Eifelverein Remagen
Auf eigener Fährte
Remagen. Ein großer Teil der Wanderwege rings um Remagen ist leider derzeit unbegehbar, da sie bei der Forstbearbeitung von Monstermaschinen zu Schlamm zermahlen wurden. So mussten die Remagener Eifelfreunde weitgehend auf befestigte Straßen ausweichen. Gleich ab Bad Bodendorf wandelte man im Knaustal sozusagen auf eigener Fährte. Denn dieser Wanderweg wurde 1888 gleich nach der Gründung der Ortsgruppe Remagen des Eifelvereins gemeinsam mit dem Verschönerungsverein angelegt. Bodendorf gehörte damals noch zu Remagen. Oben auf der Höhe zeigten sich selbst bei diesem grauen Wetter in der Ferne Siebengebirge und Westerwald.
Straußen und Schwarze Schwäne
Vorbei am Forsthaus Erlenbusch ging es zur Straußenfarm, wo diese Riesenvögel zu Ehren der Besucher spontan mehrere Formationsrennen vorführten und zwei Hähne sich mit gewaltigem Flügelschlagen gegenseitig imponierten. Ökologisch mag man die Pflege und Anlage von Golfplätzen skeptisch beurteilen. Der gepflegte Platz am Köhlerhof aber ist eine Augenweide mit seinem herrlich satten Grün. Zwei schwarze Schwäne ließen sich aus nächster Nähe bewundern. Weit reicht der Blick von dort über die Eifelhöhen. Am Lohrsdorfer Bach entlang führt ein bildschöner Weg, der nirgends als Wanderweg eingezeichnet ist, obwohl er es verdient hätte. Die verkehrsreiche B 266 ist schnell überquert, ein Fußgängersteg über die Ahr bietet sich in Lohrsdorf an für den abschließenden Kilometer am Flussufer zum Bahnhof Heimersheim. Fazit: Auch Kurzwanderungen ganz in der Nähe können höchst reizvoll sein.
