kunostein-Grundschule nicht geholfen. Den einzig gangbaren Weg sieht die Verwaltung in dem Erweiterungsbau.

Die Planung des Anbaus

Dieser setzt sich nördlich des bestehenden Gebäudes in Richtung Parkplatz fort und ist zweigeschossig geplant. Die Erweiterung ist, genau wie das Bestandsgebäude, in passivhausbauweise geplant. Der Anbau beherbergt drei Klassenräume mit je 60 Quadratmetern, einen Klassenraum mit 70 Quadratmetern, eine Bibliothek mit 50 Quadratmetern, ein Hausmeisterraum mit 20 Quadratmetern, ein Haustechnikraum mit 26 Quadratmetern, ein Raum für die Lüftungsanlage mit 40 Quadratmetern und ein Putzmittelraum sowie zwei Toiletten. Die Pläne aus dem Bauamt überzeugten die Stadträte und diese verabschiedeten die Beschlussvorlage einstimmig. CDU Fraktionsvorsitzender Martin Hahn lobte die schnelle Reaktion der Verwaltung. Er zeigte sich erleichtert, dass die Kinder zukünftig nicht mehr im Container ins Schulleben starten und forderte die Verwaltung auf, die anderen Schulstandorte ebenfalls zu betrachten. FF

Derzeit müssen Klassen im Container unterrichtet werden, der Stadtrat genehmigt 1,355 Millionen Euro für einen Schulerweiterungsanbau.

Derzeit müssen Klassen im Container unterrichtet werden, der Stadtrat genehmigt 1,355 Millionen Euro für einen Schulerweiterungsanbau.

Nur zwei Jahre nach der Fertigstellung ist die neue Kunostein-Grundschule schon wieder zu klein geworden. Fotos: FF

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