Allgemeine Berichte | 30.06.2014

Mitgliederversammlung des Landessportbundes Rheinland-Pfalz in Mainz

Karin Augustin wurde einstimmig als Präsidentin bestätigt

300 Delegierte wohnten der Veranstaltung bei - Rheinhessin Petra Regelin ist neue Vize-Präsidentin für Bildung

Einigkeit herrschte bei der Mitgliederversammlung des Landessportbundes Rheinland-Pfalz in Mainz. LSB

Mainz. Einstimmig ist Karin Augustin vor Kurzem bei der Mitgliederversammlung des Landessportbundes (LSB) in Mainz für vier weitere Jahre in ihrem Amt als Präsidentin bestätigt worden. Die 57 Jahre alte Mainzerin führt den LSB seit 2008. Ebenfalls in seinem Amt bestätigt wurde der für den Leistungssport zuständige Vizepräsident Werner Schröter, der am Tag der Versammlung seinen 70. Geburtstag feierte. Claudia Altwasser bleibt ebenfalls Vizepräsidentin, wobei ihr Ressort jetzt „Gesellschaftspolitik“ statt bisher „Frauen und Gleichstellung“ heißt. Ulrich Kroeker bleibt Vizepräsident Finanzen (bisher: „Wirtschaft und Finanzen“), Dieter Krieger Vizepräsident „Sportentwicklung“ (bisher: „Sportentwicklung und Breitensport“). Walter Desch, zuletzt „nur“ kooptiertes Präsidialmitglied für Kommunikation, darf sich jetzt nach Änderung der Satzung und Aufnahme des Ressorts Vizepräsident „Kommunikation“ nennen.

Die Nachfolge des 70 Jahre alten Koblenzers Günter Berg als Vizepräsident „Bildung und Erziehung“ tritt die 51 Jahre alte Diplom-Sportlehrerin und Journalistin Petra Regelin aus dem rheinhessischen Sörgenloch an – das Ressort heißt jetzt nur noch „Bildung“. Zu Ehrenmitgliedern ernannte der LSB neben dem geschätzten Sportpädagogen Günter Berg mit dem Wormser Herbert W. Hofmann auch den langjährigen Präsidenten des Sportbundes Rheinhessen, den Karin Augustin als „Vorbild, väterlichen Freund und großen Förderer“ bezeichnete.

„Die Begeisterung für den Sport zu erhalten ist immer auch Motivation für uns alle, die wir uns für den Sport engagieren“, sagte Karin Augustin vor 450 Delegierten im Gutenbergsaal der Rheingoldhalle und strich die „soziale Kraft“ heraus, die der Sport etwa bei der Fußball-WM entfalte sowie die „große gesellschaftspolitische Bedeutung“ der Vereine und die „wertvolle Arbeit unserer 137 Fachverbände auf regionaler und auf Landesebene bei der Organisation und der Begleitung des Wettkampfbetriebes und zur Weiterentwicklung des Gesundheits- und Breitensports“. Auf Landesebene sehe sich der LSB „zuerst als Dienstleister, insbesondere für die regionalen Sportbünde und die Fachverbände“.

Vereine und Ganztagsschule müssen vereinbar sein

Ein wichtiges Handlungsfeld für den LSB sei nach wie vor das Thema Ganztagsschule. „Der Landessportbund und seine Mitgliedsorganisationen bekennen sich grundsätzlich zur Ganztagsschule“, betonte Karin Augustin. „Sie ist die Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen und wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft.“ Mit der Einführung dieser Schulform vor zwölf Jahren und dem fast flächendeckenden Ausbau seien allerdings „gravierende Auswirkungen auf unsere Sportvereine und -verbände“ verbunden. Mit der neuen Rahmenvereinbarung, die zum Schuljahr 2014/15 wirksam werde, seien Verbesserungen für die Vereine erreicht worden. „Die Fortschritte bei der Rahmenvereinbarung und beim Ausbau des regionalen Beratungssystems über die Sportbünde sehen wir als wichtiges Signal für den Sport an, sich auch weiterhin als kompetenter Partner in der Ganztagsschule zu engagieren.“ Karin Augustin sprach von „ersten und wichtigen Schritten, denen aber zwingend weitere folgen müssen“, es gehe hier „um eine entscheidende Zukunftsfrage für den Sport“.

