Dreck-Weg-Tag in Kripp
Dem Dreck zu Leibe gerückt
Kripp. Ein fester Bestandteil im Kripper Terminkalender ist der Dreck-Weg-Tag, an dem sich Jahr für Jahr ehrenamtliche Helfer beteiligen, um den Unrat, den andere weggeworfen oder liegen gelassen haben, rund um den Ort einzusammeln und zu entsorgen. Seit 2010 kann der Dreck-Weg-Tag im Kreis Ahrweiler innerhalb einem Zeitrahmen von drei Monaten frei gewählt werden. Die Kreisverwaltung stellt den Gemeinden jeweils die Container und die Handschuhe. Der Kripper Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer hatte zur Aktion in Kripp nun eingeladen. Starke Unterstützung hat er jedes Jahr von der Feuerwehr Kripp um Einheitsführer Ingo Wolf und seinem Stellvertreter Achim Geil. 15 ehrenamtliche Helfer fanden sich am Feuerwehrgerätehaus zusammen, um mit Handschuhen, Müllsäcken Greifzangen und Gerätschaften "bewaffnet", sich auf den Weg rund um Kripp zu machen. Mit dabei waren in diesem Jahr auch einige eritreische Flüchtlinge, die in Kripp eine neue Heimat gefunden haben und sich gerne an örtlichen Aktionen, wie auch am Weihnachtsmarkt, beteiligen. Begleitet wurden sie von Maria Müller von der ökumenischen Flüchtlingshilfe. Rund um Kripp wurde in Gruppen gesammelt, so im Badenacker, entlang der Rheinallee, in der Römerstraße und den Neubaugebieten in Richtung Remagen bis zum Balthasar-Kreuz und hinter der Bauschuttdeponie. Ein Fahrzeug von der Stadt stand bereit, um die Müllsäcke an den einzelnen Fundorten einzusammeln und zum Feuerwehrgerätehaus zu bringen, wo der Container bereit stand. Und was die 15 ehrenamtlichen Helfer zum Wohle aller sammelten, war schon erstaunlich.
Arbeitsreicher Spaziergang
Neben Papier und Plastik, Draht, Glas, leeren Flaschen Tüten mit Hundekot und Kaffeebechern waren auch Reifen achtlos in die Natur geworfen worden, ebenso wie eine Mikrowelle und Staubsauger. Nach gut zwei Stunden durch Feld und Flur war der arbeitsreiche Spaziergang zu Ende und die Helfer wurden zum Feuerwehrgerätehaus gebracht, wo aus dem Budget des Ortsbeirats eine deftige Mahlzeit auf die Helfer wartete. Bisher hatte Jahr für Jahr der Inhaber des Kripper Lebensmittelladens, Klaus Kupp, für die Stärkung der Freiwilligen gesorgt. Für die Getränke sorgt wie von Anfang an der Kripper Getränkehandel Dahm. Ein herzliches Dankeschön von Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer, der auch selbst mit dabei war, galt allen fleißigen Helfern. „Schon von Beginn an des Dreck-Weg-Tages im Kreis Ahrweiler, seit 2005, nehmen Kripper Bürger jedes Jahr an der Aktion teil. Früher waren auch eine ganze Reihe von Kindern mit dabei. Mal waren es über 40 Freiwillige, mal zwölf, mal 20 bis 25 und in diesem Jahr 15. In diesem Jahr haben wir deutlich weniger Müll gesammelt. Dennoch war der Kipper des städtischen Fahrzeuges voll“, betonte Heinz-Peter Hammer. Bei all den Möglichkeiten zur Entsorgung von Müll, den der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises Ahrweiler bietet, müsste es so viel Abfall, der achtlos weggeworfen wird, gar nicht geben. Dennoch passiert es immer wieder. So ist der Dreck-Weg-Tag im Kreis Ahrweiler eine gute Sache.
15 fleißige Helfer räumten ordentlich in und um Kripp auf. Fotos: AB
Der Kipper wird am Rhein beladen.
In der Römerstraße, Richtung Remagen lag auch Müll.
