Weihbischof Jörg Michael Peters spendete 102 Jugendlichen das Sakrament der Firmung
Beziehung zu Gott soll wachsen
Remagen. Der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters spendete 102 Jugendlichen aus den fünf Remagener Pfarrgemeinden das Sakrament der Firmung. Diese zeichenhafte Salbung soll die jungen Christen auf ihrem Lebensweg stärken. Schnell löste sich die Anspannung im Gespräch mit dem Weihbischof vor den Gottesdiensten, denn Jörg Michael Peters hat eine gewinnende sympathische Art, auf die Menschen zuzugehen. Sobald das Eis gebrochen war, erzählten die Jugendlichen vom langen Weg der Vorbereitung, den Themen der Glaubenskurse, dem Firmwochenende in Vallendar und von den interessanten Projekten. Die Firmvorbereitungen standen unter dem Leitwort: „Einander verstehen“. Firmunterricht soll keine verlängerte Schulstunde sein, meinte der Bischof. Er komme nicht, um Wissen abzufragen. Vielmehr gehe es darum, dass die Beziehung zu Gott wachse wie die Schuhe.
Als sie ihre ersten Worte über Gott gehört hätten, trugen sie noch Kinderschuhe - heute „größere Boote“. So schaffe die Firmvorbereitung Räume, um mehr über Gott und uns selbst zu erfahren. Er dankte den Seelsorgerinnen und Seelsorgern sowie den Katechetinnen und Katecheten für den Dialog mit den Jugendlichen über die Glaubensinhalte des Evangeliums von der Liebe Gottes.
Ganz still wurde es, als Jörg Michael Peters auf die Frage seines Lebenswegs antwortete. Seine persönliche Erfahrung mit Gott sei langsam gewachsen, seine Bindung sei immer stärker geworden. Sehr viel Freude kam auf, als bekannt wurde, dass in der bischöflichen Kleidung ein leidenschaftlicher Fußballfan steckt, der sehr viel übrig hat für Sport.
Als Saarbrücker sei er nach wie vor Fan des 1. FC Saarbrücken, verriet er auf Nachfrage. Ansonsten geht er gerne Schwimmen - aber nicht in Trier, da schaffe er seine Bahnen nicht, da die Leute ihn ständig grüßten. Wann immer es möglich ist, fährt er mit dem Fahrrad an der Mosel oder Saar entlang und genießt auch die kleinen Pausen mit einer leckeren Pizza. Seine sportliche Begeisterung kommt ihm in seiner Rolle als Deutschlands Sport-Bischof zugute.
Dass der Weihbischof das Wort Gottes in die heutige Zeit hineinsprechen kann, zeigte er in seiner eindrucksvollen Predigt. „Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber“, übersetzte er in die digitale Welt, in der sich die Schülerinnen und Schüler bestens auskennen. Nach der Predigt stellten sich die Firmlinge vor dem Altar mit ihren Patinnen und Paten auf. Bekleidet mit den bischöflichen Würdezeichen: Mitra, Brustkreuz, Ring und Stab, salbte Jörg Michael Peters sie mit Chrisam, einem geweihten kostbaren Öl. Unter den Firmlingen war auch ein behindertes Mädchen, dem sich der Bischof besonders aufmerksam annahm.
Nach fast zwei Stunden ging eine würdige, frohe Feier zu Ende. Musikalisch wurde sie von den Kirchenmusikern und Chören der Remagener Gemeinden gestaltet. Vertreter der Pfarrgemeinderäte gratulierten den Neugefirmten recht herzlich und wünschten ihnen Gottes Segen. Vor dem Schlusssegen dankte Bischof Peters allen für ihren Einsatz - ganz besonders Gemeindereferentin Sabine Gilles für die Leitung und Koordination der Firmvorbereitung in den fünf Gemeinden. Ein großes Wort des Dankes ging auch an Dr. Johannes-Georg Meyer für seinen engagierten Dienst als Dechant und Pfarrer.
Nach dem Auszug kam der Bischof zurück an den Altar und stellte sich mit den Neugefirmten geduldig den wartenden Fotografen. Foto: privat
