Informationsveranstaltung in der Rheinhalle war sehr gut besucht
Förderprogramme für Vereine
Landrat Dr. Jürgen Pföhler gab umfangreiche Informationen über Förderungs- und Anerkennungsmaßnahmen des Kreises für Vereine und ehrenamtliche Initiativen
Remagen. Zu einer sehr interessanten Informationsveranstaltung hatten vor einigen Tagen Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Bürgermeister Herbert Georgi die Vereine der Stadt Remagen in die Rheinhalle eingeladen. Großes Thema waren die Förderprogramme des Kreises für Vereine und ehrenamtliche Initiativen.
Bürgermeister Herbert Georgi begrüßte die zahlreichen Vereinsvertreter, die sich die Informationen über die Förderung des Ehrenamts und Fördermöglichkeiten für Vereine nicht entgehen lassen wollten. Georgi betonte, dass Remagen mit seinen 170 Vereinen eine äußerst lebendige Stadt sei.
„Ich danke Ihnen, sehr geehrter Herr Bürgermeister Georgi, für ihre Bereitschaft, diesen Vortragsabend für die Vereine hier anzubieten und danke ihnen für die Bereitstellung der Rheinhalle. Die Vereinsarbeit wird in Remagen groß geschrieben. Alleine in diesem Jahr flossen über 15.000 Euro an Zuschüssen aus unseren Kreis-Förderprogrammen in das Stadtgebiet. Direkt zu Beginn meiner Amtszeit im Jahr 2000 habe ich das Thema „Ehrenamt und ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen und Organisationen“ in den Mittelpunkt gestellt. Für den Kreis und mich persönlich hat das Ehrenamt einen ganz besonderen Stellenwert. Wir alle wissen, dass unsere Gesellschaft ohne unsere Vereine und ohne ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement gar nicht mehr auskommen könnte“, betonte Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Alleine in der Stadt Remagen gibt es gut 170 Vereine, davon 32 Sportvereine, 33 Heimat-, Traditionsvereine und Bürgergemeinschaften, 25 Fördervereine, 44 Vereine mit sozialer Ausrichtung, 19 Musik- und Gesangvereine und 17 Karnevalsvereine. Sie alle fördern unsere Orte, sie fördern unsere Jugend und Senioren, sie fördern das Miteinander und die Gemeinschaft“, hob der Landrat die vielen Vereine im Remagener Stadtgebiet hervor.
„Zehntausende Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in Sport- und Musikvereinen, bei der Feuerwehr, dem Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk, in sozialen Einrichtungen, Heimat- und Karnevalsvereinen und vielen anderen Vereinigungen, die die Ortschaften und das gesellschaftliche Miteinander stärken“, so der Landrat.
Der Landrat nannte die vielfältigen Förderungs- und Anerkennungsmaßnahmen des Kreises für die Vereine und ehrenamtlichen Initiativen.
Dazu gehören die Richtlinien Ehrenamt, Vereinswesen und Sport, diese seien „ein Renner“ und der Fördertopf sei auch in diesem Jahr wieder schnell leer gewesen. Daher habe der Kreis- und Umweltausschuss für das Jahr 2014 weitere 20.000 Euro zur Verfügung gestellt. Nach den Förderrichtlinien können Vereine, die in der Jugendarbeit aktiv sind, für Baumaßnahmen oder größere Anschaffungen bis zu 25 Prozent an Zuschüssen erhalten.
Der Landrat wies darauf hin, dass jeder Euro Fördergeld das fünffache an Investitionen anschiebt. Für Remagen bedeute dies, dass bis heute Vereine und Gruppen mit rund 163.000 Euro gefördert wurden, womit 146 Maßnahmen finanziell unterstützt und Investitionen im Wert von rund 883.000 Euro angeschoben wurden.
Auch die Förderung nach den Richtlinien des Jugendamtes hob der Landrat hervor, wonach anerkannte Träger der Jugendhilfe für Freizeiten und Jugendbildungsveranstaltungen Zuschüsse aus Mitteln der Jugendpflege erhalten. Für Familienbildungsarbeit, die Schulung Ehrenamtlicher und die Einrichtung von Jugendräumen gibt der Kreis ebenfalls Zuschüsse. Als Beispiele nannte er den Jugendraum im Dorfgemeinschaftshaus Unkelbach, den Jugendkeller in der ev. Kirchengemeinde in Oberwinter, den Jugendraum in der Grundschule Kripp und den Jugendraum im Dorfgemeinschaftshaus Oedingen. Für diese vier Jugendtreffs gab es Kreiszuschüsse von zusammen fast 29.000 Euro.
Aus dem Förderprogramm Ländlicher Raum gibt es Zuschüsse, wenn sich Menschen für ihre Region engagieren. In Remagen wurden bisher gefördert: der Bürger- und Heimatverein Kripp zur Sanierung des Mausoleums als Gedenkstätte in Eigenleistung, sowie für die Errichtung zweier Basaltskulpturen der Schönstattschwestern als Erinnerungsstätte, die Hallengemeinschaft Oedingen für die Befestigung der Außenanlagen des Dorfgemeinschaftshauses und der Verkehrs- und Verschönerungsverein Oberwinter-Rolandseck für die Sanierung des Freiligrath-Denkmals.
Auch auf die Seniorenförderung und Veranstaltungen, sowie die Vereinsdatenbank des Kreises ging der Landrat ein. Und stellte heraus, dass ihm auch individuelle Ehrungen mit der Ehrenplakette des Kreises wichtig seien, die in den vergangenen Jahren an 134 Personen verliehen worden sei.
Im Rahmen der Kulturförderung wurden in Remagen unterstützt das Brückenfestival im Herbst 2013, der Kunstsalon, das Projekt Stolpersteine, Die Ausstellung „Remagener Juden“, der „Lebendige Marktplatz“ sowie Autorenlesungen des Arbeitskreises für entwicklungspolitische Bildung.
Baudirektor Raymund Pfennig ging nach den Ausführungen des Landrats auf einzelne Fördermöglichkeiten ein und stand für Fragen der Anwesenden zur Verfügung.
