Allgemeine Berichte | 10.11.2014

Feuerwehreinheit Remagen

Im Oktober fast täglich im Einsatz

Die auslaufenden „Gefahrstoffe“ wurden mit Behältern aufgefangen, ein Trupp in Chemikalienschutzanzügen bereitete weitere Maßnahmen vor.privat

Remagen. 14 Einsätze, eine große Gefahrstoffübung, die Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern unter realistischen Bedingungen und der Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr - die Mitglieder der Stützpunktfeuerwehr Remagen waren im Oktober fast täglich im Einsatz.

Einsatzgeschehen

Insgesamt 14 Mal mussten die Einsatzkräfte der Einheit Remagen im vergangenen Monat ausrücken, darunter vier Brandeinsätze, acht technische Hilfeleistungen, ein Gefahrstoffeinsatz und ein Sondereinsatz.

Zu Beginn des Monats ereignete sich in Oberwinter ein Unfall beim Betanken eines Heizöltanks in einem Wohnhaus. Aus zunächst ungeklärter Ursache wurde während des Tankvorgangs die Verbindung zwischen Tankstutzen und Heizöltank unterbrochen, rund 250 Liter Heizöl liefen unbemerkt in die Kellerräume des Wohnhauses. Durch die Feuerwehr wurde der Kraftstoff beseitigt, der gesamte Einsatz dauerte mehr als drei Stunden.

Zu einem Großeinsatz wurde die Einheit Remagen in der letzten Oktoberwoche alarmiert, am Remagener Bahnhof mussten Feuerwehr und Rettungsdienst eine Frau retten, die zuvor von einem Zug überrollt worden war. Die schwer verletzte Frau wurde durch den Rettungsdienst behandelt und in ein Krankenhaus gebracht, die Feuerwehr leuchtete anschließend die Unfallstelle für den Zeitraum der Unfallaufnahme durch die Polizei aus.

Etwa eine Stunde nachdem dieser Einsatz beendet war, rückten die Einsatzkräfte in die Remagener Innenstadt aus. In der Auslage eines Einzelhandelsgeschäftes brannte zum Verkauf stehende Dekoration.

Unter Atemschutz drang ein Trupp in den Raum ein und löschte den Kleinbrand ab. Da mehrere Räume vollständig verraucht waren, belüfteten die Wehrleute das Gebäude abschließend.

Ärgerlich war ein weiterer Einsatz am Remagener Bahnhof. Um 1:56 Uhr nachts wurde die Feuerwehr alarmiert, da vermutlich infolge von Vandalismus ein defekter Wasserhahn, aus dem unablässig Wasser auslief, im Toilettenhaus an Gleis 1 abgestellt werden musste. Neben der Feuerwehr waren hier auch Beamte der Polizei Remagen und der Bundespolizei vor Ort.

Übungen

Wehrleute aus dem gesamten Stadtgebiet hatten zu Beginn des Monats die Möglichkeit, in der Brandsimulationsanlage in Düren den Einsatz bei Gebäudebränden zu üben.

In einer Übungsanlage sind dort mehrere typische Wohnräume nachgebaut, in denen das Mobiliar in Brand gesetzt, die Räume auf mehrere hundert Grad Temperatur aufgeheizt und vollständig verraucht werden können. Unter diesen realistischen Bedingungen galt es, unter Atemschutz, vermisste Personen zu retten und Brände zu löschen.

Im Oktober trainierten zudem Feuerwehren aus dem ganzen des Landkreis Ahrweiler das Vorgehen bei einem Gefahrstoffeinsatz.

Der Gefahrstoffzug musste in Remagen den simulierten Austritt größerer Mengen rauchende Schwefelsäure und Toluol bekämpfen, Einsatzkräfte der Stützpunktfeuerwehr Remagen hatten zuvor einen „verunglückten“ Arbeiter aus dem Gefahrenbereich gerettet und weiträumige Absperrmaßnahmen durchgeführt.

Sonstiges

Einmal pro Jahr findet der Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr statt. Kinder und Jugendliche der Remagener Jugendfeuerwehr erleben hier hautnah den klassischen Diensttag eines Berufsfeuerwehrmannes.

Innerhalb von 24 Stunden gilt es, rund 15 Übungseinsätze zu absolvieren, von der Vermisstensuche bis hin zum Gebäudebrand. Zudem stehen Dienstsport, Ausbildung und hin und wieder auch ein wenig Freizeit im Dienstplan.

Kameraden der Einsatzabteilung unterstützten die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehr auch in diesem Jahr bei der Durchführung des Berufsfeuerwehrtages.

Unter Atemschutz dringt der Trupp in die Brandsimulationsanlage ein - im Innern herrschen Temperaturen von rund 600 Grad Celsius.

Unter Atemschutz dringt der Trupp in die Brandsimulationsanlage ein - im Innern herrschen Temperaturen von rund 600 Grad Celsius.

Die auslaufenden „Gefahrstoffe“ wurden mit Behältern aufgefangen, ein Trupp in Chemikalienschutzanzügen bereitete weitere Maßnahmen vor. Foto: privat

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