Politik | 02.06.2017, 12:48 Uhr

Lightway produziert im Gewerbegebiet Brohltal-Ost

Zwei Jungunternehmer machen Druck bei Metallverarbeitung

AW-Senior Experten haben geholfen - Erste Kooperation mit regionalen Firmen

Metallverarbeitung in Präzision, präsentiert von zwei Jungunternehmern: Pascal Schäfer und Thomas Hilger (vorne von links) mit Johannes Bell (5. v. l.), Dr. Jürgen Pföhler (4. v. r), Rolf Hans (3. v. r.) sowie den Wirtschaftsförderern von Kreis und Verbandsgemeinde Brohltal.  Kreisverwaltung Ahrweiler/Gausmann
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Niederzissen. Mit dem metallverarbeitenden Unternehmen Lightway GmbH & Co. KG hat sich im Industriegebiet Brohltal Ost an der A 61 in Niederzissen ein junger Betrieb angesiedelt, der 3D-Druckverfahren industriell anwendet – und dies nach eigenen Angaben als erster im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Koblenz. Die Senior Experten Kreis Ahrweiler standen bei der Firmengründung Pate. Lightway mit seinen beiden Geschäftsführern Thomas Hilger und Pascal Schäfer beliefert die Medizintechnik, Maschinenbauer und spezialisiert sich auf die Entwicklung von komplexen Metallkomponenten mit den Kunden.

Von einer „bemerkenswerten Leistung zweier Jungunternehmer“ sprach Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei einer gemeinsamen Firmenbesichtigung mit Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Brohltal, und Rolf Hans, Ortsbürgermeister von Niederzissen, sowie den Wirtschaftsförderern des Kreises und der VG. Ein solcher Gründergeist stärke den Wirtschaftsstandort Kreis Ahrweiler mit dem Brohltal, so Pföhler und Bell.

Lightway hat sich auf bestimmte Marktsegmente spezialisiert, nämlich die Herstellung geometrischer Formen von Metallbauteilen im Kundenauftrag sowie die Planung, Entwicklung und Konstruktion von Bauteilen. Hilger und Schäfer gründeten ihre Firma nach dreijähriger Planungsphase im Dezember 2016. Beide gelten als Experten der CNC-Technik (Steuerung von Werkzeugmaschinen) sowie der Entwicklung und Konstruktion hochleistungsfähiger Bauteile für die Autoindustrie sowie die Luft- und Raumfahrttechnik.

Tatkräftige Unterstützung und zentrale Lage

Hilger: „Als junges Unternehmen haben wir neben einer tatkräftigen Unterstützung maßgeblich durch die Wirtschaftsförderer des Kreises ideale Standortbedingungen vorgefunden.“ Dies gelte vor allem für die zentrale Lage mit Anbindung an die A 61 und schnelles Internet. „Dies ermöglicht es uns, in unserer Heimat eine Technologie abzubilden, die meist den großen Ballungsräumen vorenthalten ist“, so Hilger.

Erfreulich: Beide berichten bereits von ersten Geschäftsbeziehungen zu regional ansässigen Unternehmen und Kooperationsvereinbarungen mit Hochschulen sowie deren Forschungs- und Entwicklungslaboren.

Schnelle Herstellung, reduzierte Kosten

Das Besondere am 3D-Druckverfahren nach Auskunft der Geschäftsführer: Die herzustellenden Produkte werden schichtweise durch Erhärten des Materials per Lasertechnik aufgebaut (additives Verfahren) und nicht, wie bislang üblich, aus einem festen Block herausgefräst. Die Vorteile: schnelle und effiziente Produktion für die Kunden, Kostenreduzierung und Rohstoffersparnis, weil bei der Produktion kaum Abfälle wie Späne oder Verschnitt anfallen. Überschüssiges Material wird aufgesaugt, gefiltert und für den nächsten Produktionsauftrag verwendet.

Während der Gründungsphase wurde das Duo Hilger/Schäfer begleitet von den AW-Wirtschaftsförderern und den ihnen angeschlossenen Senior Experten, bei denen ehemalige Führungskräfte ihr Fachwissen an Firmengründer und Jungunternehmer weitergeben. Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Ahrweiler

Metallverarbeitung in Präzision, präsentiert von zwei Jungunternehmern: Pascal Schäfer und Thomas Hilger (vorne von links) mit Johannes Bell (5. v. l.), Dr. Jürgen Pföhler (4. v. r), Rolf Hans (3. v. r.) sowie den Wirtschaftsförderern von Kreis und Verbandsgemeinde Brohltal. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler/Gausmann Foto: Martin Gausmann

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