Allgemeine Berichte | 17.04.2015

Eifelverein Remagen unterwegs auf dem Prädikatswanderweg Moselsteig

Der Kaffee kam wie gerufen

Auf dem Weg nach Palzem wurden die Wanderer mit einem Kaffee überrascht. privat

Remagen. Mit allen 24 Etappen des Prädikatswanderweges Moselsteig von der französischen Grenze bis zur Mündung in den Rhein hat sich der Eifelverein Remagen ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Denn das bedeutet nicht weniger als 365 km bergauf und bergab. Die Wasserstraße selbst wäre auf dieser Strecke mit 242 km wesentlich kürzer. Doch für alle Mühe wird man reichlich belohnt, wie schon die erste Etappe von Perl bis Palzem bewies. Am Dreiländereck bei Apach beginnt der Moselsteig oberhalb malerischer Weinberge. Die Mosel unten im Tal hat dort schon seit ihrer Quelle am Col de Bussang in den Vogesen 302 km hinter sich, also mehr als die Hälfte ihrer gesamten Länge. Trotz wiederholtem Nieselregen bot sich gleich zu Beginn ein großartiger Ausblick in die schöne Landschaft. Hinzu kam ein wahres Frühlings-Blumenmeer - auf dem Waldboden Anemonen soweit das Auge reichte, an den Wiesenrändern ausgedehnte Veilchenteppiche, Schlüsselblumen, Blausternchen und so weiter, einmal sogar eine ganze Insel voll blühender Küchenschellen. Hier verläuft der Weg bereits ein Stück auf französischer Seite, wo diese so selten gewordene schöne Blume natürlich dann Pasque heißt.

Überraschung in der Natur

Mit 24 km ist die erste Etappe reichlich lang und Schutzhütten gibt es kaum. Umso willkommener war daher in einer Regenpause ein Stapel Baumstämme als Sitzgelegenheit für eine Rast. Und da öffnete sich doch tatsächlich ein in hoher Hecke verborgenes Gartentürchen und ein liebenswürdiges Ehepaar brachte den Wanderern eine große Kanne voll köstlich duftendem Kaffee! Das war ein großartiges Geschenk genau im richtigen Augenblick. Weiter ging es auf diesem abwechslungsreichen Weg, der auch geologisch Interessantes zu bieten hat. Eine große Doline direkt neben dem Moselsteig zeigte eindrucksvoll, wie dort alle Niederschläge durch ein sogenanntes Schluckloch an der tiefsten Stelle versickern, sich im unterirdischen Höhlenlabyrinth des Kalkgesteins ihren Weg suchen, um schließlich ganz woanders wieder zum Vorschein zu kommen. Palzem, der Zielort dieser Etappe, liegt schon auf rheinlandpfälzischem Gebiet, bis dahin gehört das rechte Moselufer ab der französischen Grenze zum Saarland. Der kleine Ort hat heute nicht mehr Einwohner als vor 180 Jahren, verfügt aber über einen den Wanderern hochwillkommenen Bahnhof.

Auf dem Weg nach Palzem wurden die Wanderer mit einem Kaffee überrascht. Foto: privat

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