Badminton Club Remagen
Erfolgreiches Wochenende
„Ohne drei“ den Hessen 3 Punkte abgenommen
Remagen. Auf ein nicht ganz erwartetes erfolgreiches Wochenende in der Regionalliga Mitte kann der BC Remagen zurückblicken, blieben doch gegen die beiden hessischen Teams drei Punkte am Rhein. Da mit Bernd Mockenhaupt, Alex Zimmermann und Timm Griesbach die drei Ranglistenersten fehlten, Laura Meyer bei den Damen auch verhindert war, ging man mit gemischten Gefühlen an den Start. Aber es kam deutlich besser als erwartet.
Am Samstag schlug zunächst Bundesligaabsteiger Wehen in der Rheinhalle auf. Die Doppel mussten komplett umgestellt werden und spielten erstmals so zusammen.
Das erste Herrendoppel mit Max Stage/Thilo Mund wie auch das zweite Doppel (Tobias Mund/Lennart Konder) konnten in zwei Sätzen klar gewinnen. Bei den Damen mit Katrin Gründer und der erst fünfzehnjährigen Annika Konder war gegen die erfahrenen Wehener allerdings nichts zu holen. So musste Annika Konder auch im Einzel die Überlegenheit ihrer Gegnerin, immerhin Deutsche Meisterin in der Altersklasse Ü 35, anerkennen.
Das war’s aber auch schon für die Hessen. Lennart Konder tat sich im dritten Einzel anfangs noch etwas schwer, konnte dann aber die Sätze 2 und 3 deutlich für sich entscheiden, ein gelungener Einstand im diesjährigen Team. Auch Max Stage fand im zweiten Einzel zunächst nicht so richtig zu seinem Spiel und musste ebenfalls in den dritten Satz, den er aber souverän zu Ende brachte. Schließlich konnte auch das Mixed mit Katrin Gründer/Thilo Mund nach Anlaufschwierigkeiten die Sätze 2 und 3 deutlich für sich verbuchen. Endstand 6:2 für den BCR. Es war aber ein hartes Stück Arbeit und hätte durchaus auch schlechter laufen können, denn drei Spiele wurden erst im dritten Satz gewonnen.
Sonntags war mit dem TV Dieburg-Großzimmern dann der bisher verlustpunktfreie Tabellenzweite in der Rheinhalle zu Gast. Und hier gab‘s Dramatik pur: Während das erste Herrendoppel (Max Stage/Thilo Mund) in zwei Sätzen die Oberhand behielt, mussten Tobias Mund/Lennart Konder in den dritten Durchgang und schafften in der Verlängerung noch einen hauchdünnen Sieg. Beide Spiele standen aber auf sehr hohem Niveau. Das ließ nicht ganz erwartet Gutes erahnen. Das Damendoppel mit Katrin Gründer/Annika Konder zeigte ein ansprechendes Spiel, musste sich aber doch den Hessinnen beugen. Annika Konder kam im Einzel auch immer besser zurecht, lag meistens gleichauf, verlor am Ende noch relativ knapp. Hier steckt aber mit Sicherheit enormes Potenzial, sodass für die Zukunft einiges zu erwarten ist.
Nun kamen die Herreneinzel. Max Stage hatte es wieder einmal mit seinem „Angstgegner“ zu tun, den er aber dieses Mal mit 21:11 und 21:17 recht klar in die Schranken verwies. Tobias Mund hatte mit dem Nachwuchstalent Jonas Hechler sicher die schwerste Aufgabe zu lösen, denn sein Gegenüber hatte bis dahin alle Spiele für sich entscheiden können. Musste er den 1. Satz noch abgeben, beherrschte er sein Gegenüber in den beiden folgenden Sätzen eindeutig und konnte einen weiteren Zähler für den BCR verbuchen.
Hochspannung gab es im dritten Einzel. Nach Verlust des ersten Satzes drehte Lennart Konder in Durchgang zwei den Spieß um, Entscheidungssatz. Hier ging es immer hin und her, keiner konnte sich einen entscheidenden Vorteil erspielen, die Verlängerung war unausweichlich.
Auch hier das gleiche Bild, mal lag Lennart mit einem Punkt vor, mal sein Gegner. Mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse hatte dieser beim Stande von 29:29 dann das Quäntchen Glück auf seiner Seite und verbuchte den dritten Punkt für die Hessen. Auch die Stimmung in der Halle war dem Spielverlauf angemessen einfach top.
Das Unentschieden war schon gesichert, ob es noch zum Sieg reichen würde, war vom Mixed abhängig. Hier konnten sich Katrin Gründer/Thilo Mund diesmal nicht durchsetzen. Am Ende stand ein vorher nie erwartetes Unentschieden zu Buche, der erste Punktverlust für die Hessen, die sogar haarscharf an einer Niederlage vorbeischrammten.
Diese Erfolge sind umso bemerkenswerter, als der BCR mit 19,5 Jahren Durchschnittsalter die jüngste Truppe der Regionalliga stellt, von der in der Zukunft bestimmt noch einiges zu erwarten ist.
Alle haben sich unheimlich engagiert und die Personalausfälle wettgemacht.
