Allgemeine Berichte | 12.02.2015

Eifelverein Remagen

Berge in zu kurzem Hemd

Eine fröhliche Einkehr gehört dazu. privat

Remagen. Fünf amtliche Sterne erhielt der Rundweg „Breisiger Ländchen“ für die Schönheit der Landschaft, die der Wanderer dort zu sehen bekommt. Und diese fünf Sterne sind verdient. Der Weg beginnt bei den Römerthermen in Bad Breisig. Bei klirrender Kälte drängt sich dort natürlich der Gedanke auf, man könnte doch den Tag auch im Thermalbad verbringen oder gar in der Sauna. Aber es wäre bei diesem herrlichen, sonnigen Wetter, wirklich schade gewesen nicht zu wandern. Außerdem sind die sonst stellenweise etwas matschigen Wege durch das Breisiger Ländchen knackig hart gefroren besser zu begehen. Gleich hinter den Thermen beginnt der Anstieg im Wald und schon auf der Augustenhöhe wird man reich belohnt mit einem großartigen Ausblick über das Rheintal und die gegenüber liegenden Höhenzüge. Nördlich des Vinxtbachtales verläuft der weitere Weg mal durch Wald, mal über offene große Wiesen und plötzlich überrascht im Westen ein ganz anderes Panorama. Dort zeigten sich die über 600 m hohen Eifelberge in prächtigem, makellosen Weiß ihrer geschlossenen Schneedecken. Aber so, als sei ihnen dieses Hemd zu kurz geraten, reichte es nach unten nur bis zu einer scharf gezogenen Linie. Das war die Null-Grad-Grenze beim Schneefall einige Tage zuvor gewesen. Unterhalb dieser Linie überwog das vom Reif überzogene Grün. Die markante Burgruine Olbrück diente in der Ferne als Orientierungspunkt.

Nach Waldorf wechselt der Weg in das Tal des Frankenbaches. Plötzlich stand ein riesiger Pilz am Wegrand. Der hatte sich wohl in der Jahreszeit geirrt. Im Aussehen einem echten Reizger ähnlich war er mit einem Hutdurchmesser von über 35 cm dafür aber viel zu groß. Ein Holzfäller unterbrach freundlicherweise seine Arbeit, um die Remagener Eifelfreunde nicht zu gefährden und führte dann vor, wie er mit Hilfe seiner Kettensäge und einer ferngesteuerten Seilwinde ganz alleine auch große Bäume genau in die gewünschte Richtung fällen kann - und schon krachte der 18 m hohe Baum wie vorgesehen zu Boden.

Der Verlockung, im Gutshof Mönchsheide neben dem Segelfluggelände einzukehren, wollten und konnten die Wanderer nicht widerstehen. Obwohl unangemeldet, war die Gruppe willkommen und alle fanden an einer schnell geschaffenen langen Tafel Platz. Danach ging es gestärkt auf bequemem Weg zum „Hahn“, einer hervorspringenden Bergzunge über dem Rheintal. Dort finden sich noch erstaunlich gut erhaltene Reste einer keltischen Fliehburg. Von 600 bis 100 v.Chr., also ein halbes Jahrtausend, haben dort Kelten vom Stamm der Treverer gelebt. Den Platz hatten sie gut gewählt. Der Steilhang nach fast allen Seiten bot einen guten natürlichen Schutz und damals wie heute hatte man von dort oben einen phantastischen Blick auf Rhein und Westerwald. Aber heute sieht man mehr als die Kelten je wahrnehmen konnten. Der Blick auf Schloß Arenfels, Burg Rheineck und Burgruine Hammerstein ist hinzugekommen. Auf einem Zickzackweg war von dort dann Bad Breisig schnell erreicht.

Eine fröhliche Einkehr gehört dazu. Foto: privat

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