„Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ - Projekt zog Halbzeitbilanz
Es hat sich einiges getan für die Senioren
Remagen. „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“, so nennt sich ein Projekt, das der Caritasverbandverband Rhein-Mosel-Ahr 2014 ins Leben rief. Inzwischen gibt es einige Gruppen, geführt auch von Remagener Bürgern, die sich engagiert gerade für die ältere Bevölkerung einsetzen.
In der vergangenen Woche zogen alle Akteure gemeinsam eine Halbzeitbilanz. Mit dabei waren neben Eva Etten von der Stadtverwaltung Gemeindereferentin Sabine Gilles von der katholischen Kirche, Pfarrerin Elisabeth Reuter von der evangelischen Kirchengemeinde, Caritas-Geschäftsführer Richard Stahl und die Koordinatorin des Projekts vom Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr, Mechthild Haase. Vor Ort informierte sich auch die Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel aus Trier über das Projekt.
Das Projekt SoNA (Sozialraumorientiertes Netzwerk für das Alter) soll verstärkt älteren Menschen Angebote innerhalb ihres persönlichen Lebensumfelds bieten. Mechtild Haase war es, die viele Gruppierungen und Menschen an einen Tisch brachte, um zunächst eine Standortanalyse zu erstellen. Dazu gehörte zu erkennen, woran es für ältere Menschen mangelt. Die Worte Einsamkeit und Kommunikation waren da ebenso ein Thema wie mangelnde Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt oder preisgünstiger und barrierefreier Wohnraum.
Auch wenn es noch viel zu tun gibt, so hat sich doch schon eine ganze Menge getan. Inzwischen gibt es offene Treffs an jedem ersten Donnerstag im Monat in der „Baracke“ in der Fußgängerzone. Jeweils von 14.30 Uhr bis 17 Uhr ist hier Kaffee trinken, klönen, Gleichgesinnte treffen und auch spielen angesagt, wie Marlene von Lom erläuterte. Die nächsten Treffen sind am 1. Oktober, am 5. November und am 3. Dezember.
Besuchsgruppe sucht Helfer
Wichtig ist auch die Besuchsgruppe „Mit dem Herzen dabei“. Fünf Aktive und inzwischen vier weitere Interessenten um Hilde Sebastian würden sich gerne um ältere Menschen kümmern, mit ihnen Gespräche führen, vorlesen, singen, spazieren gehen, sie zum Arzt begleiten und vieles mehr. Hier gibt es noch Bedarf an Helfern. Wer Kontakt wünscht, kann sich bei Hilde Sebastian unter Tel. (0 26 42) 34 77 melden.
Radtouren sind ein Erfolg
Von der offenen Radfahrgruppe erzählte Initiator Wilfried Voigt. Acht Touren fanden statt der fünf geplanten bereits statt. Infos Touren im September und im Oktober gibt es unter Tel. (01 70) 6 76 09 47.
Im Projekt „Natur erleben“ bieten Otto von Lom und Frank Krajewski kräuterkundliche, geologische, gewässerkundliche und pilzkundliche Wanderungen. Informationen hierzu gibt es unter Tel. (0 26 42) 2 28 39 und (0 26 42) 56 19. Eine pilzkundliche Wanderung ist für 8. Oktober um 14 Uhr geplant.
Marie-Theres Austin-Saman hat einen Flyer entwickelt, auf dem alle Ladeninhaber zusammengestellt sind, die einen Lebensmittellieferservice bieten. Der Flyer liegt an vielen öffentlichen Stellen aus. Ebenso initiierte sie einen gemeinsamen Mittagstisch, der einmal im Monat im evangelischen Gemeindehaus stattfinden soll. Der erste ist am Freitag, 23. Oktober, um 12 Uhr. Eine Kostenbeitrag von sieben Euro einschließlich Getränke wird erhoben. Anmeldungen nimmt bis 20. Oktober die Evangelische Bücherei in der Markstraße 25 an.
Des Themas „Barrierefreiheit im öffentlichen Raum“ hat sich Margaretha Noelle angenommen. Inzwischen können Menschen mit einer Gehbehinderung in der barrierefreien Tourist-Info jeden zuständigen Sachbearbeiter der Stadtverwaltung dort sprechen. So wurde der nicht barrierefreie Eingang zum Rathaus umgangen.
In Netzwerktreffen wird jeweils über den aktuellen Stand der Aktivitäten und über weitere Schritte gesprochen. Auch neue Ideen können eingebracht werden. Die anstehenden Treffen werden jeweils angekündigt.
Als Vertreter der Caritas betonten Dr. Birgit Kugel, Richard Stahl und Mechtild Haase, wie wichtig die Beteiligung der Ehrenamtlichen ist, ohne die ein solches Projekt nicht möglich sei. Projektende soll in etwa eineinhalb Jahren sein. Bleibt zu wünschen, dass die Gruppen, die sich um ältere Menschen kümmern, dann fest etabliert sind und die der Caritas weiterhin bestehen bleibt.
Koordinatorin Mechtild Haase informierte über das SoNA-Projekt.