Ausdrücklich zeigte sich Karin Augustin bei der Landesregierung erkenntlich, die trotz Schuldenbremse und Konsolidierungsauflagen zugesagt habe, die Sportförderung bis zum Ende der Legislaturperiode „geradeaus zu fahren“. Doch die Herausforderungen an den Sport nähmen ständig zu. In dem Bewusstsein um den (Mehr-)Wert der Vereinskultur für die Gesellschaft fordere der LSB die Landesregierung auf, den Sport deutlich stärker dabei zu unterstützen, seine sozialen und gesellschaftlichen Aufgaben unter den veränderten Gegebenheiten zu erfüllen. „Wenn wir in den kommenden Haushaltsgesprächen dringend eine Erhöhung der staatlichen Mittel einfordern müssen, dann geschieht dies auch in dem Bewusstsein, dass wir unsere Vereine bei der strukturellen Anpassung an die Erfordernisse der Zukunft unterstützen und den Einsatz unserer Übungsleiter stärker fördern müssen – Sport schafft Mehrwert, Sport ist mehr wert“, so die alte und neue LSB-Präsidentin, die nach wie vor die einzige Frau an der Spitze eines Landessportbundes ist. „Es wird also eine der dringendsten Aufgaben des neu gewählten Präsidiums sein, gemeinsam mit der Politik Wege zu finden, die dringend notwendigen Finanzen bereitzustellen, die Unterfinanzierung des Sports zu beseitigen und neu zu ordnen.“ Die Haushaltsnachweise 2012 und 2013 sowie die Haushaltspläne 2014 und 2015 wurden ohne Gegenstimme genehmigt.

Roger Lewentz, rheinland-pfälzischer Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur, hatte in seinem Grußwort „die diplomatische Art“ von Karin Augustin gelobt. Der LSB sei mit seinen 6.300 Vereinen, 1,5 Millionen Mitgliedern und 150.000 Ehrenamtlern nicht nur die größte ehrenamtliche Organisation in Rheinland-Pfalz, sondern für die Landesregierung ein „wichtiger, ein guter und ein konstruktiver Partner“ – deutlich „mehr als nur ein Büro mit Sitz in der Landeshauptstadt“. Strukturell seien der LSB sowie die drei Sportbünde Rheinland, Rheinhessen und Pfalz gut aufgestellt.

Sport darf nicht unter Einsparungen leiden

„Die Landesregierung steht zu ihrer finanziellen Verpflichtung gegenüber dem Sport“, betonte Roger Lewentz, 2012/2013 habe die Landesregierung 163 Millionen Euro an Landesmitteln für den Sport in Rheinland-Pfalz aufwenden können. Dass sie die Mittelausstattung des rheinland-pfälzischen Sports geradeaus fahre, sei „eine große Leistung vor dem Hintergrund der erheblichen Einsparungen“. In den Augen des Mainzer Sportdezernenten und Bürgermeisters Günter Beck ist es Karin Augustin gelungen, „den Vereinen im Land Vertrauen zu geben“. Der LSB sei „ein kompetenter und hilfsbereiter Partner“, der mit den Kommunen konstruktiv zusammenarbeite. Grußworte sprachen auch Jürgen Häfner, Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz sowie Peter Gösel, Präsident des LSB Thüringen.

Eine Resolution mit der Überschrift „Sportvereine und Ganztagsschulen in Rheinland-Pfalz“, die von der Arbeitsgemeinschaft der Turnverbände und dem LSB-Präsidium vorgelegt wurde, wurde ebenso einstimmig angenommen wie ein Antrag des Sportbundes Pfalz für die Haushaltsjahre 2016/17. Demnach wird das LSB-Präsidium beauftragt, „ab dem Haushalt 2015 der Förderung des Leistungssports finanziell deutlich höhere Priorität einzuräumen“ als bisher. Hierzu sollen im Haushalt 2015 frei werdende Mittel zur Aufstockung der Leistungssportmittel verwendet werden. In den Haushaltsjahren 2016 und 2017 sollen die Mittel für die Leistungssportförderung in zwei Schritten um insgesamt 400.000 Euro erhöht werden.

Pressemitteilung

Landessportbund Rheinland-Pfalz

Einigkeit herrschte bei der Mitgliederversammlung des Landessportbundes Rheinland-Pfalz in Mainz. Foto: LSB

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag
Daueranzeige
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Tag der offenen Tür
fit für`s Alter?
Stellenanzeige
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Empfohlene Artikel
EIKE
12

Remagen. Eike kommt leider aus einem Sterbefall. Im Tierheim hat sich die coole Socke sehr schnell zurechtgefunden und solange man ihm hier und da noch zeigt, wo es lang geht, ist er absolut unkompliziert.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2284

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Kreishandwerkerschaft
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Mitarbeiter IT-Administrator