Allgemeine Berichte | 13.12.2015

Eifelverein Remagen unterwegs auf dem Moselsteig

„Ein Turm macht Musik“

Die Wandergruppe an der Drieschhütte gegenüber Pünderich. privat

Remagen. „Kanonenbahn“ nannte der Volksbund schon bald nach dem Krieg 1870/71 die aus militärischen Gründen gebaute Bahnstrecke Berlin-Metz. Der Name blieb und so wird noch heute neben Abschnitten in Thüringen und Hessen auch die Strecke von Koblenz nach Trier so genannt. Selbst die Nebenstrecke von Bullay nach Reil wird auf Informationstafeln so bezeichnet, doch wurden dort nur Einheimische, Touristen und Weinfässer befördert. An dieser Nebenstrecke beginnt in Reil die Etappe des Moselsteiges gleich mit einem Aufstieg, nicht steil, aber lang.

Der Ausblick oben von der Drieschhütte ist dafür eine reiche Belohnung, so schön, dass man nicht anders kann, als dort zu verweilen. Im Winterhalbjahr ist die Hütte eigentlich geschlossen, ausgenommen an Adventssonntagen bei gutem Wetter. Beides war erfüllt und so kamen die Remagener Eifelfreunde in den seltenen Genuss von Glühwein aus Moselriesling. Noch ein kurzer Anstieg und die Wanderer standen vor dem beeindruckenden, gut 30 m hohen Aussichtsturm auf dem Prinzenkopf. Dieser 2009 errichtete Turm ist eine filigrane Schöpfung aus Edelstahl mit Seilen, Gittern und Trittstufen aus Stahlblech, alles höchst haltbar. Vermutlich aber hat niemand bei der Planung des Turmes daran gedacht, dass er bei Wind oder gar Sturm zu einer Art Aeolsharfe wird. Er gerät dann in höchst melodische Schwingungen und gibt ein weithin hörbares Dauerkonzert mit Ober- und Untertönen. Die Turmbesteigung ist ein absolutes Muss, der Blick von dort oben ist wirklich einzigartig. Der Turm hatte Vorgänger aus Holz oder Stein. Tragisch war die Geschichte des Turmwärters von 1903, der während eines aufziehenden Unwetters die Fahne einholen wollte und dabei vom Blitz erschlagen wurde. Vorbei an der hoch über den Weinbergen thronenden ehemaligen Klosteranlage Marienburg führt der Weg ohne Unterbrechung in traumhafter Aussichtslage schließlich hinab zur Mosel und über die einzige Fußgängerbrücke im deutschen Flussabschnitt hinüber nach Zell.

Die Wandergruppe an der Drieschhütte gegenüber Pünderich. Foto: privat

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