Offizielle Eröffnung der „Galerie auf der Kegelbahn“ in Remagen
Eine Ruine ist wieder zum Leben erwacht
Eröffnung der barrierefreien Galerie und der „Hypocausten“ im Alten Jugendheim lockte rund 100 Gäste
Remagen. Auf riesigen Zuspruch stießen die offizielle Eröffnung der „Galerie auf der Kegelbahn“ und der „Hypocausten“ im Alten Jugendheim, der heutigen Kulturwerkstatt. Nach monatelangem unermüdlichem Werkeln sind dort weitere Glanzstücke im historischen Dreieck von Remagen entstanden, die obendrein noch barrierefrei zu erreichen sind. Rund 100 Gäste tummelten sich auf der ehemaligen Kegelbahn des Alten Jugendheims, die nach umfangreichen Renovierungen zu einer wunderschönen Galerie geworden ist. Auch der Bereich der „Hypocausten“ unmittelbar neben der Galerie wurde umfassend renoviert und von Archäologin Sybille Friedrich gekonnt beschildert. So ist die 2000-jährige römische Fußbodenheizung nicht nur zu bewundern, sondern es gibt auch umfangreiche Erläuterungen dank der ausführlichen Beschreibungen.
Bei einem Glas Sekt oder Saft und einem Imbiss hatten die vielen Gäste die Gelegenheit das neue Kleinod im Herzen der Remagener Altstadt unter die Lupe zu nehmen. Im neuen Ambiente der „Galerie auf der Kegelbahn“ konnte vor Kurzem die Dauerausstellung „100 Jahre Remagen, Bilder des Fotografen Baptist Schneider, aufgenommen um 1900 bis 1940“ bewundert werden. Fördervereinsvorsitzender Rolf Plewa hieß die Gäste willkommen. Er zeigte sich bei allen erkenntlich, die mitgeholfen haben, etwas für die Stadt zu schaffen. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung, der Politik, dem Verein, mit Menschen sei etwas geschaffen worden, das sicher ein weiterer Anziehungspunkt im historischen Dreieck von Remagen sei. Seine Wertschätzung galt dem Bürgermeister Herbert Georgi, dem Stadtarchivar Kurt Kleemann, Wirtschaftsförderer Marc Bors, Ortsvorsteher Walter Köbbing und Galeristin Rosemarie Bassi und allen Beteiligten. „Die Hypocausten sind wieder zugänglich und eine Galerie ist entstanden für alle Künstler dieser Stadt“, so Rolf Plewa.
Auferstanden aus Ruinen
Bürgermeister Herbert Georgi hatte sich Gedanken über die Verpackung des Ganzen gemacht und war nach dem Titel „Auferstanden aus Ruinen“ letztlich zu dem Schluss gekommen „Ruinen auferstanden, schöner denn je und lebendiger denn je“. Herbert Georgi verdeutlichte, dass 2003 vom Bauausschuss der Stadt Remagen beschlossen worden war, das Alte Jugendheim abzureißen. Und da sei Rolf Plewa ins Spiel gekommen. „Büroleiter Ala Krämer sagte mir in dieser Zeit, der Plewa will den Schlüssel vom Alten Jugendheim haben.“ Er habe ihn auch bekommen und dann vergessen ihn zurückzugeben. Ein Verein, der Förderverein Altes Jugendheim, habe sich gegründet. „Nach und nach entstand eine Szene im positiven Sinne. Hier sind letztlich Ruinen auferstanden und ein facettenreiches Kulturleben ist entstanden. Hier findet sich vieles wieder, die Geschichte des jüngeren und alten Remagen, und das barrierefrei“, so Herbert Georgi. Remagen habe sich in den letzten zehn Jahren zum Kulturzentrum entwickelt und hier sei die Keimzelle. Über alle Kulturen hinweg werde im Alten Jugendheim zusammengearbeitet. Auch das Ehrenamt in der Stadt habe hiervon profitiert.
Bürgermeister Herbert Georgi lobte alle Beteiligten und besonders die Kernmannschaft mit Michael Ross mit seinen Bärenkräften und seiner ungeheuren Geschicklichkeit, Peter Braun und dem Polier und Ideengeber Rolf Plewa im Namen aller Bürger und aller Gäste der Stadt. Bis in den Abend wurden die Eröffnung der neuen „Galerie auf der Kegelbahn“ und der „Hypocausten“ gefeiert.
Der Bereich mit der römischen Fußbodenheizung ist ebenfalls zu bestaunen und wurde mit erläuternden Schildern ausgestattet.
