Gedenken und Friedensaktion in Remagen
aus Remagen
Remagen. Das Bündnis für Frieden und Demokratie Remagen ‚besetzte‘ am 8.Mai die Kapelle Schwarze Madonna mit einem Friedenspicknick. Das Friedensmuseum Brücke von Remagen unterstützte diese Aktion, indem es das Gelände der Kapelle dafür freigab.
Damit wurde verhindert, dass komische Gestalten den Ort aufsuchen, um geschichtsverfälschende Sprüche oder Symbole an der Kapelle abzulegen, so wie es in der Vergangenheit häufiger vorkam.
Der 8.Mai gilt bei der Mehrheit der Bevölkerung als Tag der Befreiung, aber bei einigen spukt immer noch der Gedanke im Kopf, dass es der Tag der Niederlage war und dass sie immer noch ein großdeutsches Reich vermissen.
Aus diesem Grund gestaltet das Bündnis ganz bewusst Aktionen, die darauf abzielen, sich für den Wert von Demokratie, Frieden und Freiheit einzusetzen.
Es beteiligten sich Interessierte jeden Alters, um die Idee des Bündnisses zu unterstützen. Auch Vertreter/innen der Kirchen unterstützten die Aktion. So Peter Ockenfels, der aus dem Gebet der Vereinten Nationen vortrug.
Dieses Gebet, wurde ursprünglich von Stephen Vincent Benét verfasst und beim Flag Day der USA am 14.Juni 1942 von Franklin D. Roosevelt verlesen. Er stellte es in Zusammenhang zu den Vereinten Nationen, deren Deklaration am 1. Januar 1942 veröffentlicht wurde und seitdem heißt es das Gebet der Vereinten Nationen.
Hier ein Auszug:
Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall
An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns Mut und Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst stolz den Namen Mensch tragen.
84 Jahre später und mit Sicht auf die aktuellen Geschehnisse auf dieser Welt hat es mehr Bedeutung denn je, so die Anwesenden.
(Bündnis für Frieden und Demokratie Remagen)
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