Hessischer Mundart-Kabarettist begeisterte über 400 Zuschauer in der Rheinhalle
„Bäst of“ Begge Peder
Remagen. Das „Bäst of“ aus seinen vier Programmen präsentierte am Freitag der hessische Mundart-Kabarettist Peter Beck, bekannt als notorisch meckernder Hausmeister „Begge Peder“ vor über 400 begeisterten Gästen in der Remagener Rheinhalle. Allein sein Auftritt mit Hausmeisterkittel, Hochwasserhose, kariertem Hemd, Rasierpinsel-Hut, Hornbrille, breitesten Sandalen und schiefen Zähnen ist bereits eine Attacke auf die Lachmuskeln. Wenn er aber auch noch im breitesten hessischen Dialekt den Mund aufmacht und Anekdoten über Mitmenschen und seine reichhaltigen Erlebnisse zum Besten gibt, quietscht das Publikum einfach vor Lachen. So auch in Remagen.
Schicki-Micki-Szene
Ohne großes Drumherum attackiert er die Familie seines Freundes Wertstoff-Günther. Besonders an dessen Frau Marlies ließ er kein gutes Haar. „Das 140-Kilo-Täubsche hat Maße von 90-60-90, ums Bein, un um´sannere auch“.
Da nimmt er die Fondue-Party des Nachbarn ebenso auf´s Korn wie vor allem auch die Schicki-Micki-Szene, die ihn ein ums andere Mal die Nase rümpfen lässt. Auch das Fußballspiel nahm er angesichts der WM auf die Schippe. Da werde aus jedem Fußballspiel inzwischen ein Event von fünf Stunden. Da bekommt einfach jeder sein Fett weg, und die Stammtischwitze kommen an, auch wenn sie manchmal ein wenig schlicht daherkommen.
"Ohne vill Geschiss"
Das Publikum mag´s und klopft sich immer wieder vor Lachen auf die Schenkel. Mit „bodenständigem Witz ohne vill Geschiss“ oder höher trabenden Bedeutungen brachte Begge Peder sein Publikum zum Lachen. Alles, was so um ihn drumherum ist, nimmt er unter den Holzhammer. Ob im täglichen Kampf mit seiner Frau und zugezogenen Neubürgern, beim Renovieren des Badezimmers oder als „engster Freund“ des Bürgermeisters. Als guter Beobachter seiner unmittelbaren Umgebung, nimmt Begge Peder kein Blatt vor den Mund und bringt die Ärgernisse des Alltags ungeschminkt und schlicht auf den Punkt. Die Lacher hatte der Hesse, der zum ersten Mal auf der Rheinhallenbühne gastierte, in jedem Fall auf seiner Seite.
