Prunksitzung der K.G. Grün-Weiß Oberwinter 1953 e.V.
Durchgängig Superlative mit Spitzenkräften aus Wölle und Kölle
Eine fantastische siebenstündige Sitzung begeisterte die Oberwinterer Narren
Oberwinter. Ob Paveier oder Blötschkopp, ob Kasalla oder Martin Schopps, ob Klaus und Willi oder die Hafengarde Oberwinter - die Fans waren hin und weg. Närrische Spitzenklasse vom Feinsten. Das war es, was die KG Grün-Weiß Oberwinter um Vorsitzenden Ulrich Kostrewa und Sitzungspräsidenten Ralf Otto ihren Gästen am Sonntag mit der großen Prunksitzung im prächtig geschmückten Glaspalast bot. Spitzenkräfte aus Wölle und aus Kölle ließen die knatschjecken genau 404 Narren immer wieder aus dem Häuschen geraten. Wenn sich das Programm auch leicht steigerte, konnte kaum eine Spitze ausgemacht werden, denn es wurde durchgängig die Superlative geboten. Standing ovations gab es schon beim Einzug der jecken Formationen aus Oberwinter. Angeführt wie immer vom Tambourcorps Oberwinter um Vorsitzende Katja Pertz und Tambourmajor Fred Jonen zogen der Elferrat und Vertreter von Hafengarde, Möhne und Fährnarren Rolandseck mit Sitzungspräsident Ralf Otto in die Narrhalla ein. Gleich darauf folgte der Einzug der Wölle-Kinderprinzessin Lea Pöpping mit ihrem knatschjecken Hofmarschall Niklas Müller und Hofdame Pia Pöpping. Lustig und locker gab sich die Kinderprinzessin, jubelte ihrem Volk zu, verteilte ihre Orden und sang anschließend gemeinsam mit den Narren im Saal ihr Lied „Ohne Dom, ohne Rhing, ohne Sonnensching“.
Tanz-Duo der Rot-Weißen Funken überzeugte mit Charme und Können
Mit Charme und bezauberndem Tanz überzeugte im Anschluss das Tanz-Duo der Rot-Weißen Funken Unkelbach, Nina Wiest und Patricia Bock. „Es ist einfach toll, wie die beiden tanzen. Das ist ein Tanz-Duo, das auch höheren Ansprüchen gerecht wird und sich mit Fleiß, Willen und Können weiter entwickelt“, fand Sitzungspräsident Ralf Otto, der seinen Part als Moderator bei der Sitzung wieder brillant füllte, lobende Worte für die beiden charmanten Tänzerinnen.
Mit „Achnes Kasulke“ kam dann die letzte deutschsprachige Putzfrau vor der Autobahn, alias Annette Esser, die in unnachahmlicher Weise wieder alles auf´s Korn nahm. Das Publikum brüllte immer wieder vor Vergnügen, wenn sie von ihrem Erwin erzählte, dem letztlich auch das neue Bockspringbett nicht zum Springen verholfen habe. Einen Rundumschlag gab es auch auf den Fußball. Im Herbst sei alles gefallen, nur der Blatter nicht. An die Spitze des Fußballs müsse eine Frau, „denn die sind von zuhause aus gewohnt Märchen zu erzählen“, so Kasulke. Ob Diätenwahnsinn oder fehlendes Kopfhaar, das in Ohren und Nase wohl Asyl gesucht habe, Achnes Kasulke ließ den Saal immer wieder in schallendes Gelächter ausbrechen.
Die Hafengarde – eine Augenweide
Absolute Augenweide hingegen war das Tanzcorps der Oberwinterer Hafengarde. Wunderschön deren Tanz, komponiert von Trainerin Alexandra Gilles. Da fehlte es an nichts, auch nicht an akrobatischen Hebefiguren, die in Perfektion geboten wurden. Sitzungspräsident Ralf Otto zeigte sich fast sprachlos angesichts dieser fantastischen Leistung. Ebenfalls alte Bekannte kamen mit „Klaus und Willi“, Bauchredner Klaus Rupprecht und seinem Affen mit der frechen Schnüss. Köstlich das Zwiegespräch, bei dem Willi so manchen Gag zu erzählen hatte. Das Publikum brüllte erneut vor Vergnügen. Wunderschön auch der Auftritt des Tanzcorps Rot-Weiß Bechen, bevor die „Jodesberger Junge“ als Mundarts-Stimmungsband zum Mitsingen und Schunkeln einluden. Absolute Spitze Martin Schopps aus Köln. Martin Schopps versteht es mit viel Charme, gutem Humor und seiner Gitarre das Publikum in seinen Bann zu ziehen und mit überraschender Pointenvielfalt zu begeistern. Die frischen und frechen Gags des hauptberuflichen Lehrers und seine rundum sympathische und authentische Art begeisterte auch das Wölle-Publikum. Mit schmissigen Klängen und tollem Tanz überzeugte im Anschluss auch das Remagener Stadtsoldatenkorps um Kommandanten Marcel Möcking.
Das Publikum rockte einfach mit
In strahlendem Blau-Weiß-Silber eroberte im Anschluss das Tanzcorps der „Sr. Tollität Luftflotte Köln“ die Bühne mit akrobatischem Tanz und kam ohne Zugabe und Rakete nicht mehr von derselben. Eine Augenweide pur. Unglaublich der Auftritt der Kölsche Paveier, die mit ihren Hits das knatschjecke Publikum von den Stühlen rissen. Offensichtlich machte den Jungs der Auftritt in Wölle Riesenfreude, denn sie gaben Zugabe auf Zugabe und freuten sich an der Begeisterung ihrer Wölle-Fans. Einen Auftritt vom Feinsten lieferte „Dä Blötschkopp“, alias Marc Metzger, ursprünglicher Unkelbacher, der in seiner ureigenen Art die Narren zu begeistern wusste. Da war dann auch Lokalkolorit angesagt und wie gewohnt bezog Marc Metzger auch die ersten Reihen des Publikums in seine Redekunst mit ein.
Den krönenden Abschluss unter das fantastische Sitzungsprogramm setzte die Köllner Band Kasalla, die erstmalig in Oberwinter die Bühne enterte. Mit ihrem Kölsch-Rock vom Feinsten rissen sie das Publikum regelrecht mit und überzeugten derart, dass sie sicher in Wölle nicht das letzte Mal zu sehen und vor allen Dingen hören waren. „Alle letzten Darbietungen waren einfach nur hinreißend und so wurden die Raketen gerne gegeben“, zeigte sich am Montagmorgen auch Sitzungspräsident Ralf Otto rundum begeistert. Angesichts der Begeisterung der Gäste habe die Pause ausfallen müssen, denn es seien immer wieder Zugaben lautstark gefordert und von den Auftretenden sehr gerne gegeben worden.
„Achnes Kasulke“ alias Annette Esser, die letzte deutschsprachige Putzfrau vor der Autobahn ,ließ den Saal immer wieder in schallendes Gelächter ausbrechen.
