Projekt „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“
Exkursion an die Ahrmündung begeisterte
Teilnehmer konnten interessante gewässerkundliche Erfahrungen sammeln
Remagen. Im Rahmen der Reihe „Natur erleben“ im Projekt „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ hatte Otto von Lom zu einer hoch interessanten Exkursion im Bereich der Ahrmündung eingeladen.
Reinhard van Ooyen, Vorsitzender der Kreisgruppe Ahrweiler des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), und Winfried Sander, Leiter des dortigen Arbeitskreises Bachpatenschaft, begrüßten die interessierten Teilnehmer am Kripper Kirmesplatz.
Zur Einführung erklärten die beiden Fachleute den Wasserkreislauf, um im Anschluss mit der Gruppe den Uferbereich der Ahr aufzusuchen. Im Naturschutzgebiet wurde selbstverständlich auf die vorgegebenen Fußwege geachtet. Die Bohrung mit einem ein Meter langen Bohrstock und mithilfe eines schweren Kunststoffhammers brachte weder Kies noch Sand zutage. Die Teilnehmer sahen mit eigenen Augen, dass das Schwemmland aus Lehm und Ton besteht, einer Schicht, die selbst in Flussnähe tiefer als einen Meter reicht.
An der nächsten Station, der Wegbrücke über die Ahrmündung, wurde in mehreren Kleingruppen die ökologische Gewässergüte, die sogenannte „Gewässerstrukturgüte“ bewertet. Alle kamen zu einem einheitlichen Ergebnis und bewerteten die Gewässerstruktur im Bereich der Ahrmündung in den Rhein mit der Note 1,5 - also sehr gut bis gut. Die Ahrmündung mit ihrem naturbelassenen Flussverlauf, dem Auenwald und der selten anzutreffenden Tier- und Pflanzenwelt ist eben einmalig.
Über die sich daraus ergebenden Konflikte mit der Schifffahrtswasserstraße Rhein oder der weiterhin durchgängigen Fahrradwegführung über die Ahr wurde im Anschluss intensiv diskutiert.
Dann präsentierte Winfried Sander seinen Exkursionskoffer mit weiteren Utensilien: etwa schwimmfähige Korken und Bälle, Maßband und Stoppuhr oder einen Kompass, den er bei ähnlichen Exkursionen mit Schülern nutzt.
Beim abschließenden Cafébesuch in Kripp diskutierte die Gruppe noch lange über die gemachten gewässerkundlichen Erfahrungen und über den Naturschutz. Alle fanden die Exkursion aufgrund der hervorragenden Anleitung durch die Vertreter des BUND äußerst lehrreich und spannend und dankten Reinhard van Ooyen und Winfried Sander herzlich. Diese stellten den Exkursionsteilnehmern fürs kommende Jahr eine Wiederholung mit ähnlicher Thematik in Aussicht.
Weitere Informationen zu „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ sind auch im Internet unter sona-remagen.caritas-ahrweiler.de zu erhalten.
Die Ahrmündung mit ihrem naturbelassenen Flussverlauf, dem Auenwald und der selten anzutreffenden Tier- und Pflanzenwelt ist in ihrer Art einmalig.
