Bodo Bach begeisterte in der Remagener Rheinhalle
„Auf der Überholspur“
Remagen. Wer morgens auf dem Weg zur Arbeit schon Radio hört und das unverwechselbare Telefonfreizeichen hört, erkennt sogleich seine Stimme: „Ich hätt da gern emal ein Problem“: Bodo Bach, der mit seinen so genannten Problemen die Anrufer nervt, überrascht, entzückt, erheitert, und vor allen Dingen auch die Zuhörer oft genug hellauf lachen lässt. Nun begeisterte der Komiker Bodo Bach, alias Robert Treutel, bereits zum dritten Mal in der Remagener Rheinhalle sein Publikum. Dieses Mal waren rund 420 Fans gekommen und ließen sich von seinem neuen Programm „Auf der Überholspur“ regelrecht begeistern. Immer wieder hielten sich die Fans nach lockeren Sprüchen des Dauerredners die Bäuche vor Lachen. Dabei resümierte Bach über das Problem des Älterwerdens, und machte auch nicht halt vor seiner Frau Gerda, die für so manchen Gag herhalten musste.
Vom Laufstall bis zum Treppenlift
Alles und jeder ist in Bewegung. „Mobilität“ heißt das Zauberwort des 21. Jahrhunderts. Vom Laufstall bis zum Treppenlift - immer auf Achse: Kids auf Skateboards, Bestager auf Mountainbikes und Essen auf Rädern. „Wir laufen im und drehen am Rad und werden dabei zu allem Überfluss auch noch immer älter“. Das Thema hatte Bodo Bach wirklich drauf. Mit alltäglichem wie dem Shampoo ab 40 für den hohen Stirnansatz, der Fitness - natürlich den Marathon und nicht den Halbmarathon für die Weicheier -, um die Rente mit 67 noch genießen zu können, oder der „tollen Bustour“ mit seiner Frau Gerda wusste der 57-Jährige zu begeistern. Mit haarsträubenden Geschichten aus seinem rasanten Leben, wusste der spaßbetriebene Bewegungsmelder zu begeistern.
Einfach mal die Bremse treten
Vor allem die „Best Ager“ hatten es ihm angetan, denn heute ist 50 das neue 30, 60 das neue 40 und mit 70 wird „Mann“ noch mal Papa. Doch letztlich riet er nach heftigen Lachattacken im Publikum, demselben, einfach mal auf die Bremse zu treten und zu entschleunigen. Entscheidend für unser Zeitgefühl sei das Gedächtnis. Die „ersten Male“ bleiben kleben. Deshalb riet er, wieder viele erste Male zu erleben. Und damit meinte er nicht das erste Magengeschwür, die erste Darmspiegelung oder den ersten Bypass. Das Publikum war hin und weg vor Begeisterung über den zweistündigen Auftritt von Bodo Bach und spendete immer wieder spontanen Applaus.
