Schützenfest der Sankt-Sebastianus-Schützengesellschaft
Der Präsident wurde zum „Major“ ernannt
Feierliche Beförderung von Wolfgang Strang in der Kirche Sankt Peter und Paul
Remagen. Es gilt als eines der großen gesellschaftlichen Jahresereignisse in Remagen: das Schützenfest der Sankt-Sebastianus-Schützengesellschaft von 1478. Eröffnet wurde es nun zum ersten Mal mit der Messe des Patroziniums der Sankt Peter und Paul-Kirchengemeinde durch Pfarrer Frank Klumpsch. Das neue Oberhaupt der katholischen Gläubigen legte in seinen Worten während der Messe sehr viel Wert darauf, allen Beteiligten, ob Kirchenchor oder Messdiener, ob seinen Helferinnen im Büro oder der gesamten Gemeinde, zu danken für ihre Mitarbeit im Dienste der Gemeinschaft. Und die Gemeinschaft der Gläubigen und die der Schützen waren zahlreich vertreten im Kirchenschiff. Bereits bei der Willkommensparade am Mittag auf dem Marktplatz hatten die Reihen der Bürger mit ihrer Anwesenheit gezeigt, welch großen Stellenwert die Schützengesellschaft in Remagen hat. Viele dieser Bürger erlebten dann auch die erstmalige Ernennung eines Präsidenten der Schützengesellschaft durch den Präses in der Kirche Sankt Peter und Paul.
Nach der Messe bat Frank Klupsch Präsident Wolfgang Strang zu sich. Begleitet von seinen Zugführern und den Fahnenträgern schritt der zum Altar - nichts ahnend von der Ehrung, die Folgen sollte. Von der Verbundenheit der Schützen zur Kirche, zu Werten wie Glaube, Sitte, Heimat und von dem Stellenwert in der Gesellschaft sprach Frank Klupsch. „Eine solche traditionsbewusste Gesellschaft lässt sich gerade in der heutigen Zeit nur mit sehr viel Geschick und Fingerspitzengefühl leiten und zusammenhalten,“ so der Pastor. Dieses müsse entsprechend gewürdigt werden. Nun habe er die ehrenvolle Aufgabe, einen Mann zu ehren, der seit dem Jahre 2011 an der Spitze der Gesellschaft wirke, würdigte der Pastor die Verdienste von Strang. An ihm war es auch, Wolfgang Strang die äußeren Zeichen der Beförderung in Form der Orden und Klappen unter dem Beifall der Kirchengemeinde-Mitgliedern und der Schützen zu überreichen. Natürlich verlas Frank Klupsch auch den Lebenslauf des soeben ernannten Majors der Schützengemeinschaft. Bereits im jugendlichen Alter von zwölf Jahren trat der heute 52-jährige Strang der Gesellschaft bei. Bereits 1983 hatte er sich zum kommissarischen Schießmeister „hoch gearbeitet“.
Ein Jahr später wurde er es offiziell und übernahm diese Aufgabe 15 Jahre lang. 1988 bekam er den Verdienstorden der Gesellschaft verliehen.
Im selben Jahr ging ein Jugendtraum in Erfüllung: Wolfgang Strang wurde Schützenkönig. 1996 wurde zum Leutnant ´99 zum Hauptmann ernannt. Seit diesem Zeitpunkt führte er die Remagener Schützenkompanie mit seinen zwei Zügen bei Festzügen und Prozessionen in nah und fern.
Wolfgang Strang wurde in den Folgejahren mit dem silbernen Verdienstkreuz, dem Hohen Bruderschaftsorden und dem St-Sebastianus-Ehrenkreuz der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft ausgezeichnet. Für seine Verdienste um das Schützenwesen und die Remagener Gesellschaft wurde er nun zum Major befördert. „Ein Verdienst, das bislang nur ganz wenige Schützen erlangen konnten“, betonte Frank Klupsch. Bei einem Empfang vor dem Kirchengebäude nahm Wolfgang Strang die Glückwünsche seiner Schützenbrüder und der Bevölkerung entgegen.
AB
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