Künstlerforum Remagen
Bonner Gruppe präsentiert Radierungen ab 9. November
Remagen. „ÄTZEND“ heißt die neue Ausstellung, die ab Sonntag, 9. November, zehn Bonner Künstler mit druckgrafischen Arbeiten in Radiertechnik im Künstlerforum Remagen präsentieren. Die Mitglieder der Bonner Radiergruppe „Ätzend“ arbeiten alle in der Technik des künstlerischen Tiefdrucks, jedoch mit individuellen Ansatzpunkten, ganz eigenen künstlerischen Stilen und mit verschiedenen Varianten der Radierung.
Während Sandra Beyer Fotografien und mikroskopische Bilder als Ausgangspunkt für ihre überwiegend in schwarz-weiß gehaltenen, ruhigen Kompositionen wählt, versucht Dorothee von Glinski klassische Radiervorgaben spielerisch-ironisch ins Malerische zu übertragen. Die Arbeiten von Cornelia Gyárfás schöpfen aus dem Themenkreis von Literatur und Sprache, was sich in Kaltnadel-Portraits bekannter Schriftsteller zeigt. Miriam Hofmann setzt sieben Aussagen Jesu aus dem Johannesbrief in Kupfer-Radierungen und Künstlerbücher um.
Michael Jörgler verändert die Kupferplatte im Lauf des Druckprozesses durch wiederholte chemische und mechanische Bearbeitung.
Seine Motive reichen von abstrahierten Raumdarstellungen bis hin zu geometrischen Mustern. Gabriele Ritter bevorzugt eine eher „realistische“ Darstellungsweise bei ihren Pusteblumen, Wasseroberflächen oder den Lichttürmen, wie sie auf dem Dach der Bonner Kunsthalle zu sehen sind. Dietrich Sommerfeldt dokumentiert konkrete Orte oder erlebte Situationen. Hierbei dominieren grafische Elemente, die er durch malerische Bearbeitung in Aqua-Tinta-Technik erweitert. Ina Watermann ließ sich auf zahlreichen Reisen und durch ein Buch über die „phantastische Zoologie in der Weltliteratur“ zu mehrfarbigen, illustrativen Arbeiten inspirieren.
Michaela Winter zeigt neben ihren Insekten auch Arbeiten aus dem Projekt „Chaos, Balance und Kombinatorik“ - Motive von Abrissen lieferten hierfür künstlerische Impulse.
Die Radiergruppe „Ätzend“ wurde 2000 gegründet. Sie trifft sich regelmäßig unter der Leitung von Victoria Westmacott-Wrede in den Ateliers der Artefact-Werkstatt für Kunst in Bonn zum Arbeiten, zum Austausch oder zur Planung gemeinsamer Projekte. Trotz unterschiedlicher Stile und Ansätze fühlen sich die Künstler der Gruppe über die Techniken des künstlerischen Tiefdrucks miteinander verbunden.
Die Ausstellung startet am Sonntag, 9. November, um 15 Uhr mit einer Einführung von Dr. Heidrun Wirth. Die teilnehmenden Künstler sind zur Eröffnung anwesend. Die Ausstellung läuft bis Sonntag, 7. Dezember, und ist samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
Am Samstag, 6. Dezember (Nikolaus- und Mittelalter-Markt), ist die Ausstellung von 11 bis 19 Uhr, am Sonntag, 7. Dezember (Nikolaus-Markt), von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Eine Strichatzung von Victoria Westmacott-Wrede.
