Jahrestour der Jugendfeuerwehr Remagen nach Ritzenried im Pitztal
Abenteuerlicher Ausflug in den Süden
Ein abwechslungsreiches Programm bereitete den Jugendlichen spannende Tage in Österreich
Remagen. Vor Kurzem war es wieder so weit: Nachts trafen sich die Jugendfeuerwehrmitglieder am Gerätehaus in Remagen, um gemeinsam mit vier Leihfahrzeugen in den Süden zu starten. Ziel der Tour war ein Jugendgästehaus in Ritzenried in Österreich. 16 Jugendliche und sechs Betreuer nahmen an der Tour teil. Nach einer circa achtstündigen Autofahrt mit mehreren Pausen kam man in dem beschaulichen Dorf Ritzenried an. Um 10 Uhr wurden die Zimmer eingeteilt, die Betten bezogen und alles häuslich eingerichtet. Nach einer Stärkung am Mittag ging es sofort mit dem Programm los. Es wurde von Hoch Imst auf die Untermarkter Alm in 1550 Metern Höhe gewandert. Der Weg zurück ins Tal war jedoch wesentlich rasanter. Die Remagener Reisegruppe bestieg die Wagen der „Alpine Coaster Bahn“ - die größte Alpenachterbahn der Welt. In zehn Minuten wurde eine rasante Strecke von 3535 Metern in einem waghalsigen Tempo zurückgelegt. Wieder in Ritzenried angekommen, wurde im Jugendgästehaus der Grill befeuert und sich reichlich, nach dem sportlich-spannenden Nachmittag, gestärkt. Nachdem alle satt waren, saß man in gemütlicher Runde zusammen und spielte Karten. Bei mehreren Partien Uno und Gesellschaftsspielen unterhielt man sich über den Tag und das Erlebte.
Hochseilgärten, Rafting und Canyoning
Am nächsten Morgen wurde reichlich gefrühstückt und die Zimmer in Schuss gebracht. Um 11 Uhr stand dann ein Besuch des XP Abenteuerparks am Hochzeiger an, alle wurden mit einem Helm und Sicherheitsgurt ausgestattet, dann ging es nach einer Einweisung im „Alpin Center“ durch das Fachpersonal auch schon los. Der Hochseilgarten war eine Kombination aus Naturhoch- und Waldseilgarten mit über 59 Übungen und Seilrutschen. Die größte Seilrutsche war der „Flying Fox“ über einer Schlucht mit Wasserfall mit einer Länge von circa 60 Metern. Nach einem so aufregenden Nachmittag war das kühle Nass in einem See gefragt, dort wurde sich im Bergwasser abgekühlt. Eines der Highlights war die Rafting Tour auf dem Inn, mit je acht bis zehn Personen im Boot war hier Teamwork gefragt, um die vielen Wellen und Walzen ohne Kentern zu bezwingen. Am Nachmittag wurde die Stadt Imst besucht, wo jeder die Möglichkeit hatte, etwas einzukaufen. Abends wurde ein Lagerfeuer entzündet und es wurde später Stockbrot mit allen Kindern und Betreuern zubereitet.
Am Dienstag ging es zur „Outdoor Area 47“, Europas verrücktester und sportlichster Abenteuerspielwiese am 47. Breitengrad. Dort erlebten die Remagener eine Menge Spaß. Der Wasserpark ist 20.000 Quadratmeter groß mit Wasserschanzen, „Blobbing“, Rutschenpark, Wakeboarding, Sprungtürmen von einem bis zehn Metern Höhe und vielem mehr - hier kam jeder auf seine Kosten. Vor dem Abendessen wurde der Fußballplatz aufgesucht und ein tolles Spiel mit zwei Mannschaften gegeneinander ausgetragen.
Mittwochs stand eine umfangreiche Radtour von zwölf Kilometern auf dem Programm, es wurde von Haiming nach Oetz mit Montanbikes am Inn und an der Oetztaler Ache vorbei geradelt. Ziel war die künstlich angelegte Mountainbike-Strecke in Oetz, die anschließend von jedem befahren werden konnte. Auf der Rücktour wurde man vom Regen überrascht.
Nach der Rückkehr nach Haiming waren alle Teilnehmer ganz durchnässt und sahen aus wie richtige Motocross-Fahrer. Nach dem Abendessen stand eine Filmnacht im Haus für jeden auf dem Programm, dazu wurde reichlich Popcorn und Nachos mit verschiedenen Soßen gereicht.
Schwerpunkt des Donnerstags war die große Rafting Tour „Imster Schlucht“, das ist Europas Klassiker auf dem Fluss Inn mit vielen Wellen, Spritzwasser und verschiedenen Teamspielen, alle hatten so großen Spaß, dass sie gar nicht mehr aus dem Boot steigen wollten.
Danach ging es mit den Leihfahrzeugen zum Piburger See, wo nach einer kurzen Wanderung um den See die Badeanstalt besucht wurde. Der Sprung in den, mit 22 Grad Celsius, wärmsten Sees Österreichs sorgte neben einer willkommenen Abkühlung auch für große Begeisterung bei Kindern und Betreuern.
Am Freitag gab es das Highlight der Tour - die Canyoning-Tour „Apachi“. Hier musste sich von einer Brücke 17 Meter tief abgeseilt werden. In der Schlucht angekommen ging es weiter durch das Wasser über Naturrutschen, es galt, Sprünge in tiefer liegende Pools zu absolvieren und weitere Abseilstellen zu bewältigen. Drei Stunden führte der Weg durch den Canyon. Am letzten Abend wurde nochmals ausgiebig gespielt und ein tolles Lagerfeuer entfacht, wo das Remagener Team zusammen den Abend ausklingen ließ.
Helikoptereinsatz wurde hautnah miterlebt
Nachdem am Samstag alle Zimmer gereinigt waren und in Ruhe gefrühstückt wurde, ging es mit den Leihfahrzeugen Richtung Heimat, hierbei wurde in Imst noch ein kleiner Zwischenstopp gemacht und die Bergwacht mit Ihren drei Hubschraubern besucht. Der Notarzthubschrauber „Pelikan 1“ wurde ausgiebig erklärt, kurz vor Schluss der Besichtigung wurde der Helikopter dann zum Einsatz gerufen, den Start erlebte die Gruppe hautnah mit. Nun hieß es aber Abschied nehmen, nach mehreren Zwischenstopps und einer relativ ruhigen Fahrt kamen alle gegen 20.30 Uhr wohlbehalten am Gerätehaus in Remagen an.
Sowohl die Jugendlichen wie auch die Betreuer zeigten sich von der Tour begeistert. Es sei noch gesagt, dass die Vorbereitungen für die nächste große Tour 2016 schon in Planung sind.
Alle teilnehmenden Mitglieder der Jugendfeuerwehr Remagen verbrachten tolle Tage im Pitztal.
Der „Pelikan 1“ Rettungshubschrauber wurde ausführlich erklärt und begutachtet.
