Auf Reise in die französische Partnerstadt Maisons-Laffitte
Ein Wochenende bei Freunden
Remagen/ Maisons-Laffitte. Seit 34 Jahren haben sie nun Tradition – die gegenseitigen Besuche von Bürgerinnen und Bürger der beiden Partnerstädte Remagen und Maisons-Laffitte. Dieses Jahr war es an den Remagenern an die Seine zu reisen und sie erlebten vom 4. bis 6. September ein Wochenende der Freundschaft und Herzlichkeit gemeinsam mit den „Freunden von Remagen“.
Nach einer entspannten Busfahrt, chauffiert vom Chef Manfred Nesslauer persönlich, überraschten die Remagener damit, dass sie diesmal nicht nur pünktlich, sondern sogar eine viertel Stunde vor der angekündigten Zeit in Maisons-Laffitte eintrafen. Für den frühen Abend hatte dann Bürgermeister Jacques Myard zu einem Empfang im Rathaus geladen. Er wie, auch Remagens Bürgermeister Herbert Georgi, bei der Übersetzung assistiert von seinem Sohn Patrick, betonten in kurzen Ansprachen, wie wichtig abseits der großen Politik, persönliche Kontakte und Freundschaften für das europäische Zusammenleben sind. Pascal Lullier, Präsident der „Amis de Remagen“ und Hans-Joachim Bergmann bestätigten in Ihren Grußworten, dass diese gelebte „amité“ nun schon über 3 Jahrzehnte zwischen den beiden Städten hervorragend funktioniert. Dass dies nicht nur nette Worte sind, sollte das gemeinsame nun folgende Wochenende eindrucksvoll beweisen.
Den Rest des Freitags verbrachten die Remagener Gäste zum Abendessen und gemütlichen Ausklang „en famille“.
„Forum der Vereine“
Am Samstag fand in Maison-Laffitte das „Forum der Vereine“ statt, bei dem sich in der Innenstadt 110 Vereine aller Sparten präsentierten. Auch die „Amis de Remagen“ waren mit einem Infostand präsent, eine gute Gelegenheit, das Remagener Gastgeschenk in Empfang und direkten Gebrauch zu nehmen: ein Rollup, der die Sehenswürdigkeiten der Stadt am Rhein illustriert. Gemeinsam mit Bürgermeister Jacques Myard begaben sich sein Kollege Herbert Georgi und die Mitglieder des Partnerschaftsausschusses auf einen Rundgang über die beeindruckend vielseitige Veranstaltung, Gelegenheit, den einen oder anderen Kontakt herzustellen. Ein Großteil der Remagener Gäste nutze die Zeit nicht nur über das Vereinsforum zu bummeln, sondern auch den Wochenmarkt der Stadt zu besuchen.
Um 11 Uhr hieß es: Treffen am Bahnhof, denn mit dem Regionalzug und der Metro ging es nach Paris in den Bois de Boulogne zum 2014 neu eröffneten Museum der Fondation Louis Vuitton. Der futuristische Bau des Architekten Frank Gehry aus Stahl, Holz und viel Glas erinnert an ein großes Segelschiff und bietet nicht nur einen beeindruckenden Anblick, sondern von mehreren Terrassen aus auch spektakuläre Ausblicke auf Paris.
Nach so viel zeitgenössischer Kunst und Architektur konnten die Remagener Gäste und ihre Freunde im „Jardin d’Acclimatation“, einem Vergnügungspark für Familien, entspannen, bevor es wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück nach Maisons-Laffitte ging.
Für den Abend hatten die „Amis des Remagen“ zu einem gemeinsamen Essen ins Haus des Tennisvereines geladen, an dem auch die Ehrenpräsidentin Eva-Maria Tisserand teilnahm. Nach kurzen Grußworten bot der Abend unter Freunden nicht nur ein leckeres Büffet, sondern auch die Gelegenheit zu zahlreichen persönlichen Gesprächen. Michael Düwell von der KG Narrenzunft nutzte die Gelegenheit, um die drei „Aktionisten“ Pascal Lullier, Francis Milani und Nelly Lechenault mit Karnevalsorden zu ehren und für den kommenden Zug auf den Wagen der Senatoren einzuladen. Startschuss um bis spät in die Nacht das Tanzbein zu schwingen.
Für den Sonntag hatten die „Freunde von Remagen“ einen Brunch organisiert, eine letzte Gelegenheit in lockerer Runde zu plaudern. Dabei zeigte es sich mal wieder, dass mangelnde Sprachkenntnisse kein Hinderungsgrund für eine freundschaftliche, deutsch-französische Kommunikation sind. Hans-Joachim Bergmann und Volker Thehos übergaben, begleitet von einer gereimten Büttenrede, an „Obelix“ Pascal Lullier den Hinkelstein, den er im vergangenen Jahr über den Remagener Karnevalszug getragen hatte. Dann wurde es nochmals offiziell: Die Mitglieder des Remagener Partnerschaftsauschusses Hans-Joachim Bergmann, Agnes Menacher, Volker Thehos und Kurt Kleemann, tauschten mit den Stadträten Marie-Alice Bels, zuständig für die Städtepartnerschaft, und Serge Godaert, Beigeordneter des Bürgermeisters, die Stadtfahnen.
Der nun zwangsläufige Abschied fiel schwer. So startete die Remagener Gruppe ihre Rückreise mit entsprechender Verspätung, die man aber angesichts solch großer Herzlichkeit seitens der Gastgeber gerne in Kauf nahm. Auf der, wiederum entspannten, Rückreise resümierten die Remagener Reiseteilnehmer, dass sie eine intensive und eindrucksvolle Zeit in der französischen Partnerstadt verbracht haben und dass Maisons-Laffitte immer eine Reise wert ist.
Nun gilt es, den Gegenbesuch der französischen Freunde im kommenden Jahr zu planen. Wer sich für die Städtepartnerschaft interessiert und aktiv dabei sein möchte, der wende ich an Kurt Kleemann, Tel. 02642-20159, k.kleemann@remagen.de .
Pressemitteilung des
Partnerschaftsausschusses
der Stadt Remagen
