Allgemeine Berichte | 24.11.2014

Tag der Demokratie in Remagen

„Ankommen - Angenommen?!“

Ökumenischer Gottesdienst rückte die Flüchtlingsproblematik in den Mittelpunkt

Beim Gottesdienst an der Friedenskapelle wurde an die 53 Millionen Flüchtlinge weltweit erinnert. privat

Remagen. Der Ökumenische Gottesdienst am „Tag der Demokratie“ an der Friedenskapelle zur „Schwarzen Madonna“ war gut besucht. Bevor Neonazis am vergangenen Samstag zum sechsten Mal ihren Gedenkmarsch begannen, versammelten sich zahlreiche Christen, um für den Frieden zu beten. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand unter dem Leitwort „Ankommen - Angenommen?!“ die Not der weltweit 53 Millionen Flüchtlinge, die ihre Heimatländer wegen Folter, Bomben, Bürgerkrieg, politischer Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen verlassen. Die Frauen, Kinder und Männer erhalten von der Ökumenischen Flüchtlingshilfe eine ganzheitliche Unterstützung nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Pfarrer Frank Klupsch betonte in seinen Eröffnungsworten, dass alle Menschen, die bei uns ankommen, herzlich willkommen seien Sie seien angenommen als Schwestern und Brüder, unabhängig von ihrer Rasse und ihrer Religion. Dazu verpflichteten Christen der Glaube und gemeinsame Werte wie die Gastfreundschaft, die in sämtlichen Kulturen religiös fundierte Praxis ist.

Pfarrerin Elisabeth Reuter sprach die Gebete und las im Wechsel mit der Gemeinde Psalm 18, der von Gott spricht als dem Recht Schaffenden für die Menschen, denen Gewalt angetan wird. Pfarrer Jürgen Tibusek von der Credogemeinde las aus dem Buch Leviticus und aus dem Matthäusevangelium. Pfarrer Klaus Neufang leitete seine Predigt mit dem Interview eines syrischen Mediziners ein, der alles zurückgelassen hat und nun in Deutschland neu beginnt und seine Ausbildung zum Facharzt anstrebt. Das Dilemma der Asyl- und Flüchtlingspolitik in Europa verdeutlichte Pfarrer Neufang mit anschaulichen Beispielen. Nicht der Schutz von Flüchtlingen, sondern der Schutz vor Flüchtlingen stehe derzeit im Fokus der Politik. Die Debatte über Flüchtlinge und die „richtige“ Zuwanderungspolitik sei inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Prof. Dr. Peter Ockenfels fasste in den Fürbitten alle Anliegen zusammen.

Am Schluss des Gottesdienstes erteilten alle Geistlichen gemeinsam den Segen und entließen die Gottesdienstteilnehmer in einen aktionsreichen Tag in der Remagener Innenstadt. Der Tag der Demokratie endete mit einem interreligiösen Gebet auf dem Remagener Marktplatz. Schlusspunkte waren weiße Luftballons, die Kinder in den abendlichen Himmel aufsteigen ließen.

Beim Gottesdienst an der Friedenskapelle wurde an die 53 Millionen Flüchtlinge weltweit erinnert. Foto: privat

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