Johannes Wasmuth Gesellschaft
Jubiläum am Rhein: 10. Rolandseck-Festival
Künstlerische Leitung: Guy Braunstein und Ohad Ben-Ari vom 2. bis 8. Juli
Rolandseck. In diesem Jahr feiert das Rolandseck-Festival für Kammermusik sein zehnjähriges Bestehen. Zugleich wird 2015 das 50jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel begangen. Musikalische Völkerverständigung ist von Beginn an ein Schwerpunkt des Rolandseck-Festivals. Es entstand durch die Freundschaft von Johannes Wasmuth und Chaim Taub. Ein Meisterkurs unter der Leitung des inzwischen bald 90jährigen ehemaligen ersten Konzertmeisters des Israel Philharmonic Orchestra würdigt diese historischen Anfänge. Taub und Wasmuth entwickelten ein Festivalkonzept, das sich durch die Kombination von Konzerten arrivierter Musikerinnen und Musiker mit einer zeitgleichen Meisterklasse für den musikalischen Nachwuchs auszeichnete. Die von Taub geleiteten Rolandsecker Sommerkurse, die in den 1980er und 1990er Jahren 15 Mal stattfanden, wurden zum größten Teil von jungen Israelis besucht, die zum ersten Mal in Deutschland und oftmals im Ausland überhaupt waren. Viele der jungen Musiker von einst wurden später arrivierte Musiker.
Schüler von einst...
Die Kerngruppe der jetzigen Festivalteilnehmer besteht aus einstigen Schülern, die im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren in Rolandseck waren: der Violinist Guy Braunstein, der Pianist Ohad Ben-Ari, der Cellist Zvi Plesser, Dozent an der Jerusalemer Rubin-Academy, der Klarinettist Chen Halevi, Professor an der Musikhochschule Trossingen, Chezy Nir, ehemals Solohornist im israelischen Opernorchester, Amihai Grosz, Solobratscher der Berliner Philharmoniker. Mit diesen Musikern setzten Guy Braunstein und Torsten Schreiber mit der Hilfe vieler im Jahr 2006 die Festivaltradition fort, deren zehnjähriges Bestehen dieses Jahr gefeiert wird. Das Festival wurde in den vergangenen zehn Jahren immer wieder mit besonderen Formaten bereichert – mal mit Musiktheaterstücken mit Isabel Karajan, mal mit Meisterkursen mit Mitgliedern von Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra, oftmals mit Auftragsengagements für spezielle Festivalbesetzungen. Die musikalische Gegenwart lebt stark vom Miteinander aus Musik und bildender Kunst.
Hommage an den Ort und Arp
Als Hommage an den Ort und den Hauspatron haben Guy Braunstein, Rosanne Philippens, Yulia Deyneka und Zvi Plesser jüngst das Arp Quartett gegründet. Besondere Kunsterlebnisse versprechen auch jene Stücke, die zeitgleich zu historischen Meilensteinen der Herrschaft des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. geschrieben wurden. Unvergesslich werden jene Konzerte sein, die inmitten der Ausstellung von Bernard Schultze, die zu diesem Zeitpunkt im Arp Museum zu sehen sein wird, stattfinden. Die musikalischen Klänge begleiten die Gäste auf einer phantastischen Reise durch Schultzes großformatige Gemälde und seine wie belebt wirkende Skulpturenwelt.
Weitere Infos
Weitere Informationen und Karten gibt es unter Tel. (0 22 28) 94 25 16, an der Museumskasse im Bahnhof Rolandseck sowie an allen BonnTicket-angeschlossenen Vorverkaufsstellen.
