Eifelverein Remagen auf Wanderung
„Durch das Land der Herren von Olbrück“
Brohltal. „Durchs Land der Herren von Olbrück“ hieß das Motto der Wanderung des Eifelvereins Remagen. In Niederdürenbach ging es los, zunächst durch dichten Wald, sanft ansteigend neben dem plätschernden Brohlbach. Er wurde von Kilometer zu Kilometer schmaler und wasserärmer und im Örtchen Hannebach stand die Gruppe plötzlich vor der schmuck eingefassten Quelle. Von dort bis zur Mündung in den Rhein hat sich der Brohlbach im Laufe von Jahrmillionen ein 20 Kilometer langes Tal gegraben.
Drei große Wappen zieren die Quellfassung und lösen sofort ein intensives Rätselraten aus, da sie nirgends erklärt werden. Links die Verbandsgemeinde Brohltal, rechts Brohl-Lützing, da kann man noch drauf kommen. Aber was ist mit dem Wappen darüber? Keiner wusste es. Es ist das Wappen der Herren Waldbott von Bassenheim, die 1480 einen Teil und 1555 den Rest der Burg Olbrück erbten.
Der kleine Ort Hannebach weist außer der Brohlbachquelle noch weitere Attraktionen auf. Unter Mineralogen ist der Ort sogar weltberühmt. Denn hier gibt es das äußerst seltene Mineral Hannebachit, das in den 50er Jahren erstmals in einem ehemaligen Basaltsteinbruch entdeckt wurde. Außerdem ist auch die hübsche Hubertuskapelle sehenswert und der Antoniushof, dessen älteste Teile aus dem 11. und 12. Jahrhundert stammen. Zurück ging es dann über offenes Land, Äcker und Wiesen, immer die malerische Burgruine Olbrück am Horizont als Blickfang. Von dort sei der Kölner Dom bei klarer Sicht zu sehen, meinte der Wanderführer. Manche blickten daraufhin so lange in das trübe Wetter, bis sie zur Erheiterung der übrigen selbst daran glaubten, die Silhouette des Doms ausfindig gemacht zu haben. Dabei reichte die Sicht an diesem Tag kaum bis Niederzissen, der Dom ist aber 80 Kilometer entfernt. Auch wenn sich die Sonne nur um die Mittagszeit einmal kurz blicken ließ, waren sich doch alle einig: Dies war eine schöne und abwechslungsreiche Wanderung.
