Katholische Kirchengemeinden im Stadtgebiet Remagen feierten zum zweiten Mal gemeinsam die Heilige Messe zum neuen Jahr
Fünf Gemeinden feierten das neue Jahr
Remagen. Zu einer ersten gemeinsamen Messe im neuen Jahr in der Pfarrkirche Sankt Peter und Paul in Remagen und einem zweiten gemeinsamen Neujahrsempfang im Katholischen Pfarrzentrum war am vergangenen Sonntag die Pfarreiengemeinschaft Remagen eingeladen. Bereits seit 2011 sind die Pfarreien im Stadtgebiet Remagens zu einer gemeinsamen Identität unterwegs. Schritt für Schritt. Diese irdische Wanderschaft symbolisiert auch das Logo der Pfarreiengemeinschaft, fünf Zelte - umgeben von einem blauen Band. Gemeinsam feierten die Christen aus Oedingen, Kripp, Unkelbach, Oberwinterer und Remagener am Sonntagmorgen den Gottesdienst zum Jahresbeginn. Damit gingen sie aus den fünf Pfarreien im Stadtgebiet einen weiteren Schritt in Richtung gemeinsamer Zukunft in einer Pfarreiengemeinschaft. Vorsitzender des Kirchengemeindeverbands ist Pastor Frank Klupsch. Die Heilige Messe feierte Dechant Dr. Johannes Meyer in Konzelebration mit Pfarrer Frank Klupsch, Pfarrer Alfred Becker, Pater Cornelius von der Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe vom Apollinarisberg und Prof. Dr. Gottfried Bitter. Nach der Messe trafen sich die Gottesdienstbesucher im Pfarr- und Jugendzentrum bei einem Glas Sekt oder Orangensaft. Ursula Gemein als Vorsitzende des Pfarreienrates begrüßte in ihrer Ansprache zahlreiche Gäste aus den Leitungsgremien der Stadt, der Politik, der Kirchen und der Vereine. Ihr Gruß galt den Geistlichen, die auch die Messe konzelebrierten, den Pfarrgemeinderäten, den Pfarrsekretärinnen, den Gemeindereferentinnen, Staatssekretärin Beate Reich, allen Ortsvorstehern und Vertretern der Fraktionen aus dem Stadtrat, Sabine Mues-Lapp in Vertretung für Pastor Michael Schankweiler, den Presbytern, dem Dekanatsreferenten Wolfgang Henn, den Vertretern der Kindergärten und Schulen, den Abordnungen aus den Vereinen und Chören, sowie den Vertretern aus Handel, Handwerk und Gewerbe. Jede Pfarrei entsende nach der Strukturreform der katholischen Kirche Vertreter aus den Pfarrgemeinderäten in den Pfarreienrat. Auf der Ebene der Gemeinschaft würden die Aufgaben koordiniert. Allen Mitstreitern galt der herzliche Dank von Ursula Gemein für ihren ehrenamtlichen Einsatz.
Abschied in den Ruhestand
Die Pfarreienratsvorsitzende ließ nicht unerwähnt, dass Kooperator Alfred Becker im Februar und Dechant Dr. Johannes Meyer im September das 70. Lebensjahr vollenden und in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Von daher bat sie um die Unterstützung der gemeinsamen Projekte und pastoralen Angebote in den fünf Pfarrgemeinden. Pastor Frank Klupsch, Vorsitzender des Kirchengemeindeverbandes, ließ das schwierige und hoffnungsvolle Jahr 2013 Revue passieren.
Eine "Achterbahnfahrt"
Als Mensch und Vorsitzender des Kirchengemeindeverbandes habe er das Jahr 2013 manches Mal als eine Achterbahnfahrt empfunden. Er erinnerte an den Rücktritt des Papstes und die Neuwahl von Papst Franziskus. Gottes Geist habe oft unerwartet, überraschend und immer wieder neu gewirkt. Auch auf die finanziell enger werdende Zukunft machte Klupsch aufmerksam. „Was brauchen wir und was können wir uns zusätzlich noch leisten“, das müsse genau überlegt werden. „Wir werden immer mehr miteinander gestalten müssen, denn wir sitzen in einem Boot“, so Klupsch. Auch mit dem Ruhestand von Kooperator Alfred Becker und Dechant Dr. Johannes Meyer stehe die Pfarreiengemeinschaft Remagen in 2014 vor einer großen Herausforderung. Er selbst werde laut Bischof leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft. Ab Oktober sei ein priesterlicher Kooperator in Aussicht gestellt. Das Pastoralkonzept müsse erst auf die Zukunft eingerichtet werden. Dies sei mit Umräumen, Ausräumen und neu Errichten verbunden. „Wir können nur miteinander suchen, wo Christus ist, die Kirche mit Leben und Gläubigen füllen. Gott hält alles zusammen. Wir müssen den Glauben bewahren, so sagt Papst Franziskus“, so Klupsch. „Ich träume von einer Kirche, die geprägt ist von Menschen, die von Gott berührt sind. Jeder und Jede sollen sich willkommen fühlen“, so Klupsch. Bei kühlen Getränken und kleinem Imbiss kamen viele gute Gespräche zwischen den Christen der einzelnen Pfarreien im wirklich voll besetzten katholischen Pfarrzentrum zustande.
AB
